Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Allein

Single? Ein Gen ist schuld!

Single? Ein Gen ist schuld!

Du bist schon seit Ewigkeiten Single oder hast immer Pech in Deinen Beziehungen? Dann ist möglicherweise ein Gen daran schuld: Forscher haben herausgefunden, dass das Gen 5-HT1A verantwortlich dafür ist, ob ein Mensch allein oder in einer Partnerschaft ist. Ist das Single-Sein wirklich genetisch bedingt? Wir verraten Dir, was an der vererbbaren Bindungsunfähigkeit dran ist.

Alle Single-Damen dürfen aufatmen: Nicht Ihr allein seid schuld am Single-Dasein, sondern ein ganz bestimmtes Gen namens 5-HT1A. Denn diese Gen-Variation hat einen direkten Einfluss auf die Produktion des Glückshormons Serotonin. Das zumindest behaupten chinesische Wissenschaftler.

Ist das Single-Sein wirklich genetisch bedingt?

In der Studie, bei der die Wissenschaftler der Peking University Haarproben von 600 Studenten genetisch untersuchten, konnte zunächst festgestellt werden, dass es zwei Varianten des Gens gibt: Eine C-Version und eine G-Version: Die G-Version des Gen 5-HT1A hemmt die Produktion von Serotonin, während die C-Version diese fördert.

Mehr Singles mit G-Version

Die Teilnehmer, die die G-Version in sich tragen, waren weniger oft in einer Beziehung als die anderen Probanden der Studie. Gerade einmal 39 Prozent der Teilnehmer befanden sich zum Testzeitpunkt in einer Beziehung. Die Probanden mit der C-Version waren zu 50 Prozent in einer Partnerschaft. Der Zusammenhang zwischen Partnerschaftsstatus und Genvariante hielt sogar dann noch stand, wenn die Wissenschaftler mögliche andere Gründe dafür, keinen Partner zu haben, etwa prekäre finanzielle Situationen oder depressive Symptome, aus den Daten herausfilterten.

G-Version für Depressionen verantwortlich

Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass Probanden mit der G-Variante stärker zu Depressionen und Neurosen neigen und sich die Menschen, in deren Körper weniger Serotonin im Umlauf ist, generell unwohler in Beziehungen fühlen, als Menschen mit einem hohen Spiegel dieses Hormons. Auch Tierstudien haben bereits bewiesen, dass ein geringer Hormonspiegel mit Aggressionen gegenüber potenziellen Partnern zusammenhängt.

Die Forscher schlussfolgern, dass Personen mit der G-Version eher zu Misserfolgen in Beziehungen neigen, weil es ihnen schwererfällt, Beziehungen zu beginnen und aufrechtzuerhalten. Dennoch merken sie an, dass natürlich nicht nur die Genvarianten den Beziehungsstatus beeinflussen.

Das Gen 5-HTA1 erhöht das Single-Risiko also wirklich. Aber kein Grund zur Panik: Zwar bestimmen Gene und Vererbungen einen Teil unseres Verhaltens, aber wir selbst bestimmen immer noch, wie wir uns in Beziehungen verhalten. 5-HT1A-Gen hin oder her!

Bildquelle: iStock/Thomas_Zsebok_Images

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch

Teste dich