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Laufen, Werfen, Springen

Bundesjugendspiele – das jährliche Sportevent.

Die Bundesjugendspiele sind eine jährlich im späten Sommer oder frühen Herbst stattfindende Sportveranstaltung an Schulen, die vom deutschen Bundespräsidenten initiiert wird und den Schülern den Spaß am Sport näher bringen soll. Dein Kind nimmt an Wettbewerben teil und erhält je nach Leistung eine von verschiedenen Urkunden.

Bundesjugendspiele – was ist das?

Die Bundesjugendspiele sollen ein Wettkampftag sein, der Dein Kind für sportliche Betätigung begeistert. Gerade Schüler, die sich sonst im Sportunterricht nicht besonders hervortun, sollen hier die Möglichkeit bekommen, an einem Wettkampf teilzunehmen. Da die Bundesjugendspiele an einem regulären Schultag stattfinden, ist die Teilnahme für Dein Kind in jedem Fall verpflichtend. Die Schüler treten in einer von drei Disziplinen an und sollen möglichst gute Leistungen erzielen. Zur Auswahl stehen Leichtathletik, Schwimmen und Geräteturnen. Allerdings wird an den meisten Schulen aus organisatorischen Gründen oder aufgrund der räumlichen Möglichkeiten nur der Leichtathletikzweig angeboten. Um den Begabungen und Fähigkeiten aller teilnehmenden Kinder gerecht zu werden, sind aber eigentlich alle drei Sportarten angedacht. Sollte die Schule Deines Kindes nicht alle Möglichkeiten anbieten, ist es Dein gutes Recht, noch einmal nachzuhaken und auf die ursprünglich vorgesehene Regelung zu verweisen. Schließlich kann Dein Kind nur dann Spaß an dem sportlichen Ereignis haben, wenn die zu bestehenden Übungen auch seinen Fähigkeiten entsprechen. Ansonsten herrscht anstatt Motivation eher Frust und das ist ja der genau gegenteilige Effekt dessen, was angestrebt wird.

Jedes Kind verlässt die Bundesjugendspiele mindestens mit einer Teilnahmeurkunde.
Die Bundesjugendspiele sollen Deinem Kind Spaß an Sport und körperlicher Bewegung näherbringen.

Auswahlmöglichkeiten der Bundesjugendspiele

Wenn die Schule verschiedene Disziplinen anbietet, kann Dein Kind sich diejenige aussuchen, die ihm am meisten liegt und den größten Spaß macht. Außerdem sollte auch noch die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Teilnahmearten bestehen, um sowohl eher unsportliche Kinder als auch unterforderte Sportasse begeistern zu können. Im „Wettkampf“ tritt Dein Kind in einem sportartspezifischen Mehrkampf an. In der Leichtathletik besteht der zum Beispiel aus den Feldern Werfen, Laufen und Springen. Die einzelnen Übungen der Bundesjugendspiele sollten sich dabei von Jahr zu Jahr unterscheiden, um Deinem Kind verschiedene Sportformen näher zu bringen. So kann beispielsweise in einem Jahr Hochsprung Teil des Wettkampfs sein und im nächsten Jahr Weitsprung. Im „Wettbewerb“ sollen neue Sportformen mit kreativen Ergänzungen und Neugestaltungen bestanden werden. Dadurch sollen auch Kinder, die in den klassischen Wettkampfsituationen keine positiven Erfahrungen sammeln würden, an den Sport herangeführt werden, deshalb findet der „Wettbewerb“ bewusst ohne eine Fixierung auf traditionelle Normen und Übungsformen statt. Vor allem das Koordinationsvermögen und die Geschicklichkeit der Kinder soll angesprochen werden. Der „Mehrkampf“ der Bundesjugendspiele richtet sich an die Multitalente und ehrgeizigen Wettkämpfer. Dabei wird sportartübergreifend in je zwei Disziplinen der drei Grundsportarten angetreten.

Ablauf der Bundesjugendspiele

Die Schüler erhalten für die Durchführung der einzelnen Disziplinen Punkte. Allerdings erst ab acht Jahren, da die Kinder vorher noch zu klein für eine Form von Bewertung und tatsächlichen Wettkampf sind. Außerdem sind die Disziplinen Leichtathletik und Schwimmen ebenfalls erst für Kinder ab acht Jahren ausgelegt. Die Organisatoren der Bundesjugendspiele stellen Tabellen mit Richtwerten für das Schulpersonal zur Verfügung. Je nach erbrachter Leistung kann Dein Kind pro Disziplin unterschiedliche Punkte erhalten. So werden zwar keine Noten vergeben, aber die Leistung Deines Kindes wird trotzdem bewertet, damit es sich beim Wettkampf auch anstrengt. Die Schüler treten nicht im eigenen Klassenverband an, sondern werden in ihre Geburtsjahrgänge eingeteilt. So können sie sich auch mit Kindern aus den Parallelklassen messen und treten nur gegen Gleichaltrige an. Nachdem Dein Kind alle Disziplinen durchlaufen hat, werden seine Punkte zusammengerechnet. Erreicht ein Schüler eine bestimmte Mindestpunktzahl erhält er als Anerkennung seiner Leistung eine Siegerurkunde. Schneidet Dein Kind mit besonders guten Ergebnissen ab, kann es bei einer höheren Punktzahl sogar eine Ehrenurkunde mit der (gedruckten) Unterschrift des Bundespräsidenten erhalten. Um die Schüler nicht zu demotivieren bekommen aber auch die Kinder, die aufgrund geringerer Punktzahlen keine Urkunde erhalten würden, eine Teilnahmeurkunde. Häufig kombinieren Schulen die Bundesjugendspiele mit dem Erlangen von Sportabzeichen, daher kann die Leistung, die Dein Kind an diesem Tag bringt, je nach Schule relevant für seine Zeugnisnote sein.

Bundesjugendspiele – so motivierst Du Dein Kind

Gerade wenn Dein Kind vielleicht nicht zu den Sportskanonen gehört, kann es schwierig sein, es zum Wettkampf zu motivieren. Um ein gutes Ergebnis zu erreichen, sollte Dein Kind mit den zu bestehenden Disziplinen vertraut sein und sich schon an ihnen ausprobiert haben. Das stärkt sein Selbstvertrauen. Daher solltest Du frühzeitig in Erfahrung bringen, ob die bei den Spielen zum Einsatz kommenden Sportformen bereits wie vom Komitee der Bundesjugendspiele vorgesehen zuvor im Sportunterricht regelmäßig geübt werden. Auch die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Sportarten und Teilnahmeformen ist gerade dann wichtig, wenn Dein Kind sich sportlich nicht besonders stark hervortut, denn so kann es die Sportart wählen, die ihm am ehesten liegt und am meisten Spaß macht. Außerdem hat Dein Kind durch die Wahloption das Gefühl, seine Bundesjugendspiele aktiv mitzuformen. Da ein schlechtes Abschneiden bei den Spielen demotivierend sein kann und etwaige Versagensängste geschürt werden können, solltest Du im Zweifelsfall noch einmal bei der Schulleitung nachhaken, ob die Wahlmöglichkeit der Kinder gegeben ist und im Zweifelsfall eine solche einfordern.

Das kannst Du zu Hause für die Bundesjugendspiele tun

Auch ein bisschen privates Üben in der Freizeit kann die sportlichen Fähigkeiten Deines Kindes fördern und es selbstbewusster machen. Das Üben sollte aber immer Spaß machen und nicht in Stress enden, sonst demotivierst Du Dein Kind nur noch mehr. Mach ihm im Zweifelsfall klar, dass Du Stolz auf es bist, ganz egal, wie es abschneidet, und dass der Tag der Bundesjugendspiele schneller vorbei sein wird, als es glauben mag. Wenn die Sportarten der Bundesjugendspiele Deinem Kind alle nicht liegen, ist es außerdem eine gute Idee, privat eine Sportdisziplin zu finden, die ihm gefällt. So hat Dein Kind das Wissen, dass es andere Sportarten gibt, die ihm durchaus liegen und Spaß machen und ein eventueller Frust bei den Spielen führt nicht dazu, dass Dein Kind sich grundsätzlich vom Sport fernhält.

Die Bundesjugendspiele sind eine einmal jährlich stattfindende Sportveranstaltung und die Teilnahme ist für alle Schüler verpflichtend. Motiviere Dein Kind und informiere Dich frühzeitig bei der Schule darüber, was für die Veranstaltung geplant ist, um sie zu einer tollen Erfahrung für Deinen Schatz zu machen.

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