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Zwei Mütter oder zwei Väter?

Zwei Mütter aber ganz normal

Zwei Mütter aber ganz normal

Während Adoptionsrecht und Homo-Ehe bei Erwachsenen immer noch Streitthemen sind, zeigen Kinder in einem Internetvideo, dass für sie beides ganz normal ist. Solange ein Kind eine Familie hat, die Liebe, Sicherheit und den Raum für Fantasie bietet, ist es ganz egal, ob es zwei Mütter oder Väter hat.

Erwachsene können viel von Kindern lernen. Neugierde zum Beispiel, oder die Fähigkeit, groß zu Träumen. Vor allem aber können sich viele Erwachsene eine Scheibe von der Unvoreingenommenheit abschneiden, mit der Kinder ihre (gleichgeschlechtlichen) Familien beurteilen. In einem Internetvideo von „Team Angelica“ erzählen Kinder aus gleichgeschlechtlichen, bisexuellen und heterosexuellen Familien von ihrem Leben. Was dabei ganz klar herauskommt, ist, dass es egal ist, ob man zwei Mütter oder zwei Väter hat: Normal ist das, was man kennt! „Eltern sind Eltern, Familie ist Familie und Liebe ist Liebe“, so das Videoteam in einer Beschreibung des kurzen Films, „Das ist etwas, dass diese Kinder uns beigebracht haben“. Wie die „Huffington Post“ berichtet, entstand der Spot während der Veranstaltung „Alternative Fairytales“ im Londoner South Bank Center, die im Februar 2013 stattfand. Das „Team Angelica“ ist eine kreative Produktionsfirma mit dem selbsterklärten Ziel, zum Nachdenken anregende Unterhaltung in allen verfügbaren Medien zu machen. Das Videoteam filmte die Kinder im Rahmen ihrer Recherche für den Film „Free“. Da die interviewten Kinder so kreativ, ehrlich und herzerwärmend von ihren Familien sprachen, wurde dieses Video nun, rechtzeitig zum „International Family Equality Day“, veröffentlicht. Gleichheit und Toleranz gegenüber sogenannten Regenbogenfamilien, in denen zwei Mütter oder Väter mit ihren leiblichen oder adoptierten Kindern zusammen leben, muss man den Kindern in dem Video nicht erst beibringen.

Eine Mutter, zwei Mütter oder zwei Väter: Was ist schon normal?

Eine ziemlich nervende kleine Schwester, die große Teenagerschwester, die mit Totenkopf-T-Shirts herumläuft, die Handwerker, die gerade die Ziegelsteine am Haus abtragen und eben manchmal zwei Mütter. Was ist schon normal, wenn man das eigene Leben und die eigene Familie beschreibt? Gar nichts? Oder alles? Wenn man den Kindern in dem Video von „Team Angelica“ zuhört, wird aber klar, dass es so gut wie nichts damit zu tun hat, ob die Eltern in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben oder nicht. „Findest du deine Familie ungewöhnlich?“, wird ein Mädchen gefragt, das zuvor erzählt hatte, dass es zwei Mütter hat. Die Antwort ist ein klares „Nein“. Wenn die Familie Geborgenheit, Liebe und Sicherheit gibt, ist das für die kleinen Protagonisten genug. „Meine Familie ist besonders, weil meine Familie immer nette Dinge für mich tut“, erzählt ein Junge mit Mutter und Vater, während ein Mädchen den Vorteil darin sieht, zwei Mütter zu haben, „dass du, wenn eine Mutter weg ist, immer noch eine andere zum kuscheln hast“. Ohne sich über Begriffe wie Toleranz und Gleichheit überhaupt Gedanken zu machen, sehen diese Kinder die Welt nicht in schwarz-weiß, sondern in allen Farben des Regenbogens. Das merkt der Zuschauer des Videos auch an der blühenden Fantasie, die die Kinder an den Tag legen, wenn sie gefragt werden, was sie später werden wollen. „Ich möchte Schauspielerin werden, Schriftstellerin, Langstreckenläuferin, Astronomin und Sängerin“, listet ein Mädchen auf. Ein Junge will ein „verrückter Wissenschaftler werden und die Dinosaurier wieder zum Leben erwecken“. Andere wollen die Umwelt retten und Fahrzeuge entwickeln, die kein Benzin benötigen, oder Menschen davon abhalten, Tiere zu töten. Schnell wird klar, dass diese Kinder groß Träumen und von ihren Familien dazu ermutigt werden, sich frei zu entfalten und ihrer Umwelt etwas zurückzugeben. Ob zwei Mütter, zwei Väter oder Mutter und Vater – wen stört das schon, wenn so großartige Kinder dabei herauskommen?

Zwei Mütter als gleichgeschlechtliche Eltern
Ganz egal, ob ein Kind zwei Mütter, zwei Väter oder Mutter und Vater hat, solange es geliebt wird sind Eltern einfach Eltern.

Regenbogenfamilie: Zwei Mütter oder zwei Väter machen eine Familie bunt

Der „International Family Equality Day“ findet seit 2011 am ersten Sonntag im Mai statt, um die Gleichstellung von Familien überall auf der Welt voranzutreiben. Ein Aktionstag wie dieser soll Toleranz gegenüber Regenbogenfamilien fördern, in denen zwei Mütter oder zwei Väter mit eigenen oder adoptierten Kindern zusammenleben und auf die rechtliche Situation der Gleichstellung aufmerksam zu machen. In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen zu den Themen Homo-Ehe und Adoptionsrecht. Momentan ist die gemeinsame Adoption eines Kindes nicht erlaubt, während homosexuelle Partner jedoch das leibliche Kind des Lebensgefährten als Stiefkind adoptieren dürfen. Nach der im letzten Jahr für zulässig erklärten Sukzessivadoption kann jedoch ein vom eingetragenen Lebenspartner bereits adoptiertes Kind nachträglich ebenfalls adoptiert werden. Nach und nach scheint man sich hierzulande an die Gleichstellung heranzutasten. Wie die Kinder im Video zeigen, braucht es nicht ein Idealbild, um eine liebende Familie auszumachen. Jeder, der geliebt und gefördert wird, egal ob er nun eine, keine oder zwei Mütter hat, wird hoffentlich genau so tolerant und weltoffen aufwachsen, wie die Kinder in diesem Video.

„Manche Menschen sind homosexuell. Komm darüber hinweg“, ist auf dem T-Shirt eines der vom „Team Angelica“ interviewten Kinder zu lesen. Für einen Kurzfilm befragten sie Kinder von homosexuellen und heterosexuellen Paaren zu ihrem Leben, ihren Träumen und ihren Familien. Was die Kinder lehren ist, dass es keine Rolle spielt, ob sie zwei Mütter, zwei Väter oder Mutter und Vater haben. „Eltern sind Eltern, Familie ist Familie und Liebe ist Liebe!“

Bildquelle: Creatas/Creatas/Thinkstock

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