Eltern: Kinder brauchen feste Abläufe

Kindern fällt es gar nicht leicht, ihre sieben Sachen beisammen zu halten. Damit zwischen Schule, Spielplatz und Zuhause nicht allzu viel verloren geht, sollten Eltern ihren Kindern feste Abläufe und einen sorgfältigen Umgang mit dem Hab und Gut vermitteln. Welt.de berichtet.

Kinder haben oft Schwierigkeiten, ihre Besitztümer zusammenzuhalten. Nicht selten bleibt die Mütze im Klassenzimmer hängen oder das Hausaufgabenheft zu Hause auf dem Schreibtisch liegen. „Kinder können sich sehr in Aktivitäten vertiefen und vergessen dann einfach alles um sich herum”, so Dorothee Lappehsen-Lengler, Diplom-Psychologin und Leiterin der Lebensberatungsstelle Saarbrücken.

Gedächtnisstütze: eine bestimmte Reihenfolge beim Ranzenpacken

Gedächtnisstützen können Kindern helfen, ihr Hab und Gut besser zu koordinieren. Lappehsen-Lengler schlägt Eltern deshalb vor, die Schultasche mit dem Kind immer in derselben Reihenfolge zu packen. Alle Sachen sollten dabei einen festen Platz im Schulranzen haben – so fällt es dem Kind schneller auf, wenn etwas fehlt.

Kinder sind vergesslicher als Erwachsene. Feste Abläufe können ihnen helfen, ihre sieben Sachen zusammen zu halten.

Wenn beim Packen der Schultasche einen festen Ablauf haben, fällt ihnen schneller auf, dass etwas fehlt.


Für bestimmte Sachen, die nur ein- oder zweimal in der Woche gebraucht werden, kann auch ein kleines Symbol oder ein Sticker im Stundenplan helfen. Ein Notenschlüssel kann das Kind erinnern, sein Instrument einzupacken, ein Fußballsymbol erinnert an die Sporttasche.

Eltern sind Vorbilder für den Umgang mit Besitztümern

Außerdem sei es wichtig, dass Kinder ein Bewusstsein für wertvolle Gegenstände entwickeln. „Für Kinder sind die Dinge kostbar, an denen ihr Herz hängt“, so Lappehsen-Lengler. Den finanziellen Wert von Gegenständen können sie noch nicht abschätzen. Deshalb sollten Eltern darauf bestehen, dass Kinder ihre Sachen sorgfältig behandeln und beiseite räumen. Wichtig ist hierbei auch, dass Eltern selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Eltern sollten trotzdem Verständnis aufbringen

Wenn doch mal etwas verloren geht, sollten Eltern niemals alleine suchen, so die Expertin. Es sei eine „wichtige pädagogische Maßnahme“, dass Kinder beim Suchen helfen und eventuell auch einem Teil ihres Taschengeldes aufbringen müssen, damit der verlorene Gegenstande ersetzt werden kann.

Dennoch sollten Eltern nicht allzu streng reagieren und Verständnis aufbringen, wenn ihr Kind manchmal etwas vergisst oder gar veliert. Erwachsenen falle es schließlich auch schwer, ohne Einkaufsliste in den Supermarkt zu gehen.

Bildquelle: Elena Fedulova / Dreamstime.com


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  1. Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  2. Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!

Was denkst du?

  • utesagthallo am 23.05.2012 um 19:11 Uhr

    Also ich hatte auch früher einen festen Ablauf beim Ranzen packen. Das hilft.

    Antworten