Portrait of business woman waiting for call over white background
Christina Cascino am 15.07.2016

Unser Smartphone ist heutzutage unser ständiger Begleiter. Schnell mal E-Mails checken, ein Selfie posten oder dem Liebsten schreiben: „Hey Schatz, was machst Du?“ Dank den Online-Diensten WhatsApp und Co. war es noch nie so einfach, mit seinem Partner in Kontakt zu stehen. Doch genau darin sehen Psychologen ein großes Problem. Wir verraten Dir mehr.

Dein Schatz ist ohne Dich im Urlaub? Du bist gerade bei einer Freundin, die mehrere Kilometer entfernt ist? Alles gar kein Problem: Dank Messengern wie WhatsApp und Co. können wir heute im ständigen Kontakt mit unseren Liebsten stehen. Eine schnelle Liebesbotschaft, ein Bild oder eine Sprachnachricht – heutzutage können wir unserem Partner rund um die Uhr auf dem Laufenden halten.

Wie die Nachrichten jedoch Deine Beziehung in Gefahr bringen, sagt unser Video:

So schön diese Liebesbotschaften übers Smartphone auch sein mögen, so unendlich können sie aber auch nerven. Und vor allem: Die Beziehung stark belasten. „Früher hat man einen Zettel an den Spiegel geklebt oder eine Nachricht in die Butterbrotdose gelegt, heute schickt man sich solche Nachrichten mit dem Handy“, so der Psychologe und Paartherapeut Jörg Wesner gegenüber „miss.at“. „Das ist zunächst ganz einfach eine gute Möglichkeit, seine Zuneigung zum Ausdruck zu bringen.” Denn durch die kleine Nachricht auf dem Handy weiß der Partner, dass der andere an ihn denkt und das fühlt sich gut an.

Nachrichten verursachen Stress

Dennoch sorgen die Nachrichten über das Smartphone bei vielen Paaren immer wieder für Stress. Denn: Wer schreibt, erhofft sich eine schnelle Antwort. Reagiert der Liebste nicht, ist man enttäuscht. Gerade bei WhatsApp verleiten die blauen Häkchen oder der Hinweis, seit wann der andere online war, schnell dazu, seinen Partner „auszuspionieren“: „Wieso war er gerade online, aber hat mir nicht geschrieben?“ „Mit wem schreibt er?“ „Und wieso liest er meine Nachricht, aber antwortet nicht?“

Viele Menschen neigen dann dazu, den Partner mit weiteren Kurznachrichten regelrecht zu überfluten, ohne daran zu denken, dass der andere vielleicht gerade einfach keine Zeit hat, zu antworten. Oder keine Lust! „Viele erwarten, dass der Partner permanent für sie verfügbar ist”. Kein Wunder, dass so Streit entsteht, denn der andere fühlt sich genervt und unter Druck gesetzt, zu schreiben.

Die Psychologin Manuela Sirrenberg erforscht, welche Auswirkungen Whatsapp und Co. auf eine Beziehung haben: „Ungleichgewichte sind in einer Partnerschaft mit einer geringeren Beziehungsstabilität und einer höheren Trennungsabsicht verbunden. Das gilt auch für die mediale Kommunikation,“ erläutert sie. Hat einer der Partner das Gefühl, dass seine Nachrichten immer ins Leere laufen oder nicht geschätzt werden, stellt dieser die Partnerschaft in Frage.

Eifersüchtig? Das Smartphone ist häufig der Auslöser

Das Smartphone führt zu Eifersucht

Ein weiterer Aspekt ist, dass häufig auch Eifersucht im Spiel ist. Denn antwortet der eigene Partner nicht, obwohl er immer wieder online war, fragt sich der andere schnell, mit wem er denn dann schreibt. „Wenn ich eifersüchtig sein will, bekomme ich über die sozialen Netzwerke viel mehr Verdachtsgelegenheiten”, sagt Paartherapeut Wesner.

Streit übers Smartphone tabu

Natürlich sorgt nicht bei jedem Paar das Smartphone und WhatsApp für Streit. Was allerdings auf alle Fälle vermieden werden sollte, ist das Streiten per Textnachricht: „ Das kann nur schiefgehen, weil der Partner nicht erkennt, in welcher Stimmung der andere seine Kritik äußert“, so Wesner weiter. Denn der schnelle Chat kann ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht nicht ersetzen. Über das Handy werden Aussagen des anderen schnell missverstanden, da Aspekte wie Mimik und Gestik vollkommen fehlen. Wenn ein Streit über das Smartphone entsteht, dann sollte man diesen entweder auf später verschieben, sobald man sich sieht oder den anderen anrufen.

Wie sich das Smartphone auf unser Liebes- und Sexleben auswirkt, zeigte auch zuletzt der Kondomhersteller Durex: Mit dem Experiment #DoNotDisturb rief er Pärchen dazu auf, im Urlaub eine Mobile-Pause einzulegen und lieber mal den Partner zu berühren als das Smartphone.

Bildquelle: iStock/puhhha, iStock/AntonioGuillem


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