Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Ja oder Nein?

Darf Dein Baby Kuhmilch trinken?

Darf Dein Baby Kuhmilch trinken?

Viele Eltern fragen sich vor allem im ersten Jahr, ob ihr Baby Kuhmilch trinken darf. Immerhin wird dem Getränk nachgesagt, dass es besonders gesund ist, Kalzium enthält und dadurch groß und stark macht. Und doch hört man immer wieder, dass Kuhmilch für Babys nicht so geeignet ist. Ab wann darfst Du Deinem Baby Kuhmilch also ohne Bedenken geben?

Die beste Ernährung in den ersten Lebensmonaten Deines Babys ist unbestreitbar Muttermilch. Doch nicht immer kann oder möchte eine Mama stillen. Wenn Du Dich für eine andere Art der Ernährung Deines Lieblings entscheidest, stellen sich Dir viele Fragen. Was ist die beste Alternative zur Muttermilch, welche Fläschchen und welche Marke solltest Du verwenden und ab wann darf ein Baby Kuhmilch trinken? Das wichtigste ist erst einmal, dass Du Dich bei der Zubereitung der Säuglingsnahrung ganz genau an die Packungsbeilage hältst. Nur so gewährleistest Du, dass Dein Schatz auch alle Nährstoffe in ihrer richtigen Zusammensetzung erhält. Auf keinen Fall solltest Du die Anfangsmilch für das Baby mit Kuhmilch statt mit Wasser anrühren. Die im Handel erhältliche Säuglingsmilch ist der Muttermilch nachempfunden und soll dafür sorgen, dass auch ein Baby, das nicht gestillt wird, alle Nährstoffe bekommt, die es benötigt. Die richtige Zusammensetzung sorgt dafür, dass es sich bestmöglich entwickeln kann und zum Beispiel nicht zu viel Eiweiß oder zu wenig Eisen zugeführt bekommt. Wenn Du besorgt bist, was Du Deinem Baby ab wann geben kannst, solltest Du dir unbedingt merken, dass Kuhmilch Muttermilch auf keinen Fall ersetzen kann. Daher sollte sie frühestens dann auf dem Ernährungsplan Deines Babys stehen, wenn es bereits an Beikost gewöhnt ist.

Darf Dein Baby Kuhmilch trinken?
Ab dem 6. bis 7. Monat darf Dein Baby Kuhmilch trinken.

Ernährungsplan fürs Baby: Kuhmilch frühestens ab dem sechsten bis siebten Monat!

In den ersten Monaten seines Lebens, benötigt Dein Schatz eigentlich nur Muttermilch oder eine spezielle Anfangsnahrung, die dieser nachempfunden ist. Jetzt solltest Du Deinem Baby Kuhmilch auf gar keinen Fall geben, da sie eine völlig andere Zusammensetzung besitzt als die Muttermilch. Während Kuhmilch zwar viel gesundes Kalzium und Eiweiß enthält, steckt nur wenig Eisen, Jod und Vitamin D in der Milch der Wiederkäuer. Die Bedürfnisse eines Neugeborenen können so nicht ausreichend abgedeckt werden und es kommt zu einer Fehlernährung. Wegen dieser Erkenntnisse empfehlen viele Ratgeber, dem Baby Kuhmilch im ganzen ersten Lebensjahr nicht zu geben. Damit machst Du zwar nichts falsch, doch laut des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE), kannst Du Deinem Schatz etwa ab dem sechsten oder siebten Monat auch geringe Mengen Kuhmilch anbieten. Etwa im fünften Monat beginnen die meisten Eltern mit der Einführung der Beikost. Dabei handelt es sich zunächst meist um Gemüsebrei, dem nach und nach auch Kartoffeln und Fleisch untergemischt werden können. Um den siebten Lebensmonat herum, kann Dein Schatz als Beikost auch einen Milch-Getreide-Brei bekommen und dieser darf auch für ein Baby mit Kuhmilch angerührt werden. Allerdings sollte es nicht mehr als die empfohlenen 200 Milliliter Milch zu sich nehmen und auch keine anderen Milchprodukte (außer natürlich der Mutter- oder Anfangsmilch) zu sich nehmen.

Das Beste für Dein Baby: Kuhmilch enthält viel Kalzium

Was in den ersten Monaten noch schädlich für Dein Baby ist, macht es im Kleinkindalter groß und stark. Milch gilt als einer der größten Lieferanten von Kalzium, von dem gesagt wird, dass es gut für Wachstum und Knochen ist. Doch immer wieder wird auch Kritik am Kuhmilchkonsum laut. Sie sei nicht kindgerecht, fördere Übergewicht und Allergien, heißt es oft. Die widersprüchlichen Informationen bezüglich Kuhmilch für Babys verunsichern daher viele Eltern. Fakt ist, dass der Mensch Kalzium benötigt, um gesund und stark zu werden und zu bleiben. Dies kann er durch Milch und Milchprodukte, aber auch durch bestimmte Gemüsesorten wie Broccoli, Grünkohl oder Fenchel sowie durch Nüsse, Sojabohnen oder andere Samen aufnehmen. Wer also wegen einer Laktoseintoleranz keine Kuhmilch verträgt, kann auf andere Kalziumlieferanten zurückgreifen. Dennoch ist für ein Baby Kuhmilch ab dem siebten Monat als Teil des Milch-Getreide-Breis ein wichtiger Bote für den Knochenbaustein. Ab dem ersten Lebensjahr kann Dein Kind Kuhmilch auch als Getränk zu Brotmahlzeiten zu sich nehmen. Das FKE empfiehlt etwa je ein Glas oder eine Tasse zum Frühstück und Abendbrot.

Welche Milch fürs Baby? Kuhmilch ist nicht gleich Kuhmilch!

Die Milch, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, durchläuft in der Regel verschiedene Bearbeitungsprozesse. Wenn Du Deinem Baby Kuhmilch geben möchtest, solltest Du nicht direkt beim Bauern auf dem Hof Rohmilch erstehen, da diese für das kindliche Immunsystem schädliche Keime enthalten kann, sondern auf pasteurisierte Frischmilch oder die ultrahocherhitzte H-Milch zurückgreifen. Welche davon Du Deinem Kind gibst, kannst Du ganz nach pragmatischen Aspekten vorgehen: Wenn Du frische Milch bevorzugst, kannst Du diese auch für Dein Kind benutzen. Greifst Du lieber zur haltbaren Variante oder trinkst selbst keine Milch, ist auch diese geeignet, wenn Du Deinem Baby Kuhmilch geben möchtest.

Muttermilch ist in den ersten Monaten die beste Art der Ernährung für Dein Kind. Greifst Du jedoch zur Flasche, darfst Du die Anfangsmilch auf keinen Fall mit Kuhmilch anrühren, sondern solltest Dich genau an die Angaben auf der Packung halten. Generell sollte Dein Baby Kuhmilch erst ab dem sechsten oder siebten Monat mit Einführung des Milch-Getreide-Breis bekommen. Ab dem ersten Geburtstag kann Dein Schatz die kalziumreiche Kuhmilch auch zu den Mahlzeiten trinken.

Bildquelle: 4774344sean/iStock

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch