Masern

Masern sind gerade wieder aktueller denn je: In München und Berlin steigen die Zahlen der Masern-Infektionen an, in der Nähe von Köln musste sogar eine Schule vorübergehend geschlossen werden, weil sich mehrere Kinder angesteckt hatten – sogar über eine Impfpflicht wird jetzt diskutiert: Masern sind eine ernstzunehmende Krankheit, die zunächst aussieht wie eine schwere Erkältung. Es gibt jedoch untrügliche Zeichen, ob es sich wirklich um die Masern handelt. Erfahre jetzt, wie Du Masern erkennen und behandeln kannst!

Masern beim Kleinkind

Masern sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung, 90 Prozent der nicht geimpften Kinder stecken sich damit an. Masern galten in Deutschland bereits als so gut wie ausgerottet, aber leider kommen sie immer wieder zurück. Masern beginnen wie eine schwere Erkältung: Husten, Schnupfen, Fieber. Viele Eltern erkennen Masern daher zunächst nicht. Auch eine Bindehautentzündung kann mit der Erkrankung einhergehen. Treten jedoch weiße Flecken, die sogenannten Koplikflecken, im Mund auf, handelt es sich ganz sicher um die Masern, mit denen sich das Kind angesteckt hat. Im Verlauf der Krankheit tritt dann ein Ausschlag auf, kleine rote Punkte, die sich später über den ganzen Körper verteilen. Typischerweise beginnt der Ausschlag hinter den Ohren des Kindes und bahnt sich über das Gesicht seinen Weg über den ganzen Körper. Der Höhepunkt der Masern-Erkrankung ist erreicht, wenn die Punkte sich zu größeren Flächen verbinden und sich dabei dunkelrot bis rotblau verfärben. Drei bis vier Tage nach dem Auftreten des Ausschlags beginnt die Haut sich zu schälen wie nach einem Sonnenbrand.

Mädchen mit Masern

Masern bein Kleinkinder solltest Du immer ernst nehmen


Masern: Das Fieber kommt oft wieder zurück

Abhilfe bei hohen Fieber, das während einer Masern-Erkrankung auftritt, können fiebersenkender Saft oder Zäpfchen schaffen. Häufig steigt das Fieber bei einer Masern-Erkrankung wieder an, nachdem es kurzzeitig gesunken ist. Daher ist es wichtig, immer wieder die Temperatur Deines Kindes zu kontrollieren. Steigt das Fieber trotz der Medikamente über 39 Grad an, können zum Beispiel Wadenwickel helfen, um es wieder zu senken. Wichtig ist, dass Dein Kind viel trinkt, wenn es die Masern und somit hohes Fieber hat. Die Flüssigkeit hilft dem Körper dabei, seine eigene Temperatur herunterzukühlen. Auch einige Löffel Buttermilch am Tag können hilfreich sein. Buttermilch kühlt, erfrischt und enthält viele Nährstoffe, die Dein Kind während einer Masern-Erkrankung braucht, um sich erholen zu können.

Masern: Wann Dein Kind zum Arzt muss

Masern zählen in Deutschland zu den meldepflichtigen Krankheiten, das heißt, der Kinderarzt muss bei einer Masern-Erkrankung das Gesundheitsamt informieren. Daher gilt die Faustregel, dass Dein Kind sofort zum Arzt gebracht werden sollte, sobald die ersten Symptome oder der Verdacht einer Masern-Erkrankung auftreten. Wenn das Fieber im Verlauf der Krankheit nicht absinkt und Dein Kind über Tage hinweg nicht essen, trinken und spielen will, solltest Du den Kinderarzt erneut aufsuchen. Leider treten bei Masern immer wieder Komplikationen und Zweitinfektionen auf. Vor allem Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen und Mittelohrentzündungen oder bakterielle Infektionen können mit Masern einhergehen, da die Viren das Immunsystem deutlich schwächen. Treten die ersten Symptome einer solchen Erkrankung bei einem Kind mit Masern auf, atmet es also schneller als sonst, ist benommen oder leidet unter Krampfanfällen, muss sofort ein Arzt aufgesucht oder der Notarzt alarmiert werden. Eine Masern-Erkrankung, bei der solche Komplikationen auftreten, kann im schlimmsten Fall sogar tödlich verlaufen.

Masern: Was Deinem Kind bei einer Erkrankung hilft

Es gibt keine spezifische Behandlung gegen Masern. Vor allem fiebersenkende und schmerzstillende Mittel können helfen, Deinem Kind Linderung zu verschaffen. Wichtig ist, dass Dein Kind lange genug im Bett bleibt, um die Masern nicht an andere Kinder in seiner Umgebung, die noch nicht geimpft sind, weiterzugeben. Experten empfehlen, ein Kind, das Masern hatte, erst ein bis zwei Wochen nach dem Abklinken der Krankheit wieder in die Schule oder den Kindergarten gehen zu lassen. Zwei Tage bevor die ersten Symptome auftreten und bis zu fünf Tage nachdem sie wieder abgeklungen sind, kann Dein Kind die Masern an andere weitergeben. Die Inkubationszeit bei Masern beträgt etwa ein bis zwei Wochen: So lange dauert es, bis nach einer Anstreckung die ersten Symptome auftreten. Viele Kinder sind bei einer so schwerwiegenden Erkrankung besonders anhänglich und benötigen eine extra Portion Zuneigung. Tritt bei Deinem Kind im Zuge der Masern eine Bindehautentzündung auf, solltest Du darauf achten, dass sein Zimmer abgedunkelt ist, da viele Patienten das Tageslicht als schmerzhaft empfinden. Zehn Tage nach Beginn der Masern-Erkrankung sollte sich eine Besserung der Symptome einstellen. Wenn Dein Kind einmal die Masern hatte, ist es anschließend lebenslang immun gegen die Krankheit.

Wie kannst Du Dein Kind vor Masern schützen?

Die Viren, die eine Masern-Erkrankung hervorrufen, werden durch Tröpfcheninfektion übertragen: Hustet, niest oder spricht ein Infizierter, kann er die Viren weitergeben. Die Masern-Viren überleben auch außerhalb des menschlichen Körpers, daher kann schon das Berühren eines Türgriffes, auf dem ein Infizierter Viren hinterlassen hat, reichen, um Masern zu übertragen. Ärzte empfehlen, Kinder gegen Masern impfen zu lassen, wenn sie ein Jahr alt sind. Meist wird eine Kombinationsimpfung angeboten, die sogenannte MMR-Impfung: Das Kind wird gleichzeitig gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken geimpft – um eine Immunisierung gegen die Viren garantieren zu können, sollte im Abstand von mindestens vier Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, so werden eventuelle Impflücke geschlossen. Damit der Schutz gegen Masern erhalten bleibt, muss die Impfung bis zum Ende des zweiten Lebensjahres aufgefrischt werden. Da es sich um eine Lebendimpfung handelt, Deinem Kind also abgeschwächte, aber lebende Masernviren injiziert werden, gegen die der Körper dann eine Abwehr aufbaut, kann es zehn bis zwölf Tage nach der Impfung zu leichtem Fieber und einem schwachen Ausschlag kommen. Auch Erwachsene, die als Kind nicht gegen Masern geimpft wurden, sich aber nicht angesteckt haben, können im Laufe ihres Lebens noch an den Masern erkranken.

Masern sind eine nicht zu unterschätzende Viruserkrankung, von der vor allem Kleinkinder unter vier Jahren betroffen sind. Mit einer Impfung zum richtigen Zeitpunkt kannst Du Dein Kind vor dieser langwierigen und schmerzhaften Erkrankung schützen. Treten die ersten Symptome der Masern bei Deinem Kind auf, solltest Du schnell Deinen Kinderarzt um Rat fragen, damit Du Deinem Kind helfen kannst und sich die Krankheit nicht verbreitet.

Bildquelle: © S-dmit / Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • FlotteJane am 31.07.2013 um 15:06 Uhr

    Masern können ganz schön anstrengend sein. Vor allem, wenn Fieber dazu kommt. Ich hatte als Kind die Masern und weiß noch, dass ich echt gelitten habe. Mal sehen, ob unsere Maus auch die Masern mitbringt.

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  • klabauterfrau9 am 13.07.2012 um 12:29 Uhr

    Ich erinnere mich noch mit Graus daran, als ich die Masern hatte. Meine Tochter ist bis jetzt zum Glück davon verschont geblieben, ich will aber jetzt nicht den Teufel an die Wand malen...

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  • Raeubermutter am 29.09.2011 um 11:39 Uhr

    Meine beiden Großen haben sich letztes Jahr im Kindergarten mit Masern angesteckt - war das ein Spaß!

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  • FrauFranke am 03.12.2010 um 12:54 Uhr

    Wir hatten Glück. Keiner meiner Söhne hat Masern bekommen. Und wenn, wäre das sicher kein Spaß gewesen.

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