Kindergesundheit

KiGGS: Kinder in Deutschland fühlen sich sehr gesund

KiGGS: Kinder in Deutschland fühlen sich sehr gesund

Kinder und Jugendliche in Deutschland sind sehr aktiv, treiben regelmäßig Sport und bewegen sich oft an der frischen Luft. Dies belegt die neue Studie des Robert-Koch-Instituts KiGGS, für die rund 16.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland befragt wurden, mit (fast) durchweg positivem Ergebnis.

Besorgte Eltern in Deutschland können aufatmen: Ihren Kindern geht es gut! Dies belegt die vom Robert-Koch-Institut durchgeführte „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS). 88% der Befragten 11- bis 17-jährigen gaben ihren allgemeinen Gesundheitszustand mit „gut“ oder „sehr gut“ an. Über 90% der befragten Eltern sahen dies bei ihren Kindern im Alter von null bis zehn Jahren genauso. Positiv fällt auch auf, dass laut KiGGS fast 80% der Kinder und Jugendlichen Sport treiben, vor allem die Kleineren sind bis zur Einschulung für die regelmäßige Bewegung täglich draußen.

Ergebnisse von KiGGS sind nicht durchweg positiv

Trotz des allgemein positiven Trends von KiGGS gibt es noch einige Baustellen. So haben Jungen und Mädchen in Deutschland ungeachtet ihres positiven Gefühls noch mit einigen Krankheiten zu kämpfen. Besonders allergische Erkrankungen wie Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma machen knapp 15% der Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Ebenfalls verbesserungswürdig ist die Ernährung. Besonders Obst und Gemüse war bei den Befragten unbeliebt. Dafür rauchen und trinken laut KiGGS die Jugendlichen allerdings auch weniger als früher. Die Anzahl der jugendlichen Raucher sei demnach im Vergleich zu den Jahren 2003-2006 um fast 10% gesunken. Auch beteiligten sich weniger als die Hälfte der 17-jährigen am sogenannten Rauschtrinken, unter Mädchen sogar weniger als ein Viertel. Neben der allgemeinen Gesundheit wurde im Rahmen von KiGGS auch die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen untersucht. Demzufolge verbringen ein Drittel der Jugendlichen im Durchschnitt mehr als vier Stunden am Tag vor dem Bildschirm. Jungen bevorzugen hierbei eher den Fernseher, während sich Mädchen in erster Linie mit ihrem Handy beschäftigen. Insbesondere in den negativen Aspekten der Studie zeigt KiGGS auch die sozialen Unterschiede der Befragten deutlich auf. Während Kinder im Durchschnitt mit sechseinhalb Jahren Schwimmen lernen, gilt dies nicht für Kinder aus sozial schwachen Familien, die entweder später oder gar nicht schwimmen lernen. Sozial benachteiligte Mädchen bewegen sich zudem im Schnitt deutlich weniger als ihre Altersgenossen.

Kinder im Wald
Kinder in Deutschland spielen oft draußen

KiGGS zeigt Trends über mehrere Jahre

Die Studie KiGGS ist jedoch keine einmalige Erhebung vom Robert-Koch-Institut. Bereits in den Jahren 2003-2006 wurden über 17.000 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland untersucht. Neben Fragen zu ihrer Gesundheit wurden in der Basisstudie auch Laboranalysen und körperliche Untersuchungen vor Ort vorgenommen. Die Ergebnisse der jetzigen Studie wurden zwischen 2009 und 2012 gesammelt und beruhen rein auf Telefonbefragungen. Fast 12.000 Teilnehmer der ersten Studie waren auch diesmal mit dabei, sowie neue Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Die lange Laufzeit von KiGGS ermöglicht es dem Robert-Koch-Institut nicht nur die aktuelle gesundheitliche Lage der Kinder und Jugendlichen festzustellen, sondern auch Entwicklungen und Trends auszumachen. Die dritte Erhebung läuft zurzeit bereits.

Eltern müssen sich, um die allgemeine Gesundheit ihrer Kinder scheinbar keine Sorgen machen: Die Studie KiGGS vom Robert-Koch-Institut zeigt, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland viel Sport treiben und sehr aktiv sind. Obwohl KiGGS auch einige negative Aspekte enthüllte, sieht das Robert-Koch-Institut allgemein einen eher positiven Trend.

Bildquelle: © Jacek Chabraszewski | Dreamstime.com

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