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Fläschchen statt Brust

Ich möchte nicht stillen – und das ist OK!

Manchmal klappt es einfach nicht, manchmal will man aber auch nicht: Es gibt viele Gründe, warum eine Mutter ihr Baby nicht stillen möchte. Und dafür sollte sich heutzutage auch niemand mehr schämen oder gar rechtfertigen müssen. Wir haben zusammengefasst, warum Frauen sich gegen das Stillen entscheiden und geben Tipps, wie der Start mit dem Fläschchen klappt.

Warum wollen viele Frauen nicht stillen?

Vielleicht erwartest du gerade ein Baby und machst dir Gedanken darüber, ob du dein Kind stillen möchtest. Sicherlich hast du folgenden Satz dann auch schon mehr als einmal gehört: „Stillen ist das Beste für dein Kind!“. Lass dich von solchen gutgemeinten Ratschlägen nicht in die Ecke drängen, schließlich ist das Stillen eine – und zwar deine – ganz persönliche Sache. Unter anderem können folgende Gründe vorliegen, wenn Mütter sich gegen das Stillen entscheiden:

  1. Schlechte Erfahrungen: Viele Frauen stillen ihr erstes Kind, aber das zweite nicht mehr. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass sie schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Problemen beim Anlegen bis hin zu wunden und entzündeten Brustwarzen können gute Gründe sein, auf das Stillen verzichten zu wollen.
  2. Stress: Gerade am Anfang möchten Babys mehrmals pro Stunde an die Brust. Das ist auch gut so, denn schließlich sollen sie fleißig an Gewicht zulegen. Das heißt umgekehrt aber auch: Du als Mutter bist ständig gefordert. Das kann natürlich ganz schön stressig sein.
  3. Zu wenig Milch: Manchmal reicht die Muttermilch nicht aus und du musst zufüttern. Dies wiederum stellt dich vor eine weitere Herausforderung: Erst stillen, dann das Fläschchen machen. Verständlich, dass viele Mütter nach einer Weile das Stillen einstellen.

Unser Tipp: Wenn du dir unsicher bist, ob du stillen möchtest, lass dich beraten! Entweder sprichst du mit deiner Hebamme darüber oder suchst im Internet nach einer Stillgruppe in deiner Nähe. Mancherorts werden auch Stillvorbereitungskurse angeboten, die dir einen ersten Einblick geben.

Wie viel Prozent der Frauen stillen nicht?

Stillen klappt nicht immer – und bei nahezu keiner Frau auf Anhieb. Hier ein paar interessante Zahlen zum „Thema Stillen in Deutschland“, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zusammengetragen hat:

  • Etwas mehr als die Hälfte, nämlich 68 Prozent der Mütter, stillen ihr Kind nach der Geburt ausschließlich.
  • Mit wachsenden Lebensmonate des Kindes sinkt die Zahl der stillenden Mütter deutlich: Nach zwei Monaten sind es noch etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) und nach vier Monaten sind es nur noch 40 Prozent.
  • Ärzte raten meistens zu einer Stilldauer von mindestens vier Monaten, Hebammen gehen von sechs Monaten aus, bevor mit der Beikost gestartet werden soll.

Milcheinschuss und Co.: Was passiert mit meiner Brust, wenn ich nicht stille?

Wenn du bereits schon einmal Mama geworden bist, kennst du es: Kurz vor oder nach der Geburt beginnt dein Körper, Muttermilch zu produzieren. Die Folge: Deine Brust wächst. Kaum ist dein Kleines Wunder dann auf der Welt, setzt nach einigen Tagen der richtige Milcheinschuss ein. Damit verbunden sind meistens Schmerzen oder Spannungsgefühle, die aber von jeder Frau als unterschiedlich schlimm wahrgenommen werden. Wenn du dich gegen das Stillen entscheidest, bekommst du noch vor dem Milcheinschuss ein hormonhaltiges Medikament, welches eben diesen unterdrückt.

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Ich möchte meinem Baby nicht dir Brust geben: Bin ich deshalb eine schlechte Mutter?

Mütter können untereinander richtig fies sein – Stichwort Mom shaming! „Wie, du stillst nicht!?“, „Ihr habt kein Familienbett?“ oder „Nach einem Jahr schon wieder voll in den Job, ist das dein Ernst?!“ sind nur einige Fragen, denen sich Mütter immer wieder stellen müssen. Wir finden: Jede Mutter hat das Recht, sich für oder gegen das Stillen zu entscheiden. Und es ist großer Schwachsinn, die Liebe zum eigenen Kind davon abhängig zu machen. Du bist keine schlechte Mutter, nur weil du nicht stillen willst! Lass’ dir das nicht einreden und entscheide so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Was brauche ich, wenn ich das Fläschchen geben will?

Du willst nicht stillen? Dann solltest du dich noch vor der Ankunft deines Babys mit Fläschchen, Babynahrung und Co. vertraut machen. Auch hier kann deine Hebamme dir gute Tipps geben. Oder hast du vielleicht eine Mutter im Freundeskreis, die ebenfalls nicht gestillt hat? Perfekt, auch sie kann dir sicherlich gute Ratschläge geben.

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Unser Tipp: Du hast es mit dem Stillen versucht, aber irgendwie fühlt es sich nicht richtig an oder es klappt nicht? Dann kannst du natürlich jederzeit zum Fläschchen wechseln. Sprich am besten ganz offen über deinen Wunsch – zum Beispiel mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt.

Erstausstattung fürs Baby: Diese Dinge sind unverzichtbar Abonniere uns
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Stillen: Ja oder nein? Das ist eine Frage, die für dich keiner beantworten kann. Wichtig ist allein, dass du dich mit der Entscheidung wohlfühlst. Höre auf dein Herz und deinen Körper, denn beides kennt keiner so gut wie du.

Bildquelle: GettyImages/Daisy-Daisy

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