Fresh black mussels in wooden bowl with lemon and ingredients for cooking on dark rustic background, top view, border, vertical. Seafood concept
Anna-Maria von Kentzinsky am 14.01.2016

Miesmuscheln, auch Pfahl- oder Blaumuscheln genannt, tummeln sich an deutschen Küsten wie Bäume im Wald. Die Meeresfrüchte mit ihrem einzigartigen, cremig-salzigen Geschmack sind eine beliebte Hauptzutat für eine Vielzahl von Gerichten – und das nicht nur im platten Land des Nordens. Ob in einer cremigen Weißweinsoße mit frischem Brot, mit viel fruchtiger Tomatensoße und leckerer Pasta, mit Miesmuscheln lassen sich so einige Leckereien zaubern. Und die Zubereitung ist einfach als Du denkst – also ran an die Muscheln!

Miesmuscheln sind eine wahre Delikatesse und lösen regelmäßig Begeisterungsstürme aus, wenn ihre Saison endlich wieder begonnen hat. Die ist übrigens in allen Monaten, die auf ‘r’ enden, also den Herbst- und Wintermonaten. Wenn Du Dich beim Fischhändler oder im Supermarkt mit einer großen Tüte Miesmuscheln belohnt hast, geht es erst einmal ans Aussortieren, eine Muschelvergiftung gehört nämlich weder zu einem genüsslichen Muschelessen noch zu einer erstrebenswerten Freizeitbeschäftigung. Daher solltest Du noch vor dem Kochen alle Miesmuscheln aus Deiner Beute herauspicken, die ganz oder teilweise geöffnet sind. Natürlich solltest Du auch das Putzen mit viel klarem, kaltem Wasser nicht vergessen. Denn auch wenn Oma gern sagt „Dreck reinigt den Magen“, auf körnigen Meeresboden möchte wohl niemand beißen. Also noch einmal ab ins kalte Wasser mit Deinen Muscheln, so spülst Du auch das letzte Sandkorn aus ihnen heraus.

Fresh black mussels in wooden bowl with lemon and ingredients for cooking on dark rustic background, top view, border, vertical. Seafood concept

Miesmuscheln sind eine Delikatesse, die Du zu Hause schnell und einfach zubereiten kannst.

Um auf Nummer sicher zu gehen, entfernst Du auch nach dem Kochen alle Miesmuscheln, die ihren Dienst verweigert und sich stur nicht geöffnet haben. Wenn Du nach dem Einkauf nicht sofort Zeit hast, Dir ein leckeres Miesmuschel-Menü zuzubereiten, kannst Du die köstlichen Meeresbewohner im Kühlschrank aufbewahren. Dabei ist es egal, ob sie noch roh oder bereits gekocht sind. Nach spätestens zwei Tagen solltest Du sie aber verzehren. Ganz ohne die Schale kannst Du Dein Muschelfleisch auch für maximal drei Monate einfrieren und Dir später eine herrlich duftende Suppe oder ein vorzügliches Pastagericht daraus kochen.

Miesmuscheln und ihre Kumpanen – das perfekte Miesmuschel-Rezept

Miesmuscheln verstehen sich ganz hervorragend mit Weißwein, Zwiebeln, Olivenöl, fruchtiger Tomatensoße und Knoblauch. Wenn Du Deine Miesmuscheln mit einer oder mehreren dieser Zutaten kombinierst, wirst Du ohne Probleme ein köstliches Festmahl zubereiten, das Du auf unterschiedlichste Art und Weise variieren kannst. Ein Klassiker der deutschen Küche sind allerdings Miesmuscheln rheinischer Art. Der Rhein ist zwar nicht die Nordsee, aber durch die schon lange bestehende, intensive Schifffahrt auf dem sagenumwobenen Gewässer kamen die Miesmuscheln von der Nordsee auch zu den Rheinländern, die sie schnell in ihre Herzen schlossen. Wenn Miesmuscheln die Hauptspeise sind, solltest Du etwa 750 bis 1000 Gramm pro Person rechnen.

Schritt 1: Für den Klassiker wird frisches Gemüse in Butter angedünstet, vor allem Zwiebeln, Sellerie, Möhren und Lauch gehören dazu. Die bunte Mischung wird dann mit einem – natürlich rheinischen – Riesling abgelöscht. Pro Kilogramm Muscheln verwendest Du etwa 150 Milliliter Wein, die Gemüsemenge bleibt ganz Deinen Vorlieben überlassen.

Schritt 2: Die Miesmuscheln dürfen dann auch mitmischen. Gib die gewaschenen und sortierten Muscheln mit in die Pfanne oder den Topf und lege den Deckel darauf. Bei kleiner Hitze köcheln sie nun vor sich hin, nach etwa acht bis zehn Minuten sind sie auch schon fertig.

Schritt 3: Bevor es ans Servieren geht, solltest Du nicht geöffnete Muschen herauspicken und diese verschlossenen Wesen entsorgen.

Wenn jeder seine Portion auf dem Teller hat, gibt es zu den Miesmuscheln noch deftiges Schwarzbrot mit Butter. Um sich das Spülen hinterher zu erleichtern, wird bei Miesmuscheln rheinischer Art gänzlich auf Besteck verzichtet. Stattdessen essen die Rheinländer die Meeresfrüchte mit leeren Muschelschalen, die ähnlich wie Stäbchen benutzt werden. Für noch mehr maritime Rezeptideen klicke Dich einfach durch unsere Galerie:

 

Das gesellige Leben der Miesmuscheln oder: Wo sie zu finden sind

Miesmuscheln sind eine recht kontaktfreudige Spezies, die den Trubel liebt. Alles unter zehn Meter Wassertiefe ist den Miesmuscheln viel zu ruhig. So treiben sie sich vor allem in den Gezeitenzonen herum, am liebsten jedoch an Sandbänken oder Stellen mit starker Brandung, wo sie rauschende Feste feiern können.

A cluster of mussels are exposed in a tidal pool at low tide

Miesmuscheln lieben es gesellig

Matten, Netze, Seile, Steine und Pfähle sind für Miesmuscheln wahre Szenetreffs, die die Muscheln magisch anziehen. Deswegen tummeln sich dort so viele Miesmuscheln, dass der eigentliche Untergrund fast schon nicht mehr zu erkennen ist. Das erklärt auch ihren Namen, denn Mies heißt nicht etwa, dass die Muscheln unsoziale und hinterhältige kleine Wesen sind. Vielmehr stammt die Bezeichnung aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet „Moos“ – denn in der Art und Weise, wie sie Steine und Pfähle bedecken, sind sie Moos nicht ganz unähnlich. Miesmuscheln sind wahre Jetsetter und in der ganzen Welt unterwegs, man trifft sie an den Küsten des Atlantiks, in der Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer.

Miesmuscheln sind eine echte Delikatesse, die gern öfter auf dem Teller landen kann. Mit dem kleinen Einmaleins der Miesmuscheln gelingen Dir die kleinen blauen Schätzchen garantiert, also immer rein damit in den Einkaufskorb. Ob Du Dich für den Rheinischen Klassiker entscheidest, eine italienische Pasta daraus zauberst oder eine eigene Kreation entwickelst, bleibt dabei ganz Dir überlassen.

Bildquellen: iStock/vicuschka, iStock/eppicphotography

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