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Zahnbleaching: DIY oder lieber vom Profi?

Zahnbleaching: DIY oder lieber vom Profi?

Viele Hollywood-Stars lassen sich ihr perfektes ‚Million Dollar Smile’ einiges kosten, damit sie auf dem roten Teppich makellose, weiße Zähne präsentieren können. Doch auch Du kannst Deine Zähne mit einem Zahnbleaching von lästigen Verfärbungen befreien. Welche Möglichkeiten Du dafür hast und was Du von einem Zahnbleaching erwarten kannst, erfährst Du hier!

Der Wunsch nach weißen Zähnen ist so alt wie die Menschheit selbst. Früher versuchte man einen Aufhellungseffekt durch verschiedene Säuren, menschlichen oder tierischen Urin oder später auch durch Backpulver zu erzielen. Doch ein wirkliches Ergebnis konnte man damit nicht bewirken oder die Zahnsubstanz wurde durch die aggressiven Mittel geschädigt. Heute hast Du dagegen gleich mehrere Zahnbleaching-Methoden zur Auswahl, die einen guten Effekt versprechen. Der Begriff „bleaching“ kommt dabei aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „bleichen“. Das heißt die Zähne werden aufgehellt, nachdem sie sich im Laufe der Zeit verfärbt haben. Aber warum kommt es überhaupt zu dem unschönen Grauschleier und dunklen Ablagerungen auf der Zahnoberfläche?

Zahnbleaching – So entstehen die Verfärbungen

Kleine Kinder haben von Natur aus weiße Zähne, doch mit der Zeit lagern sich nach und nach verschiedene Stoffe auf dem Zahnschmelz ab. Hier unterscheidet man zwischen zwei Formen. Auf der einen Seite gibt es die so genannten externen Verfärbungen: Dabei lagern sich Rückstände von unterschiedlichen Nahrungs- und Genussmitteln im Kristallgefüge des Zahnschmelzes ab, was wiederum ein Zahnbleaching nötig machen kann. Alles was Du isst, oder Deinem Körper oral zufügst, kann Auswirkungen auf die Farbe Deiner Zähne haben. Egal, ob Nikotin, Tannin, Wein oder Koffein: Sie alle hinterlassen dunkle Spuren. Aber auch Medikamente können eine Zahnverfärbung begünstigen – beispielsweise die Einnahme von Penicillin kann zu Flecken auf der Zahnoberfläche führen. Auch wenn Du auf längere Sicht zu viele Spurenelemente wie etwa Fluorid zu Dir nimmst, kommt es zu externen Verfärbungen. Auf der anderen Seite gibt es zudem noch die internen Faktoren, welche nicht durch äußere Einflüsse bedingt werden und mit einem Zahnbleaching gezielt behoben werden können. Hier entstehen die hartnäckigen Flecken vorrangig durch abgestorbene Zahnnerven.

Zahnbleaching : Verschiedene Methoden

Generell unterscheidet man beim Zahnbleaching aus chemischer Sicht zwei Methoden: Reduktionsbleiche und Oxidationsbleiche. Die erste Variante wirkt nur kurzzeitig. Hier werden Schwefelverbindungen eingesetzt, die den störenden Verfärbungen den Sauerstoff entziehen. Aber weil Deine Zähne ja ständig mit Luft in Berührung kommen, hält der Effekt nur wenige Wochen. Die zweite Zahnbleaching-Methode verspricht dagegen ein längerfristiges Ergebnis: Ähnlich wie beim Aufhellen der Haare kommen hier nämlich Wasserstoffperoxid oder unterschiedliche Chlorverbindungen zum Einsatz. Während einer chemischen Reaktion setzen diese jede Menge Sauerstoff frei, der wiederum beim Zahnbleaching die Verfärbungen zerstört. Dadurch können die Zähne sogar bis zu neun Farbnuancen aufgehellt werden - deshalb kannst Du Dich anschließend etwa zwei Jahre an Deinen strahlend weißen Zähnen erfreuen!

Zahnbleaching – Do It Yourself

Sowohl in der Drogerie, als auch in der Apotheke gibt es mittlerweile viele verschiedene Produkte, die ein effektives Zahnbleaching versprechen. Die Möglichkeiten reichen von Gelen über angefertigte Zahnschienen bis hin zu Zahnpasten mit Mikroperlen. Die erhältlichen Gele beinhalten Wasserstoffperoxid, genauso wie die Produkte, die der Zahnarzt verwendet. Jedoch ist er hier deutlich geringer konzentriert. Vor der Anwendung solltest Du Deine Zähne gründlich reinigen, damit keine oberflächlichen Ablagerungen das Ergebnis vom Zahnbleaching verfälschen. Außerdem solltest Du beim Auftragen des Mittels ganz besonders darauf achten, dass es auf keinen Fall in Berührung mit Deinem Zahnfleisch kommt! Sonst kann es zu Zahnfleischentzündungen und Blutungen kommen. Die Anwendung muss mehrmals wiederholt werden, bis man das gewünschte Ergebnis erhält. Da beim Zahnbleaching der Zahnschmelz in Mitleidenschaft gezogen werden kann, sollte er nach der Anwendung wieder gezielt aufgebaut werden. Dafür eignen sich vor allem spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Fluorid und Zahnpasten mit einem besonders hohen Fluorid-Gehalt. Eine andere Möglichkeit ist das Zahnbleaching mit Hilfe einer speziellen Schiene. Alles was Du dafür brauchst, bekommst Du beim Zahnarzt, wobei die Zahnschiene individuell angepasst werden muss. Zuhause musst Du dann nur noch das Aufhellungsmittel in die Beißschiene füllen und sie für eine vorgegebene Zeit tragen. Nach etwa ein bis zwei Wochen hast Du dann das gewünschte Zahnbleaching-Ergebnis!

Zahnbleaching – Professionell beim Zahnarzt

Im Gegensatz zur Heimanwendung trägt der Arzt ein hochkonzentriertes Aufhellungsmittel auf Deine Zähne auf. Dabei achtet er besonders darauf, dass das Gel nicht in Berührung mit Deinem Zahnfleisch kommt. Um das Zahnbleaching-Mittel zu aktivieren, kommen dann Licht oder so genannte Soft-Laser zum Einsatz. Weil der Zahnarzt bei der Behandlung auf deutlich höhere Konzentrationen setzt, ist das Zahnbleaching schon nach nur einer Anwendung abgeschlossen. Aber auch in der Praxis kommt oft die Zahnschiene zum Einsatz: Diese wird dann mit dem Gel auf den Zähnen platziert. Innerhalb einer Stunde können die chemischen Prozesse dann ihre optimale Wirkung entfalten und die Schiene kann wieder entfernt werden. Diese Behandlungsmethode muss etwa zwei- bis dreimal wiederholt werden. Insgesamt ist das Zahnbleaching beim Zahnarzt deutlich effektiver und auf längerer Sicht sogar günstiger, weil die Anwendung wesentlich seltener durchgeführt werden muss und die Aufhellmittel höher konzentriert sind.

Zahnbleaching – Weiße Zähne mit Risiken

So schön auch das Ergebnis nach einem Zahnbleaching sein mag, jede Anwendung birgt auch ihre Risiken. So kann es zum Beispiel zu Veränderungen der Zahnoberfläche kommen. Durch die chemischen Prozesse kann es nämlich passieren, dass der Zahnschmelz entmineralisiert wird und sich verformt. Diese Schäden sind irreparabel. Außerdem kann der Schmelz mit der Zeit an Härte verlieren. Oft neigen aufgehellte Zähne auch zu einer erhöhten Überempfindlichkeit, was sich vor allem beim Essen von heißen oder kalten Speisen niederschlägt. Doch die Sensibilität kann bereits kurz nach der längeren Anwendung des Aufhellungsmittels wieder verfliegen. Ein weiterer Hinweis dafür, dass Du das Zahnbleaching nicht verträgst, ist vehementes Zahnfleischbluten und entzündete Stellen. Auch hier empfiehlt es sich, das Zahnbleaching-Mittel einfach abzusetzen oder gegebenenfalls einen Zahnarzt aufzusuchen.

Zahnbleaching ist auf jeden Fall eine effektive Möglichkeit, unerwünschte Verfärbungen von Deinen Zähnen zu entfernen und ihnen ein strahlend weißes Finish zu verleihen. Doch egal, für welche Zahnbleaching-Variante Du Dich letztendlich entscheidest, Du solltest Dir vorher immer gut überlegen, ob es wirklich nötig ist und Deinen Zahnarzt zu Rate ziehen. Denn auch eine einfache Zahnaufhellung kann ihre Tücken haben!

Bildquelle:

Getty Images/bedya

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