Weihnachtliche Dekoration made in Germany

Der große Nussknacker aus Holz, der Adventskranz mit vier Kerzen und der Weihnachtskalender für die Kleinen – all das sind Dinge, die zur Vorweihnachtszeit dazugehören. Doch woher stammen all diese weihnachtlichen Symbole und wer hat sie erfunden?

Nussknacker, Adventskranz und Weihnachtskalender

Der Nussknacker wurde von einem deutschen Zimmermann erfunden

Der Nussknacker wurde von einem Deutschen erfunden und ist heutzutage aus den Häusern nicht mehr wegzudenken.

Jedes Kind kann es kaum erwarten, bis es endlich das erste Türchen am Weihnachtskalender öffnen darf. Ob mit Schokolade, Bildern oder kleinen Spielzeugen gefüllt – der Weihnachtskalender soll das Warten bis zum Heiligen Abend verkürzen.

Jeden Tag ein Türchen öffnen

Erfinder dieses Advents- oder Weihnachtskalenders ist der Deutsche Gerhard Lang (1881-1974). Der Münchner Druckereibesitzer fertigte im Jahr 1908 den ersten Kalender mit Bildern an. Er gestaltete einen Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einen anderen Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Und fertig war der erste Weihnachtskalender. Zur damaligen Zeit bestanden die Bilder aus biblischen Motiven, die sich im Laufe der Jahre aber veränderten. Der Weihnachtskalender wurde immer beliebter und nach 1920 entstanden Kalender mit Türchen zum Aufmachen. Erst 1958 gab es den ersten Kalender mit Schokolade gefüllt. Heute ist der Weihnachtskalender aus den deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken und bereitet den Kleinen und Großen jeden Tag eine kleine Freude.

Jeden Sonntag eine Kerze anzünden

Auch der Adventskranz gehört zur Vorweihnachtszeit dazu. Ob selbst gemacht aus Tanne, Zweigen, Zimtstangen und Nelken oder gekauft in verschiedenen Farben und Formen – der Kranz und das Anzünden einer Kerze an den einzelnen Adventssonntagen hat Tradition. Und auch hier war der Erfinder ein Deutscher.

Der Hamburger Pfarrer Johann Hinrich Wichern (1808-1881) leitete zu seiner Zeit ein Heim für elternlose Kinder und Jugendliche. Viele Male fragten ihn die Kinder in der Vorweihnachtszeit, wie lange es denn noch bis zum Heiligen Abend sei. Am Ende seiner Geduld bastelte der Pfarrer einen Adventskranz. Er nahm ein Rad aus Holz und steckte für die einzelnen Wochentage kleine Kerzen darauf. Für die Sonntage nahm er vier große Kerzen. So zündete der Pfarrer jeden Tag eine Kerze an und die Kinder konnten abzählen, wie viele Tage es noch bis Weihnachten waren. Im Laufe der Jahre wurde der Adventskranz weihnachtlicher gestaltet. Mit grünen Tannenzweigen und nur noch vier Kerzen, die an den Adventssonntagen angezündet werden.

Nussknacker: Beliebter Mann aus Holz

Noch eine Erfindung von einem Deutschen, die mittlerweile in der ganzen Welt zu finden ist, ist der Nussknacker. Bereits zu Zeiten der großen Philosophen Sokrates und Aristoteles wurden Nüsse mit verschiedenen Werkzeugen geöffnet. Artistoteles benutzte beispielsweise eine Art Zangen-Nussknacker mit Hebelarmen, um an den Inhalt der Nuss zu kommen.

Doch erst Mitte des 19. Jahrhunderts kam der Deutsche Zimmermann Wilhelm Friedrich Füchtner (1844-1923) auf die Idee, einen Mann aus Holz zu gestalten mit einer Uniform aus bunten Farben und einer Krone auf dem Kopf. Der Zimmermann kam aus Seiffen in Sachsen und fertigte den typischen erzgebirgischen Nussknacker. Im Laufe der Jahre veränderte sich die Form der Nussknacker, doch ursprünglich waren Nussknacker Könige, Soldaten oder Gendarme.


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Was denkst du?

  • Butterkeks_12 am 12.12.2010 um 16:02 Uhr

    Das wusste ich auch noch nicht, dass der Adventskalender und der Adventskranz deutsche Erfindungen sind. Der Nussknacker war mir klar. Alle Schnitzerein und Holzarbeiten stammen ja aus dem Erzgebirge.

    Antworten