Kartoffeldiät
Christina Tobiasam 12.10.2018

Ohne Magenknurren abnehmen, täglich feste und warme Mahlzeiten zu sich nehmen und trotzdem purzeln die Pfunde? Die Kartoffeldiät verspricht innerhalb von wenigen Tagen einen Gewichtsverlust von mehreren Kilos! Ob das auch wirklich klappen kann? Wir haben uns die Vor- und Nachteile mal etwas näher angeschaut.

Was isst man bei der Kartoffeldiät?

Kartoffeln als Diätnahrung – das hört sich in Zeiten des Low-Carb-Trends zunächst recht ungewöhnlich an. Doch entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass die Kartoffel zu den Dickmachern schlechthin gehöre, überzeugt sie als gleich mit mehreren Pluspunkten. Sie ist kalorienarm, sättigt gut, enthält viele Vitamine und weitere wertvolle Inhaltsstoffe.

Während der Kartoffeldiät ernährt man sich, wie der Name es schon vermuten lässt, hauptsächlich von Kartoffeln. Kartoffelbrei, Ofenkartoffeln und Pellkartoffeln – jeden Tag dürfen 600 Gramm der beliebten Knolle, in verschiedensten Formen zubereitet, über den Tag verteilt verzehrt werden. Als Beilage sind im Rahmen der Kartoffeldiät zusätzlich fettfreie oder fettarme Nahrungsmittel wie Obst, Salat, mageres Geflügel und Fisch erlaubt. Diese sorgen nicht nur für ein wenig Abwechslung, sondern verhindern auch einen Mineral- und Vitaminmangel.

Schon gewusst? Es gibt jede Menge fettarme Lebensmittel, von denen man es gar nicht erwarten würde. In unserer Galerie erfährst du, welche uns besonders überrascht haben.

11 überraschend fettarme Lebensmittel

Die Vor- und Nachteile der Diät im Überblick

Die Vorteile

Entscheidend für die Wirkung der Kartoffeldiät ist das Kalium, das in den Kartoffeln enthalten ist. Es erhöht die Tätigkeit der Nieren und fördert somit die Entschlackung und Entwässerung des Körpers. Außerdem machen die Ballaststoffe und Kohlenhydrate der Kartoffel nachhaltig satt und sorgen für einen Blutzuckerspiegel, der nur langsam ansteigt. So wird die Gefahr von wiederkehrenden Heißhungerattacken gebannt. Das allgemeine Wohlbefinden wird während der Diät in der Regel auch nicht vermindert und bewegungsintensive Tätigkeiten müssen nicht eingeschränkt werden, was ein klarer Vorteil für Sportler ist.

Abnehmen mit Kartoffeln

Kann man mit Kartoffeln abnehmen? Die Kartoffeldiät sagt ja!

Die Nachteile

Wie jede andere Mono-Diät, bei der ein bestimmtes Nahrungsmittel den Speiseplan dominiert, wird auch die Kartoffeldiät mit der Zeit recht eintönig. Es kann sehr leicht passieren, dass man nach einigen Tagen die Kartoffel leid ist und die Diät wieder abbricht. Zwar verliert man innerhalb kurzer Zeit viel Gewicht, aber diese Reduzierung wird fast ausschließlich durch den Verlust von Wasser herbeigeführt. Das Körperfett wird nicht abgebaut, wenn man es nicht mit Sport abtrainiert. Auch der Jojo-Effekt kann eintreten: Sobald die Diät beendet ist, nimmt auch der Kaliumgehalt im Körper rapide ab, die Nieren arbeiten wieder in einem normalen Tempo, das Wasser wird erneut gespeichert und die verlorenen Pfunde kommen zurück. Während der Kartoffeldiät sollte man außerdem besonders darauf achten, den Wasserverlust permanent auszugleichen, ansonsten kann es zu einer Dehydrierung kommen – und auch ein Nährstoffmangel kann auftreten, wenn man die Diät nicht abwechslungsreich gestaltet und zu wenig Eisen, Fettsäuren und fettlösliche Vitamine zu sich nimmt.

Warum radikale Diäten, die nur ein einzelnes Lebensmittel in den Fokus stellen, oft viel schlechter für dich sind, als du denkst, verrät dir unser Video.

Wer dauerhaft abnehmen möchte, sollte seine Ernährung lieber langfristig umstellen und möglichst gesund und abwechslungsreich essen. Die Kartoffeldiät verspricht zwar schnelle Erfolge, ist aber nur schwer durchzuhalten, kann einen Nährstoffmangel nach sich ziehen und der Jojo-Effekt ist quasi vorprogrammiert. Auch Sport spielt bei der Diät keine Rolle, sollte aber keinesfalls vernachlässigt werden, um den Fettabbau weiter voranzutreiben.

Bildquelle:

iStock/kabVisio, iStock/DronG

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