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Kresse – kleines Kraut ganz groß

Krautkopf

Kresse – kleines Kraut ganz groß

Was lange Zeit als Inbegriff des Ökofutters galt, ist längst in aller Munde: Kresse. Das Blumenbeet im Miniaturformat ist inzwischen in jedem Supermarkt zu haben und bringt neben einem kräftigen, frischen Geschmack auch noch jede Menge gesunder Inhaltsstoffe mit. Wir verraten Dir, welche Gerichte Du mit dem grünen Kraut aufpeppst, wie Du Kresse zu Hause selbst ziehen kannst und natürlich wollen wir Dir auch die vielen Vorteile für Deinen Körper nicht vorenthalten. Mit diesem Wissen wirst Du garantiert bald selbst zum Kresse Gärtner!

Auf den ersten Blick erinnert Kresse an wunderbaren, saftig-grünen Rasen, so dicht wachsen die kleinen, zarten Pflänzchen aneinander. Zwar kommt Kresse auch noch wild vor, doch meistens bekommst Du die kultivierte Variante in kleinen Pappboxen, die Du aus dem Supermarkt verzehrfertig mit nach Hause nehmen kannst – Erntegefühl inklusive. Zücke einfach Deine Schere und schnipp-schnapp: Kresse ab! Das Kraut eignet sich besonders, um milden Gerichten den letzten, würzigen Schliff zu verpassen, denn geschmacklich erinnert sie an eine Kreuzung aus Senf und Rettich. Ihrem scharfen Aroma hat die Kresse übrigens auch ihren Namen zu verdanken, denn cresso ist das althochdeutsche Wort für „scharf“. Doch zurück zu Kresse in der Küche: Eine klassische Kombination ist die von Kresse und Ei – seien es hartgekochte Eier auf einer Scheibe Schwarzbrot, die mit frischer Kresse bestreut werden, ein cremiger Eiersalat oder saftiges Rührei, Kresse und Ei sind ein wahres Dreamteam. Ähnlich verhält es sich aber auch mit Kartoffeln, denn gerade Kartoffelsalat kann die zusätzliche Würze, die Kresse mitbringt, gut gebrauchen. Und was wäre Kräuterquark ohne Kresse? Wie fad wären manche Suppen, würdest Du nicht mit einem Hauch Kresse ihre besten Seiten hervorkitzeln?

Kresse ist dekorativ und gesund
Mit wenigen Handgriffen kannst Du Kresse selbst züchten - und Dir immer wieder kreative Ideen einfallen lassen, sie in Szene zu setzen

Kresse selbst anbauen

Klar kannst Du im Bio- oder Supermarkt kleine Kästchen voll mit frischer Kresse kaufen, doch was spricht dagegen, die Kresse in der heimischen Küche großzuziehen? Besondere Erde? Nein. Besondere Gerätschaften? Nein. Frische Luft und viel Sonne? Nein. Kresse ist erstaunlich anspruchslos, wenn es um ihre Zucht geht, kannst Du kaum etwas falsch machen. Böse Zungen würden behaupten, dass Kresse „wächst wie Unkraut“, Optimisten sehen in dieser Wuchsfreudigkeit einen echten Vorteil, denn nach nur wenigen Tagen kannst Du das Kraut auf Deinen Teller streuen. Doch der Reihe nach: Um Kresse anzubauen, benötigst Du natürlich Kressesamen. Die bekommst Du in jedem Gartencenter, doch auch viele Supermärkte und Discounter haben gerade im Frühjahr für kleines Geld Kressesamen im Angebot und sogar im Baumarkt dürftest Du fündig werden, solange er mit einer Gartenabteilung aufwartet. Wenn alle Stricke reißen, bestellst Du die kleinen Tütchen einfach online und lässt sie Dir bequem nach Hause schicken. Viel mehr benötigst Du auch gar nicht, nicht einmal Erde. Nur etwas Watte, Küchenkrepp oder ein Baumwolltuch braucht es noch zum Kresse-Glück. Gut, oder? Platziere die Watte (oder eben jene Unterlage, die Du Dir ausgesucht hast) auf einem Teller, in einem Schälchen oder in einer kleinen Auflaufform, tränke sie mit reichlich (!) Wasser und streue die Samen darüber. Stelle Deine kleine Kresse Plantage an einen hellen Ort, dann ist Warten und Wässern angesagt. Nach zwei Tagen dürftest Du die ersten Ansätze der zarten Pflänzchen sehen, nach vier bis sieben Tagen kannst Du Dich auch schon an die Ernte machen. Natürlich kannst Du Kresse auch in Blumentöpfen mit Erde anbauen, hier gilt das gleiche Prinzip: Die Samen werden auf der Erde verstreut und nicht unter ihr begraben. Das Ziehen von Kresse ist inzwischen so beliebt geworden, dass die digitale Welt voll ist mit Ideen, die eigene Kresse auf kreative Art und Weise in Szene zu setzen. Wenn Du das nächste Mal Kuchen backst, Spiegeleier brätst oder generell Eier benutzt, wirf die Schalen nicht weg, sondern spüle sie vorsichtig aus und setze sie wieder in den Karton. Wenn Du sie nun mit Watte füllst, kannst Du süße Kresse Eier zaubern, die auf dem Frühstückstisch garantiert für Verzückung sorgen. Oder Du recycelst alte PET-Flaschen, indem Du den Boden abschneidest, ihm ein fröhliches Gesicht bastelst und dann Kresse darin züchtest – sie wird dann wie grüne Haare aus dem Kopf wachsen. Auf diese Art und Weise werden auch Kinder Kresse lieben lernen, denn wenn sie ihren eigenen Kressekopf basteln und ihm beim Wachsen zusehen dürfen, freuen sie sich auch über die Ernte. Übrigens: Wenn Dir die Kresse über den Kopf wächst, kannst Du sie auch mit der Schere stutzen und sie in kleinen Portionen einfrieren.

Gesund, gesünder, Kresse

Es gibt viele Gründe, immer etwas frische Kresse in der Küche zu haben, schließlich ist sie so wunderbar würzig und bringt eine leichte, frische Schärfe mit, sodass sie vielen Speisen den letzten Schliff verleiht. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn Kresse ist im Grunde ein wahres Superfood, die in der ganzen Welt als effektives Heilmittel bekannt ist. In Indien zum Beispiel wird sie schon seit Jahrtausenden jenen empfohlen, die über Durchfall, Muskelschmerzen oder sexuelle Unlust klagen. Gerade für den Magen ist Kresse eine wahre Wohltat, denn in Kontakt mit Flüssigkeit bilden sie einen Schleim, der sich schützend über Deine Magen- und Darmwände legt und sie so vor weiteren Reizungen schützen. So hilft Kresse nicht nur bei Durchfall, sondern auch bei Verstopfung und bei Blähungen. Das funktioniert übrigens nicht nur mit ausgewachsener Kresse, sondern auch mit ihren (pulverisierten) Samen. Mische zwei Teelöffel mit etwa 30 Milliliter Wasser und dann heißt es: Hör auf zu Schnacken – Kopf in’ Nacken! Wichtig ist, dass Du ein bis zwei große Gläser Wasser hinterher trinkst, sodass die Kresse ihre volle Wirkung entfalten kann. Wenn Du den Kresse-Drink zum täglichen Ritual machst, dürften sich viele Beschwerden schon bald in Luft auflösen. Faszinierenderweise wirkt Kresse auch schleimlösend, was Dir vor allem bei Erkältungen zugutekommt. Füge dem Drink noch etwas Honig hinzu und schon sagst Du Deinem Husten gut gerüstet den Kampf an. Selbst wenn Dir die Erkältung zu Kopf steigt oder Du unter Migräne leidest, sind Kressesamen Dein Retter in der Not. Du kannst sie einfach pur kauen, drei Mal täglich etwa ein Gramm reichen schon aus, um wieder klar denken zu können. Die würzigen Blättchen helfen aber auch Deinem Herz-Kreislauf-System dabei, fit zu bleiben, denn Kresse enthält viele Antioxidantien, die es vor Erkrankungen schützt. Außerdem hält Kresse das Blut schön flüssig und hemmt eine zu starke Blutgerinnung, die sonst Thrombosen, Embolien, Infarkte und Schlaganfälle auslösen kann. Damit es in Deinem Blutsystem so richtig schön rund läuft, sorgt Kresse zusätzlich dafür, dass Deine Blutgefäße immer schön entspannt bleiben – ein wahre Wohltat für alle, die unter Bluthochdruck leiden. Und wo wir gerade beim Herzen sind: Wer mit einer Herzinsuffizienz zu kämpfen hat, hat oft auch mit Wasseransammlungen im Körper ein Problem. Schon die alte chinesische Medizin hat den Patienten hier die tägliche Portion Kresse verschrieben, denn sowohl die Pflanze als auch die Samen wirken harntreibend und befreien Dich von überschüssigem Wasser. Mit ihm werden auch unerwünschte Giftstoffe aus dem Körper gespült und Deine Niere kann endlich mal wieder befreit aufatmen und Deine Haut wird so klar und zart wie ein Babypopo. Eine Paste aus den Samen eignet sich aber auch zur äußerlichen Behandlung besonders trockener und spröder Haut und kann sogar Sonnenbrand lindern. Ihre Herstellung ist denkbar einfach, verrühre einfach Kressepulver und Wasser in gleichen Mengen miteinander und schon kannst Du sie auftragen. Sobald sie getrocknet ist, wäschst Du sie mit klarem Wasser wieder ab. Es sind natürlich nicht nur die Kressesamen, die Dich fit und gesund halten, auch die Pflanze selbst hilft Deinem Körper bei seinen Aufgaben. Alternativ zum Drink solltest Du täglich gut eine Handvoll Kresse auf Dein Brot oder über Deinen Salat streuen.

Kresse ist einfach ein wahrer Tausendsassa, der sich seinen Platz in Deiner Küche redlich verdient hat! Schließlich ist Kresse nicht nur ein hervorragendes Würzmittel mit Do it yourself-Charakter, sie hält Dich auch fit und gesund und schützt Dich vor zahlreichen Krankheiten. Wie kann man den zartgebauten Krautkopf da nicht ins Herz schließen? Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Soll es der tägliche Drink aus Kressesamen sein oder möchtest Du etwas mehr Grün in Deine vier Wände – und vor allem auf Deinen Teller – bringen? Wenn Du Dich für Letzteres entscheidest, Dich die kulinarische Inspiration dabei allerdings hängen lassen sollte, findest Du hier eine Ideensammlung, wie Du Kresse in Deinen täglichen Speiseplan integrieren kannst:

Kresse – kleines Kraut ganz groß

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Bildquelle: iStock/ zia_shusha

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