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So schläft Dein Baby durch

Durchschlafen

Durchschlafen

Viele Eltern wünschen sich, dass ihr Baby durchschlafen kann. Dass ein Baby einen unruhigen Schlaf hat, ist jedoch ganz normal. Gerade in den Anfangsmonaten ist ein durchgehender Schlaf des Neugeborenen die Ausnahme. Wenn das Baby allerdings nachts gar nicht zur Ruhe kommt, wird das zur ernsthaften Belastungsprobe für die Eltern. Es gibt zwar keine Tricks, mit denen Du Dein Baby zum Durchschlafen in der ganzen Nacht bringen kannst, doch einige, die für einen ruhigeren Schlaf sorgen können.

Du kennst bestimmt die Redewendung „Ich hab geschlafen wie ein Baby“. Derjenige, der diese Wendung benutzt, will damit zum Ausdruck bringen, dass er ganz besonders gut geschlafen hat. Dabei haben ausgerechnet Babys oft Probleme durchzuschlafen – und das, obwohl der Schlaf gerade für sie von enormer Bedeutung ist. Denn im ersten Lebensjahr entwickelt sich das Gehirn besonders stark. Der Schlaf ist dabei sehr wichtig, weil die Reifung des Gehirns vor allem in der sogenannten Traumschlafphase stattfindet. Dass Dein Baby durchschlafen kann, ist aber nicht nur aus diesem Grund wichtig. Dein Baby braucht die nächtliche Schlafenszeit außerdem, um die am Tag erlebten Eindrücke und seine neuen Erfahrungen einzuordnen und abzuspeichern. Außerdem dient der Schlaf in den ersten Monaten dazu, Dein Baby vor neuen Reizen zu schützen, damit es im Gehirn zu keiner Reizüberflutung beziehungsweise Informationsüberlastung kommt. Dass Dein Baby durchschlafen kann, spielt zudem eine große Rolle für sein Lernvermögen, da Schlaf die kognitive Entwicklung Deines Babys unterstützt. Babys können sich besser an neu Gelerntes erinnern, wenn sie im Anschluss an den Lernvorgang schlafen. Doch wenn Dein Säugling gut schlafen kann, hat das nicht nur einen positiven Einfluss auf seine kognitive Entwicklung, sondern auch auf die emotionale! So fördert der Schlaf die Fähigkeit Deines Babys, mit Wahrnehmungen, Gefühlen und Gedanken umzugehen. Denn wenn Dein Baby schläft, spielen sich in seinem Kopf noch einmal alle Beziehungen, die es tagsüber geknüpft hat, ab. Auch für die körperliche Entwicklung ist Schlaf enorm wichtig. Schlafmangel und schlechter Schlaf können das Immunsystem schwächen und Dein Baby damit anfälliger für Krankheiten machen. Bei einem ruhigen Schaf kann sich das Immunsystem hingegen gut entwickeln und somit das Krankheitsrisiko Deines Neugeborenen reduzieren. Der Schlaf hat auch Auswirkungen auf die Körpergröße, denn Babys wachsen gerade im Schlaf. Außerdem sind Babys, die nie durchschlafen, in den späteren Kinderjahren anfälliger für Übergewicht.

Was, wenn Dein Baby nie durchschlafen kann?

Wie Du siehst, hat es also viele Vorteile, wenn Dein Baby durchschlafen kann. Dies sollte jedoch bei Dir nicht in eine Drucksituation ausarten, die Du auf das Baby projizierst. Auch wenn es für beide Seiten angenehm ist, wenn es mit dem Schlafen auf Anhieb klappt, solltest Du immer bedenken, dass jedes Kind anders ist und unterschiedlich viel Schlaf benötigt. Somit ist auch die Definition, ob Dein Kleines durchschlafen kann, von Baby zu Baby eine andere. Während einige von Anfang an zehn Stunden am Stück schlafen, sind andere Baby vielleicht nach sechs Stunden bereits wieder putzmunter und haben somit durchgeschlafen. Eine Besonderheit besteht auch bei besonders jungen Babys, die noch häufig gefüttert werden müssen. Während es einigen nichts ausmacht, nachts längere Zeit ohne Nahrung zu bleiben, wachen andere auch nachts alle zwei bis vier Stunden auf und müssen gefüttert werden. Ein Durchschlafen im eigentlichen Sinne ist hier so überhaupt nicht möglich und Du solltest daher auch nicht versuchen, die Zeiten zwischen dem Füttern künstlich zu verlängern. Dies verursacht nur unnötigen Stress und hält Dein Baby im schlimmsten Fall noch weiter vom Schlafen ab.

Das kann Dein Baby vom Durchschlafen abhalten

Das Schlafverhalten unterscheidet sich von Baby zu Baby und kann genetisch bedingt sein. In der Regel schlafen Neugeborene 16 bis 20 Stunden. Dein Baby behält dabei den Rhythmus aus dem Mutterleib bei – Tag und Nacht sind ihm zunächst völlig fremd. In den ersten drei Monaten schläft Dein Baby doppelt so viel wie seine Eltern, in den ersten drei bis sechs Monaten passt sich der Schlafrhythmus dann nach und nach an den 24-Stunden-Tag – und damit an den Tag-Nacht-Rhythmus – an, sodass Dein Baby auch vermehrt nachts schläft. Je älter es wird, desto weniger Schlaf benötigt es. So kann es gerade nach den ersten Monaten schwer sein, Dein Baby zum Durchschlafen zu bringen. Mit drei bis sechs Monaten braucht es „nur“ noch 13 bis 16 Stunden Schlaf pro Tag. Mit 12 bis 24 Monaten sogar „nur“ noch 12 bis 14 Stunden. Ab wann Dein Baby durchschlafen kann, hängt vom Reifungsprozess im Gehirn ab. Dieser Prozess verläuft bei jedem Baby in einem anderen Tempo. So können einige Babys schon ab dem sechsten Monat durchschlafen, während andere auch mit einem Jahr noch nicht durchschlafen. Selbst wenn das Durchschlafen bei Deinem Baby normalerweise gelingt, gibt es immer wieder unruhige Phasen, die sich auf die Qualität des Schlafes auswirken. Dazu gehört beispielsweise das Zahnen oder die Phase des Laufenlernens, dessen Anstrengungen auch Auswirkungen auf den Schlaf haben.

Baby durchschlafen: Schlafendes Baby
Es gibt einige Tricks, mit denen Dein Baby durchschlafen kann.

Tägliche Vorbereitung: So hilfst Du, dass Dein Baby durchschlafen kann

Es gibt eine Reihe von Tricks, mit denen Du versuchen kannst, Deinem Baby das Durchschlafen zu erleichtern. Du solltest dabei nicht erst kurz vor der Schlafenszeit dafür sorgen, sondern schon am Tag einige Vorkehrungen treffen, damit Deinem Baby das Durchschlafen in der Nacht leichter fällt. Generell gilt: Je mehr Dein Baby tagsüber schläft, desto weniger schläft es nachts. Achte also darauf, dass es zwar insgesamt genug schläft, aber nicht schon am Tag sein ganzes Schlafpensum aufbraucht und in der Nacht nicht müde ist. Ein regelmäßiger Tagesablauf hilft Deinem Baby dabei, nachts gut zu schlafen. Gerade wenn Dein Baby sehr unruhig ist und nur schwer einschläft, ist eine Reizabschirmung, die schon am Tag beginnt, besonders wichtig. Ein möglichst gleichmäßiger Tagesablauf mit regelmäßigen Spaziergängen und festen Zeiten fürs Baden und Spielen sowie ein regelmäßiges Einschlafritual tragen dazu bei, dass sich Dein Baby nachts besser erholen kann. Es gewöhnt sich so an die Wiederkehr der Vorgänge und damit auch an die nächtliche Schlafenszeit. Wenn es sich tagsüber viel bewegt hat und an der frischen Luft war, erhöht dies ebenfalls die Chancen, dass Dein Baby in der Nacht durchschlafen kann.

So bringst Du Dein Baby zum Durchschlafen in der Nacht

Damit Dein Baby nachts durchschlafen kann, ist es wichtig, dass sein Schlafort spätestens ab dem sechsten Monat möglichst immer derselbe ist. So fühlt sich Dein Baby sicher und geborgen, sodass es entspannt einschlafen kann. Wichtig für einen gesunden und guten Schlaf bei Babys ist – genauso wie bei Erwachsenen – die richtige Zimmertemperatur, da die Regulation der Körpertemperatur eine wesentliche Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf ist. Bevor Du Dein Baby zu Bett bringst, solltest Du das Zimmer also gut lüften. Damit Dein Baby durchschlafen kann, ist es außerdem gut, wenn Du es vor dem Schlafengehen frisch wickelst. Denn eine nasse Windel begünstigt ein feuchtes Klima, bei dem sich Dein Kind unwohl fühlt, und aller Wahrscheinlichkeit nach aufwacht. Auch ein Schaffell kann zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit beitragen. Die Schafwolle kann nämlich ungefähr 35 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass sie dabei nass wird. Das bedeutet, dass die Wolle bei Kälte wärmend und bei Hitze kühlend wirkt und so für einen erholsamen und durchgehenden Schlaf Deines Babys sorgt. Da nicht nur Erwachsene, sondern auch Babys bei Dunkelheit besser schlafen als bei Licht, solltest Du darauf achten, dass das Schlafzimmer Deines Babys ausreichend abgedunkelt ist. Nachtlichter sind aber erlaubt. Auch bequeme Kleidung hilft dabei, dass Dein Baby durchschlafen kann. Manche Säuglinge mögen es auch, zum Schlafen fest in eine Decke gewickelt zu werden, da sie dies an die Geborgenheit im Mutterleib erinnert. Wenn Dein Baby trotz aller Vorkehrungen nicht in den Schlaf findet, kannst Du es mit Schlafliedern, leisem Sprechen, Streicheln oder leichtem Massieren beruhigen. Versuche dabei aber immer, Dein Kind nicht wieder aus dem Bettchen zu heben, sofern es nicht unbedingt nötig ist. Nur so kann es sich daran gewöhnen, in seinem Bett einzuschlafen. Schläft es stattdessen immer nur an der Brust oder auf dem Arm ein, wird dieser Lernprozess, der für ein Durchschlafen notwendig ist, verhindert. Sollte Dein Kind jedoch partout nicht in seinem eigenen Bett durchschlafen können, kann ein Familienbett für diese Zeit eine gute Lösung darstellen. So schläft Dein Kind im Bett ein und ist trotzdem in der Nähe seiner Eltern. Diese Nähe beruhigt es und führt somit zu einem ruhigen Schlaf. Falls Du und Dein Baby in einem Bett schlaft, sollte dies aber kein Dauerzustand sein. Spätestens nach seinem dritten oder vierten Geburtstag sollte Dein Kind im eigenen Bett schlafen. Für die meisten Kinder ist dies jedoch kein Problem. Sie wandern irgendwann von sich aus in ihr eigenes Bettchen und wollen nur noch sporadisch bei den Eltern schlafen. Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Ruhe wird beim Einschlafen oft überschätzt. Manche Babys können gerade bei Stille nicht einschlafen, weil sie diese als unheimlich empfinden. Leichtes Hintergrundgemurmel von Dir oder dem Vater Deines Babys kann sein Einschlafen sogar begünstigen, weil dies ein Gefühl der Geborgenheit schafft, das Voraussetzung für den Einschlafprozess ist. Letzten Endes ist es wichtig, dass Ihr Euch als Eltern keinen Druck macht. Haltet Euch immer vor Augen, dass viele Eltern das Problem haben, dass ihr Baby nicht durchschlafen kann. Sollte Dein Baby trotz Anwendung dieser Tricks immer noch nicht einschlafen können, kannst Du Dir auch Hilfe bei einem Kinderarzt suchen. Wenn Du ihm ein Schlafprotokoll vorlegst, in das Du die Schlaf-, Wach- und Schrei-Phasen Deines Babys eingetragen hast, kann Dir der Arzt ganz sicher helfen, Dein Baby zum Durchschlafen zu bringen.

Viele Eltern hoffen, dass ihr Baby durchschlafen kann. Ein erholsamer, durchgängiger Schlaf ist für Säuglinge besonders wichtig, da der Schlaf sowohl die kognitive als auch die emotionale Entwicklung Deines Babys beeinflusst. So braucht Dein Baby den Schlaf, um die Erlebnisse, die es am Tag gemacht hat, zu verarbeiten. Schon tagsüber kannst Du Dein Baby auf das Durchschlafen in der Nacht vorbereiten – zum Beispiel durch einen regelmäßigen Tagesablauf und ein festes Einschlafritual. Generell begünstigt ein gut gelüftetes und abgedunkeltes Zimmer einen erholsamen Schlaf. Auch Singen, leichtes Streicheln und Massieren können Dein Baby zum Durchschlafen bringen.

Bildquelle:natalija_brenca/istock/Thinkstock

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