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Nina Rölleram 15.09.2017

Wer die aktuellen Prognosen zur Bundestagswahl verfolgt, weiß, dass die CDU nach wie vor als stärkste Partei in Deutschland gilt und die AfD womöglich sogar den dritten Platz belegen könnte. Doch wie sähe das Wahlergebnis aus, wenn am 24. September nur Frauen ihre Stimmen abgeben würden? In der Tat ziemlich anders!

Frauen sind die größte Wählergruppe

Wenn es um die Wahlentscheidung geht, gibt es durchaus Unterschiede zwischen Einkommensschichten, Dorf- und Stadtbewohnern und auch den Geschlechtern. Bei manchen Parteien sind es nur geringe Unterschiede, bei anderen doch signifikante. Eine repräsentative Emnid-Umfrage hat ergeben, dass Frauen über 50 mit rund 17 Millionen die mit Abstand größte Wählergruppe Deutschlands sind. Es ist also durchaus interessant, sich einmal genauer anzusehen, wie viele weibliche Wähler die Parteien haben.

Wenn am Sonntag schon Wahlen wären…

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat in einer Studie zur kommenden Bundestagswahl, die Verteilung zwischen weiblichen und männlichen Wählern verdeutlicht. Daraus geht hervor, dass insbesondere die Grünen einen hohen Wählerinnenanteil von 60 Prozent haben, aber auch CDU und SPD bei Frauen beliebt sind. Die größte Diskrepanz sieht man bei der umstrittenen AfD: Nur 31 Prozent ihrer Wähler sind Frauen – trotz Alice Weidel, die zusammen mit Alexander Gauland in einer Doppelspitze den Wahlkampf bestreitet. Wenn also nur Frauen wählen gehen dürften, müsste die AfD wohl um den Einzug in den Bundestag bangen. Warum die Rechtsaußenpartei gerade bei Frauen auf heftige Kritik stößt, erfährst du hier. In der Infografik siehst du die genaue Verteilung unter den Wählern der sechs größten Parteien sowie unter den Nichtwählern:

Infografik: Wer wählt wen? | Statista

Warum wählen so viele Frauen die CDU?

Auch wenn die Grünen bei Frauen sehr beliebt sind, würde die CDU bei einer rein weiblichen Wahl als klare Siegerin hervorgehen. Schon bei der letzten Bundestagswahl 2013 stimmten 44 Prozent der wahlberechtigten Frauen für die Union. Auch laut der aktuellen Prognosen könnte Angela Merkel – wenn es nur nach den Frauen ginge – wohl fast alleine regieren: Sogar 49 Prozent der Frauen würden laut Infratest dimap bei der CDU ein Kreuz machen.

Dieses Ergebnis überrascht zunächst, denn schließlich gilt die CDU trotz weiblicher Führung nicht gerade als klassische „Frauenpartei“. Mit einem Frauenanteil innerhalb der Partei, der sich seit der Wende konstant bei 25 bis 26 Prozent hält und einer konservativen Familienpolitik kann man die CDU nicht gerade als feministisch einordnen. Politikwissenschaftler überrascht diese Prognose jedoch keineswegs. Laut dem Wahlforscher Frank Bösch bevorzugen Frauen in der Regel eine „ausgewogene, keine provokante Politik“. Wie man auch in der Statistik sehen kann, wählen Frauen nicht zwingend eher Parteien, die feministische Werte vertreten oder Frauen an der Spitze haben. Das scheint auch der Kanzlerin bewusst zu sein, die schon im Wahlkampf 2005 sagte:

Wenn Sie mich wählen sollten Sie mich natürlich auch wegen meiner Überzeugungen und Konzepte wählen und nicht nur wegen meines Geschlechts.

Angela Merkel in einem Interview in der Zeitschrift EMMA, 2005

Na, wirst du auch eine der Parteien wählen, für die sich die meisten Frauen entscheiden oder eine ganz andere? Und wonach richtest du dich: Ist es dir wichtig für eine Partei zu stimmen, die sich spezifisch für die Belange von Frauen einsetzt? Verrate uns mehr in den Kommentaren! Falls du dir noch nicht sicher bist, verraten wir die hier, ob der Wahl-O-Mat eine gute Entscheidungshilfe ist.

Bildquelle:

Getty Images/Johannes Simon, Getty Images/Sean Gallup, Statista


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