Religionsunterricht: alevitisch

In Nordrhein-Westfalen wird in diesem Jahr alevitischer Religionsunterricht an den weiterführenden Schulen angeboten. Dies soll die Integration fördern.

Nordrhein-Westfalen führt als erstes Bundesland in Deutschland 2012 den alevitischen Religionsunterrisch an den weiterführenden Schule ein. Vorreiter ist die Duisburger Lise-Meitner-Gesamtschule, an der der alevitische Religionsunterricht bereits zum zweiten Halbjahr im Februar beginnt. Sylvia Löhrmann, Schulministerin (Die Grünen), besuchte in diesem Zuge am Dienstag, den 14.2.2012, die Lise-Meitner-Gesamtschule und sagte: „Ich freue mich, dass wir als erstes Bundesland den alevitischen Religionsunterricht in den weiterführenden Schulen anbieten können. Das ist ein wichtiges Signal für mehr Integration und Teilhabe. Der Unterricht vermittelt religiöse Kompetenzen und fördert ein respektvolles Zusammenleben der Religionen in Frieden und gegenseitiger Achtung.“

Neuer Religionsunterricht

Religionsunterricht: evangelisch, katholisch oder alevitisch


Alevitischer Religionsunterricht

Der alevitische Religionsunterricht kann ab einer Mindestgröße von zwölf Schülern an den weiterführenden Schulen eingerichtet werden. Die Grundsätze für den Religionsunterricht stammen von der Alevitischen Gemeinde Deutschlands (AABF), und der Unterricht wird von ausgebildetem Lehrpersonal erteilt. Dabei sollen religiöse Kompetenzen im Unterricht vermittelt werden, die den Schülern dabei helfen sollen, eine alevitische Identität zu entwickeln.

Kritik am alevitischen Religionsunterricht

Kritiker bemängeln, dass sich die Landesregierung mit der Einführung des alevitischen Religionsunterrichts einen Wunsch-Islam schaffen wolle. Das Alevitentum ist ein eigenständiges Bekenntnis innerhalb des Islam und in Nordrhein-Westfalen leben etwa 130.000 Aleviten. die der anerkannten Religionsgemeinschaft angehören. Dagegen leben etwa 1,5 Millionen Muslime im gleichen Bundesland, von denen die Mehrheit sunnitisch ist. Dieses ist jedoch nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt wird, weswegen es keinen Religionsunterricht hierzu gibt.

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