ADHS - ein psychisches Problem

ADHS ist keine Seltenheit, denn hierzulande sind etwa 500.000 Kinder von der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung betroffen. Viele Eltern wissen sich nicht anders zu helfen als durch Medikamente.

Wenn Kinder regelmäßig ausrasten, hyperaktiv sind, andere tyrannisieren und in der Schule nichts richtig hinbekommen, weil ihnen die Konzentration fehlt, ist die Ursache häufig ADHS. Bei dem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom liegt eine Störung im Hirnstoffwechsel vor, die zu einer ständigen Reizüberflutung führt. In Deutschland leiden etwas zwei bis drei Prozent aller Kinder und Jugendlichen an einer schweren Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, wobei Jungen im Durchschnitt dreimal häufiger betroffen sind als Mädchen.

Kinder sind hyperaktiv durch ADHS

ADHS ist eine große Belastung


ADHS ist eine Belastung für die ganze Familie

Sowohl für Eltern als auch für die betroffenen Kinder stellt die Störung ein großes Problem dar. Viele Eltern wissen nicht genau, wie sie mit ihrem Kind umgehen sollen, und stehen so unter enormem Druck. Außerdem sind die meisten Schulen noch nicht auf die ADHS-Problematik eingestellt. Weist ein Kind die ADHS typischen Verhaltensweisen auf, droht in vielen Fällen die Förderschule. Der auf ADHS spezialisierte Psychologe Johannes Streif, warnt vor einem sinkenden Selbstwertgefühl der Kinder, da diese zwar merken, dass sie den Ansprüchen anderer nicht gerecht werden, sich jedoch nicht anpassen können.

Medikamente können bei ADHS helfen, sind aber umstritten

Um die Probleme mit ADHS in den Griff zu bekommen, verschreiben Ärzte immer häufiger Tabletten mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Dadurch werden die Kinder meist ruhiger und es fällt ihnen leichter sich zu konzentrieren. Allerdings müssen die Tabletten jeden Tag eingenommen werden und zeigen keine dauerhafte Wirkung. Der Kinderarzt und Psychologe Helmut Bonney ist von der Einnahme von Methylphenidat gegen ADHS nicht überzeugt: „Wenn ich es absetzte, ist alles so wie vorher. Eine Entwicklung des Gehirns zum besseren Funktionieren wird unterbunden.“ Auch sollen, laut Bonney, von ADHS betroffene Kinder versuchen auch ohne Tabletten bestimmte Dinge zu meistern, um die Erfahrung zu machen, dass sie nicht auf die Medikamente angewiesen sind, um Leistungen zu erbringen, sondern, auch ohne Tabletten etwas schaffen können. Um die überschüssige Energie loszuwerden und sich wieder besser konzentrieren zu können, können Eltern ihre Kinder ein wenig Sport treiben lassen oder sie, zum Beispiel auf den Spielplatz schicken.

Bei ADHS sollten Medikamente also nicht zu einer Abhängigkeit führen. Es kann durchaus helfen ein zappeliges und hyperaktives Kind, kurz die Treppe rauf und runter laufen zu lassen, damit es ruhiger wird.

Bildquelle: Zoran Simin/dreamstime.com

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