Sand im Getriebe?:

Sommer, Sonne, Sex am Strand

Sommer, Sonne, Sex am Strand

Gerade in der Urlaubszeit kommt das Thema immer wieder auf: Sex am Strand. Für viele Paare ist das Liebesspiel vor der Kulisse eines paradiesischen, strahlend weißen Strandes eine der romantischsten Vorstellungen überhaupt. Leider kann Sex am Strand aber schnell vom aufregenden Abenteuer zu einem Aufenthalt im Knast werden – wenn man es im falschen Land tut. Daher haben wir für Dich die wichtigsten Facts zum Thema Sex am Strand zusammengetragen. Erfahre, wo Du schlüpfrig werden darfst und an welchem Ort Du besser das Bikinioberteil an behältst. Zudem sollen Dir ein paar Tipps dabei helfen, Dein heißes Strandabenteuer unvergesslich zu machen.

Wer trinkt ihn nicht gerne, den erfrischenden „Sex on the Beach“, einen der beliebtesten Cocktails überhaupt. Toppen kann das alkoholische Getränk nur die Realität: der Liebesakt an einem tropischen Strand. Die Wellen rauschen, die Sonne erwärmt Körper und Seele und die wunderschöne Kulisse aus Sand, Palmen und türkisblauem Wasser macht es schwer, dem geliebten Menschen, der neben einem liegt, zu widerstehen. Im Urlaub ticken die Uhren sowieso immer ein bisschen anders, warum also nicht einmal etwas wagen und dem Leben mit Sex am Strand eine Prise Abenteuer verpassen? Laut dem „Expedia Strand Report 2013“ wünschen sich 40 Prozent der Deutschen unbedingt Sex im Urlaub.

Sex am Strand ist prickelnd
Sex am Strand kann ein leidenschaftliches Abenteuer werden

Hast Du es schon einmal ausprobiert? So richtig mit Wälzen im Sand, Knutschen im Meer und – nun ja – Sand im Getriebe? Oder hast Du Angst, beim Sex am Strand von unerwünschtem Publikum beobachtet und von diesem womöglich angezeigt zu werden? In den meisten Fällen ist diese Angst nicht unbegründet, denn die wenigsten Landesgesetze sehen Sex am Strand als ein harmloses Delikt an. Wir haben für Dich mal nachgeforscht, wie Sex am Strand in den verschiedenen Ländern geahndet wird.

Sex am Strand: So ist die Gesetzeslage in verschiedenen Ländern

Deutschland: Sex am Strand fällt unter „Erregung öffentlichen Ärgernisses“. Es ist zwar legal, jedoch nur solange Ihr Euch nicht erwischen lasst und dafür angezeigt werdet. In diesem Fall müsst Ihr mit einem Bußgeld oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr rechnen. Schmusen und das Sonnen „oben ohne“ gehören hingegen zum Strandalltag und werden nicht bestraft.

Österreich: Wer hier am Strand zu innig miteinander wird, kann mit 360 Tagessätzen und bis zu sechs Monaten Haft bestraft werden, denn Paragraf 218 des österreichischen Strafgesetzbuchs verbietet öffentliche sexuelle Handlungen.

Spanien: Trotz der Partyinseln Mallorca und Ibiza wird Sex am Strand mit bis zu 75.000 Euro Bußgeld geahndet. Also: Auch am Ballermann ist Vorsicht geboten!

Italien: Zum Schäferstündchen solltet Ihr Euch in „Bella Italia“ lieber nach drinnen verziehen, sonst drohen 300 Euro Geldstrafe und bis zu zwei Jahre Haft. Auf öffentlichen Plätzen ist es zudem untersagt, sich in Bikinis und Badehose blicken zu lassen. Das sollte sich aber von selbst verstehen.

Griechenland: Kontrollverlust durch zu viel Ouzo sollten Liebespärchen vorbeugen. Geldstrafen für Sex am Strand gibt es keine, dafür aber zwei Jahre Haft.

Kroatien: Obwohl das Land für viele als „FKK-Paradies“ gilt, sollte es vermieden werden, sich am Strand zu nahe zu kommen, sonst droht eine Geldstrafe von 150 Euro und bis zu 30 Tage Haft.

Türkei: Wer hier am Strand über die Stränge schlägt, zahlt 200 Euro Strafe und wandert bis zu zwei Monate ins Gefängnis.

USA: Von wegen „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“! Da die USA zu den eher prüden Ländern gehören, sollte man hier nicht zu viel Haut zeigen. Wer beim Sonnen auf sein Oberteil verzichtet, wird sofort eingesperrt. Selbst der „Sunshine State“ Florida gibt vor, dass mindestens 80 Prozent von Po und Busen bedeckt sein müssen.

Thailand: Auch wenn Rucksack- und Sextouristen eher weniger Rücksicht darauf nehmen: Wer sich in Thailand „oben ohne“ sonnt oder nackt badet, erhält ein Einreiseverbot. Auch Sex am Strand solltet ihr Euch trotz paradiesischer Kulisse lieber sparen, ansonsten werdet Ihr 500 Euro aus Eurer Urlaubskasse dafür blechen müssen.

Ägypten: Im Hinblick auf Moralvorstellungen und Verhaltensregeln ist Ägypten ein vergleichsweise liberales Land. Dennoch gelten knappe Bikinis als unmoralisch – auch in Hotelanlagen.

Dubai: Selbst Schmusen, Umarmen und Streicheln sind in der Öffentlichkeit bereits illegal – erst recht, wenn es zwischen unverheirateten Partnern geschieht.

Malaysia: Das malaysische Strafgesetzbuch ist besonders streng, was Erotik in der Öffentlichkeit angeht. Sex am Strand bedeutet Prügelstrafe und 20 Jahre Haft! Also am besten schön mit Abstand voneinander in die Sonne legen.

Ab geht’s! Hier kannst Du beruhigt Sex am Strand haben: In Bulgarien, Norwegen, Schweden, Finnland, Kanada oder Jamaika könnt Ihr entspannt zur Sache kommen. Hier erwarten Euch allenfalls Verwarnungen oder geringe Bußgelder.

Sex am Strand ist gesund

Doch auch, wenn die meisten Länder relativ streng mit öffentlichem Geschlechtsverkehr umgehen: Das muss noch lange kein Hindernis sein! Sex an der frischen Luft wirkt sich nicht nur positiv auf Eure Gesundheit, sondern auch auf Euren Adrenalinhaushalt aus. Wenn Ihr Euch dazu entschließen solltet, Euren sexuellen Trieben unter freiem Himmel nachzugeben, solltet Ihr allerdings darauf achten, dass Ihr niemanden dabei stört. Ein menschenleerer Strand oder ein lauschiges Plätzchen in den Dünen sind sicherlich geeignete Plätze, um mit Deinem Lover etwas Spaß zu haben. Und jetzt mal ehrlich: Wer von Euch hat sich denn nicht immer schon einmal gewünscht, etwas Verbotenes zu tun?

Sex am Strand: Tipps für die Mutigen unter Euch

Auch wenn spontaner Sex oft der beste ist – ein bisschen Planung sollte drin sein, damit Du den Sex am Strand auch genießen kannst. Deswegen solltest Du Dich zuallererst von Deiner Traumvorstellung lösen, dass Sex im Strand wie im Film abläuft: sauber, bequem und ohne Komplikationen. Und da Du bekanntlich nicht enttäuscht werden kannst, wenn Du weniger erwartest, kannst Du mit dieser Einstellung nur gewinnen. Ebenfalls wichtig: Bringe Kondome immer von zu Hause mit! Nur so hast Du die Gewährleistung, dass die Qualität der Kondome dem Medizinproduktegesetz entspricht. Ein eigenes Handtuch – um Pilzinfektionen zu vermeiden – oder großes Laken – für mehr Spielfläche – sind ebenfalls von Vorteil, denn: Je größer die Unterlage, desto geringer ist die Chance, im Nachhinein Sand an Stellen zu haben, an denen er sehr unangenehm ist. Falls Ihr mit dem Gedanken spielt, Euer Liebesspiel ins Meer zu verlegen, solltet ihr Euch vor Augen halten, dass das Verhüten mit Kondomen so gut wie unmöglich, das Eindringen im Wasser erschwert wird und das Salz zudem an den Schleimhäuten brennen kann. Eine Trockenübung im Sand bietet sich für Sex am Strand also eher an, vorzugsweise im Stehen, in der Reiterstellung oder im Doggystyle, damit Ihr so wenig Kontakt mit dem sandigen Grund habt wie möglich. Für hinterher ist eine Flasche klares Wasser zum Abspülen des überschüssigen Sandes sinnvoll.

Wenn Du wenigstens ein paar unserer Tipps befolgst, wird Dein nächster Sex am Strand bestimmt unvergesslich werden! Du und Dein Partner solltet jedoch immer die gesetzlichen Vorschriften der einzelnen Reiseländer im Hinterkopf haben. Und vor allem: Verhaltet Euch so, dass niemand von Euch gestört wird, um eine Anzeige zu umgehen. Dann steht einem heißen Liebesabenteuer im Sand nichts mehr im Wege... Wie wär’s mit ’nem leckeren „Sex on the Beach“?

Bildquelle: Thinkstock/iStock/anyaberkut

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