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Freunde statt Sex!

Freundschaft zwischen Mann und Frau: Gibt es das?

Freundschaft zwischen Mann und Frau: Gibt es das?

„Bei uns läuft nichts, wir sind nur gute Freunde“ hört man hin und wieder von zwei Menschen – einer männlich, eine weiblich – ,aber so recht glauben möchte man das selten. „Er ist doch bestimmt in sie verknallt, aber macht auf Freundschaft, um ihr nahe zu sein“ oder „Sie wartet nur ab, bis sie bei ihm zuschlagen kann“ sind die häufigsten Kommentare, die in dieser Situation fallen. Doch stimmt das? Ist es so, dass eine Freundschaft zwischen Mann und Frau nicht existieren kann, weil ein Part immer mehr Gefühle hegt als der andere? Das haben wir für Dich in Erfahrung gebracht.

Eine Liebesbeziehung ist in erster Linie von Vertrauen, Offenheit und Sympathie geprägt. Auch in einer Freundschaft sind diese Qualitäten Grundvoraussetzung dafür, dass diese von Dauer ist. Wenn sie in eine Freundschaft zwischen Mann und Frau einziehen, fragt sich über kurz oder lang zumindest einer der beiden, ob sich mit dem „guten Freund“ nicht auch mehr entwickeln könnte. Wenn Ihr Euch gut versteht, auf einer Wellenlänge liegt, Spaß miteinander habt, dann könnte diese Person doch genau wie für Dich gemacht sein. Oder etwa nicht? Männer + Frauen = Freunde: Kann das wirklich funktionieren? Im Grunde gibt es genau zwei Meinungen zu diesem Thema: die eine Front, die behauptet, dass eine Freundschaft zwischen Mann und Frau sehr wohl möglich sei und das andere Lager, das standhaft darauf beharrt, dass Männer und Frauen nicht befreundet sein können, ohne dass zumindest von einer Seite doch mehr dahinter steckt als nur reine Freundschaft. Was stimmt denn nun?

Freundschaft zwischen Mann und Frau - ist das möglich?
Freundschaft zwischen Mann und Frau: Wirklich nur platonisch?

Freundschaft zwischen Mann und Frau: Die Befürworter

Laut „Spiegel Online“ sind sich vier von fünf Erwachsenen sicher, dass eine Freundschaft zwischen Mann und Frau möglich ist. Solange man sich gut miteinander versteht, ist es schließlich vollkommen egal, ob diese Freundschaft nun gleichgeschlechtlich ist oder nicht. Menschen, die uns ein gutes Gefühl geben, die uns zuhören, für uns da sind, wenn es uns schlecht geht, uns spüren lassen, dass wir ihnen wichtig sind, uns respektieren und uns mögen, wie wir sind, sind eine enorme Bereicherung für unser Leben. Warum sollte hier also das Geschlecht eine Rolle spielen? Jedoch hat sich gezeigt, dass Männer und Frauen unterschiedliche Ansprüche an eine Freundschaft haben. Dies beweist eine Übersichtsstudie der University of Kansas, in der 37 Untersuchungen mit insgesamt mehr als 8800 Probanden analysiert wurden. Demnach legen Frauen mehr Wert auf Vertrauen, Loyalität, Selbstöffnung und Zusammengehörigkeit. Hingegen ist in Männerfreundschaften wichtig, ob der andere etwas zu bieten hat: Ist der Freund wohlhabend, fit, attraktiv oder intelligent? Wenig verwundert dann, dass Frauen die Freundschaft zwischen Mann und Frau oftmals als weniger erfüllend erleben, Männer hingegen eine gute Freundin an ihrer Seite sehr schätzen, da sie Werte einbringt, die man unter Männern nur selten findet. Die Studie kam zu folgendem Schluss: Eine Freundschaft, die mindestens eine Frau involviert, ist befriedigender als Freundschaften, die das nicht bieten. Da die Freundschaft zwischen Mann und Frau eher selten vorkommt, sollte man sich daher umso glücklicher schätzen, wenn man jemanden gefunden hat, mit dem es gut klappt.

Freundschaft zwischen Mann und Frau: Die Gegner

Diejenigen, die behaupten, dass eine Freundschaft zwischen Mann und Frau nicht möglich sei, argumentieren damit, dass mindestens einer von beiden Parteien entweder schon einmal verliebt in die andere Person war, sich aktuell mehr erhofft oder sich noch verlieben wird. Im ersten Fall hat er oder sie sich lediglich damit zufrieden gegeben, dass eine Freundschaft besser ist als gar nichts. Der Satz „Lass uns Freunde bleiben“ ist ein typischer Versuch, zu retten, was zu retten ist, nachdem bereits etwas passiert ist. Aber kann das die geeignete Basis für eine platonische Freundschaft sein?
Wie soll man locker mit seinem Gegenüber umgehen, wenn man immer befürchten muss, dass dieser einem plötzlich ein Liebesgeständnis macht. Oder andersherum: Hat man nicht selbst schon mindestens einmal darüber nachgedacht, wie es wäre, eine Liebes- oder gar Sexbeziehung mit seinem „Freund“ zu haben? Auch wenn man bereits in einer Beziehung steckt, gestaltet sich die Freundschaft zwischen Mann und Frau nicht unbedingt einfacher. Eifersucht und Misstrauen des Lebensgefährten können das Konzept ins Wanken bringen. Mitunter nicht ganz unberechtigt, denn oftmals fühlen sich Freunde umso mehr zum anderen hingezogen, je unzufriedener sie mit ihrer eigenen Partnerschaft sind. Klare Grenzen sind demnach das A und O in einer Freundschaft zwischen Mann und Frau. Wie viel Verbundenheit, Nähe, Kontakt und Vertrautheit sind erlaubt, ohne dass sie die jeweilige Beziehung bzw. Ehe ins Wanken bringen können?

Letztlich ist eine Freundschaft zwischen Mann und Frau nur dann möglich, wenn keinerlei Gefühle oder sexuelles Interesse im Spiel sind. Besteht auf einer Seite das Verlangen nach sexuellem Kontakt zur anderen Person, so ist es schwierig, eine rein freundschaftliche Beziehung zu führen, da diese Spannung immer vorherrschen wird. Im Allgemeinen hat sich gezeigt, dass Frauen eher mit Männern befreundet sein können als umgekehrt, da sie seltener auf „Bonusleistungen“ spekulieren. Oft bestätigt sich leider das Klischee, dass Männer dann doch nur „das Eine“ wollen. Das ist auch der Grund, weswegen es mit Freundschaften zwischen Frauen und homosexuellen Männern so gut funktioniert: Es gibt keine sexuelle Spannung.

Bildquelle: Thinkstock/Digital Vision/John Howard

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