Lily Allen ist enttäuscht von ihren Kritikern

Lily Allen wollte mit dem satirischen Musikvideo zu ihrer Single „Hard Out Here“ eigentlich die Stellung der Frau in der Gesellschaft kritisieren. Allerdings kam die Nachricht falsch an und der Sängerin wurde wegen der dunkelhäutigen Tänzerinnen im Video sogar Rassismus nachgesagt. Wie enttäuscht sie darüber war, erzählte Lily Allen nun der britischen Ausgabe der Zeitschrift „Elle“.

Lily Allen ist für ihre kritischen Texte und Musikvideos allgemein bekannt. Nun scheint der Plan der Sängerin ausnahmsweise aber mal nach hinten losgegangen zu sein. Mit ihrem Video zu „Hard Out Here“ wollte sie eigentlich eine feministische Botschaft verbreiten. Lasziv tanzende, meist dunkelhäutige Frauen und parodierte Szenen von Videos anderer Musiker sollten eigentlich die Verdinglichung der Frau kritisieren. Weil jedoch im Video hauptsächlich dunkelhäutige Tänzerinnen zu sehen sind, wurde Lily Allen von einigen Kritikern nun des Rassismus beschuldigt. Außerdem mache sie in ihrem Musikvideo angeblich genau das, was sie eigentlich kritisieren wollen: Frauen als Objekte darstellen. Über diese Vorwürfe ist die 28-Jährige extrem enttäuscht, wie sie der britischen „Elle“ in einem Interview verriet.

Lily Allen bei den Haute Couture Schauen der Fashion Week Paris

Lily Allen ist enttäuscht von ihren Kritikern

„Ich war erschüttert. Ich verstehe, dass die Menschen ihren eigenen Standpunkt haben und die Dinge so interpretieren, wie sie möchten. Aber einige der Reaktionen haben mich sehr mitgenommen“, erklärte Lily Allen gegenüber der „Elle“. Zudem sei sie enttäuscht, dass die Parodie auf Robin Thickes Video zu „Blurred Lines“ völlig unterging. Im Original tanzt eine fast nackte Blondine vor Buchstabenluftballons, die den Satz „Robin Thicke has a big d*ck“ bilden. Bei Lily Allen lautet der Luftballonschriftzug hingegen „Lily Allen has a baggy p***y“. Anstelle einer blonden Tänzerin hüpft die Sängerin selbst vor den Luftballons herum. „Ich hatte das Gefühl, ich war mutig, die Ballonsache zu machen (…). Das sollte ein feministischer Moment gewesen sein“, erklärte Lily Allen.

Lily Allen fällt es schwer, mit sich selbst zufrieden zu sein

Zwar wisse sie, dass es nicht richtig ist, doch auch Lily Allen fällt es schwer, sich von Idealen zu lösen. „Natürlich würde ich lieber wie Kate Moss aussehen, als wie ich selbst“, gestand die Britin gegenüber dem Blatt. Dabei würde sie am liebsten nicht so denken. Der Grund dafür, warum sie es dennoch tut, sei die Vorstellung, mit der „wir die ganze Zeit gefüttert“ werden. „Man erwartet von Frauen immer noch, auf eine seltsame Art und Weise, dass sie irgendwie… dasitzen und hübsch aussehen. Und nicht sprechen“, verriet Lily Allen weiter.

Dass Lily Allen dunkelhäutige Frauen für ihr Musikvideo ausgewählt hat, war sicher nicht als rassistisches Statement gemeint. Die Sängerin sollte für ihren Kampf gegen den männlichen Chauvinismus doch eigentlich mehr Unterstützung bekommen.

Bildquelle: gettyimages/Pierre Suu

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Lily Allen


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Was denkst du?

  • Pinky am 03.02.2014 um 16:03 Uhr

    Mega übertrieben!! Man kann Lily Allen keinen Rassismus unterstellen. Vollkommen lächerlich!

    Antworten