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Shaken baby syndrome

Schütteltrauma: Darum solltest du dein Kind nie schütteln!

Elternsein ist nicht immer einfach. Manchmal kann es sogar richtig stressig sein... Und Ausnahmesituationen können uns an unsere Grenzen bringen. Trotzdem solltest du dein Kind niemals schütteln, denn ein Schütteltrauma kann ernste Folgen nach sich ziehen. Wir haben alles Wichtige rund um das shaken baby syndrome für dich zusammengefasst und geben Tipps, wie du aus der Anspannung wieder in die Entspannung kommst.

Warum ist das Schütteln von Säuglingen so gefährlich?

Vor allem für Säuglinge, die ihren Kopf noch nicht selbst halten können, ist das Schütteln extrem gefährlich. Die schwache Nackenmuskulatur in Kombination mit fehlender Kopfhaltungskontrolle machen Babys unter 6 Monaten nämlich besonders anfällig für Schütteltraumata. Wenn ein Baby geschüttelt wird...:

  • Kann es zu bleibenden Schädigungen des Gehirns kommen
  • Können Behinderungen hervorrufen werden
  • Kann es im schlimmsten Fall sogar sterben

Deshalb ist es so wichtig, auch andere Bezugspersonen deines Babys wie etwa die Großeltern, Geschwister oder Babysitter über die Gefahr eines Schütteltraumas aufzuklären.

Was versteht man unter einem Schütteltrauma?

Unter dem Begriff Schütteltrauma verstehen Mediziner eine durch Gewalt verursachte Hirnverletzung bei Babys und Kleinkindern. Oft kommt sie zustande, wenn das Baby anhaltend schreit und die Eltern (oder andere Personen) durch das Schütteln das Baby zur Ruhe bringen wollen. Ein Schütteltrauma fällt unter die Kategorie Kindesmisshandlung. Erstmals wurde das Schütteltrauma 1972 von dem amerikanischen Kinderkardiologen John Caffey beschrieben.

Was sind Anzeichen des shaking baby syndrome?

Ein Schütteltrauma äußert sich nicht immer auf dieselbe Weise. Es können also verschiedene Symptome auftreten. Vermehrt kommt es aber zu folgenden Anzeichen:

  • Trinkschwäche
  • Schläfrigkeit
  • verstärktes Unwohlsein und Unruhe
  • Apathie
  • Krampfanfälle
  • Erbrechen
  • Herzrhythmusstörungen und Atemstörungen bis hin zu
  • Atemnot und Tod

Hinweis: Solltest du dein Kind geschüttelt haben, informiere bitte umgehend einen Arzt!

Wie du dein Schreibaby beruhigst: Die besten Tipps und Strategien für zufriedene Babys und gelassene
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Ich habe mein Kleinkind geschüttelt: Was sind mögliche Folgen?

Eigentlich war das gar nicht deine Absicht, aber dann ist es doch passiert: Du hast dein Kleinkind geschüttelt. Das Schütteln führt bei Kindern unter einem Jahr und insbesondere bei Kindern unter sechs Monaten zu schweren Hirnverletzungen. Durch das ruckartige Vor- und Zurückschleudern des Kopfes kann es zum Riss feiner Blutgefäße unter der harten Hirnhaut kommen. Dies wiederum führt zu Blutansammlungen, die Druck auf das Gehirn ausüben. Außerdem kann es durch das Schütteln zu Einblutungen in der Netzhaut kommen, die zusammen mit Atemnot und Sauerstoffmangel zu Schäden und bleibende Behinderungen führen können. Äußere Verletzungen sind meist nicht zu erkennen.

Was passiert, wenn das Schütteltrauma nicht bemerkt wird?

Die Prognose des Schütteltraumas ist äußerst ungünstig. Von zehn geschüttelten Babys und Kleinkindern versterben durchschnittlich circa zwei bis drei. Schwere Langzeitschäden erleiden etwa fünf von zehn Kindern. Lediglich zwei bis drei Kinder erholen sich komplett von einem Schütteltrauma. Bedenkt immer: Manchmal sind unmittelbar nach dem Schütteln auch keinerlei Symptome sichtbar.

Schreien und schütteln: Was kann ich machen, wenn die Situation außer Kontrolle gerät?

Dein Baby schreit und schreit... und du fühlst dich einfach nur noch überfordert? Das ist verständlich – und keine Seltenheit. Versuche trotzdem die Kontrolle über die Situation zu behalten. Du merkst, dass das nicht klappt? Dann wende folgende Strategie an:

  1. Lege dein Baby an einen sicheren Ort – zum Beispiel ins Bettchen oder auf eine Decke auf den Boden.
  2. Verlasse den Raum.
  3. Atme tief durch.
  4. Schaue alle paar Minuten nach deinem Baby.
  5. Wenn du dich etwas beruhigt hast, kannst du dein Kleines wieder in die Arme nehmen.

Übrigens: Alle Eltern kennen solche Situationen. Es ist nur wichtig, dass du auch jetzt an die Gefahr eines Schütteltraumas denkst und entsprechend handelst. Nach ein paar Minuten Auszeit sieht die Welt schon wieder ganz anders aus, versprochen!

Ganz egal, wie stressig die Situation gerade ist: Du sollest dein Kind in keinem Fall schütteln! Denn wie du jetzt weißt, kann ein Schütteltrauma bei Babys und Kleinkindern ernste Folgen nach sich tragen.

Welche Art von Mutter bist oder wirst du?

Bildquelle:

GettyImages/Halfpoint

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