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Vegetarier erkranken seltener an Darmkrebs

Vegetarier erkranken seltener an Darmkrebs

Wer größtenteils auf Fleisch verzichtet und stattdessen auf Obst, Gemüse und Fisch setzt, wird sich um Darmkrebs recht wenig Sorgen machen müssen. Das beweist jetzt eine Studie, die am Montag druckfrisch im Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde. Demnach haben Vegetarier ein deutlich geringeres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

In den vergangenen Jahren ist die Diskussion um hohen Fleischkonsum ungefähr genauso am Brutzeln wie ein Hamburger auf dem Grill. Wie viel ist wirklich noch gesund? Werden die Tiere artgerecht gehalten? Ist das Fleisch vollgepumpt mit Medikamenten? Gehört Fleisch zur täglichen Ernährung oder leben Vegetarier doch gesünder? Auf all diese Fragen gibt es oftmals mehr als eine Antwort und jeder muss für sich selbst entscheiden, welche er für sich als richtig erachtet. Bis auf eine, denn wie eine gerade veröffentlichte Studie der Loma Linda University in San Bernadino, Kalifornien, zeigt, sind Vegetarier gesundheitlich deutlich besser dran als ihre carnivoren Kollegen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Vegetarier deutlich seltener an Darmkrebs erkranken, welche nach Brust- und Prostatakrebs die dritthäufigste Krebsform in Deutschland ist. Durchgeführt wurde die Studie an der Loma Linda University von Dr. Michael Orlich und seinem Team, die in einem Zeitraum von über sieben Jahren das Essverhalten von 77.659 Menschen unter die Lupe nahm.

Eine gesunde Ernährung schützt vor schweren Krankheiten
Viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und ab und zu ewas Fisch - so bleiben nicht nur Vegetarier gesund

Vegetarier sein, aber Fisch essen, das ist die Zauberformel

Die Forscher teilten die Probanden nicht einfach in Vegetarier und Nicht-Vegetarier, sondern schauten sich ihre Nahrungsaufnahme genauer an. Dabei kamen so einige interessante Erkenntnisse ans Licht: Es stellte sich zum Beispiel heraus, dass die an der Studie teilnehmenden Vegetarier im Durchschnitt älter wurden als jene, die regelmäßig Fleisch auf dem Teller haben. Im Laufe der Studie erkrankten 490 Teilnehmer an Darmkrebs und die Forscher förderten nach Prüfung der Ernährungsformen erkrankter bzw. gesunder Probanden Interessantes zutage: Vegetarier hatten 22 Prozent weniger Krebsfälle zu verzeichnen. Besonders interessant ist dabei, dass Vegetarier, die gelegentlich auch Fisch essen, mit 43 Prozent das geringste Erkrankungsrisiko aufweisen. Das Team um Dr. Orlich vermutet, dass es die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind, die den Darmkrebs in die Schranken weisen können. Zudem sind sie überzeugt, dass Vegetarier nicht nur seltener an Darmkrebs erkranken, weil sie kein Fleisch essen, sondern auch, weil sie mehr Ballaststoffe zu sich nehmen, die in Pflanzen enthalten sind. „Eine Ernährung mit einem hohen Ballaststoff-Anteil wird mit einem verringerten Krebsrisiko in Verbindung gebracht, Ballaststoffe befinden sich in pflanzlichen Nahrungsmitteln, das könnte also einer der Hauptgründe sein, warum das Risiko deutlich geringer ist“, so Dr. Orlich. Es ist also nicht nur der Fleischverzicht, der das Risiko einer Erkrankung senken kann, auch die Tatsache, dass sich Vegetarier nicht selten mehr mit Nahrungsmitteln und Ernährung auseinandersetzen und seltener zu Fast Food oder überzuckerten Snacks greifen. Der Insulinspiegel sinkt und damit ebenfalls das Krebsrisiko.

Vegetarier leben gesünder, so viel ist klar. Doch auch als Nicht-Vegetarier kannst Du so einiges für Deine Gesundheit tun, wenn Du auf eine ausgewogene Ernährung und die Regel Klasse statt Masse setzt. Denn es muss nicht jeden Tag ein Schnitzel oder ein Steak auf dem Teller landen. Wer sich stattdessen ein- bis zweimal in der Woche hochwertiges Fleisch gönnt, tut etwas Gutes für den eigenen Körper und kann dabei so richtig genießen!

Bildquelle: iStock / ThomFoto

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