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Puregon®

Künstliches FSH

Puregon®

Sollte es mit Deinem Kinderwunsch nicht klappen und andere Mittel bereits gescheitert sein, wird Dir Dein Frauenarzt sicherlich zur Stimulation für die Vorbereitung auf eine In-vitro-Fertilisation Puregon® empfehlen. Doch was ist das eigentlich und wie wird es angewandt?

Was ist Puregon®?

Puregon® ist ein Medikament, welches eingesetzt wird, wenn Du einen unerfüllten Kinderwunsch hast. Es enthält das sogenannte Follitropin Beta, was im Grunde schlicht das follikelstimulierende Hormon (FSH) ist, welches gentechnisch gewonnen wurde. Wie der Name bereits sagt, ist FSH für die Reifung Deiner Follikel verantwortlich. Puregon® dient also der Vorbereitung einer Eizellentnahme für eine spätere In-vitro-Fertilisation. Angewandt wird es insbesondere bei Frauen, bei denen eine Behandlung mit Clomifen keine nennenswerte Wirkung erzielt hat. Doch auch bei männlichen Fruchtbarkeitsproblemen kann Puregon® zum Einsatz kommen, etwa wenn die Spermienproduktion sehr niedrig ist. Das Medikament kann ohne Probleme von Dir oder Deinem darin geschulten Partner zu Hause gespritzt werden. Die Dosierung solltest Du selbstverständlich vorher mit Deinem Arzt besprechen.

Puregon®: Gruppe von Apothekern
Puregon® dient dazu Deine Follikel auf eine IVF-Behandlung vorzubereiten.

So funktioniert die Injektion von Puregon®

Wann Du Dir Puregon® spritzt, ist im Grunde genommen gleich. Wähle am besten eine Uhrzeit aus, zu der Du Dir sicher sein kannst, dass Du Zeit und Ruhe hast, denn es muss grundsätzlich immer in etwa zur gleichen Zeit gespritzt werden. Plane auch ein, dass Du die Injektion vorher noch vorbereiten musst. So sollte das Medikament bereits einige Minuten vorher aus dem Kühlschrank genommen werden, damit es sich auf Zimmertemperatur erwärmen kann. Den Pen musst Du dann mit der Patrone laden und mit einer sauberen Nadel versehen. Dein Arzt sollte Dir vorher bereits genau gezeigt haben, wie dies abläuft und Dir auch eine Broschüre mitgegeben haben, wo es noch einmal haarklein aufgelistet steht. Nachdem Du alles zusammengesetzt und die korrekte Dosierung eingestellt hast, solltest Du Dir eine Stelle an Deinem Körper suchen, an der Du etwas mehr Fettgewebe hast. Am besten eignet sich immer die Bauchdecke unterhalb des Bauchnabels. Im Grunde kannst Du jedoch auch jede andere Stelle nehmen, wo es Dir möglich ist, das Medikament subkutan, also in die oberste Fett- und Gewebeschicht, zu spritzen. Wichtig ist nur, dass Du nicht öfters in exakt die gleiche Einstichstelle spritzt, da diese sonst Komplikationen bereiten könnte. Bevor Du einstichst, solltest Du die Stelle außerdem mit einem Wattebausch und Alkohol desinfizieren und anschließend gut eine Minute etwas trocknen lassen. Dann nimmst Du die Stelle zwischen Daumen und Zeigefinger und stichst mit dem Puregon® Pen im 90°-Winkel hinein. Achte darauf, dass Du gleichmäßig spritzt und die Nadel anschließend schnell aber vorsichtig entfernst. Sollte in einer Patrone übrigens nicht mehr genug enthalten sein für eine Dosis, kannst Du auch zwischendurch die Patronen auswechseln, damit Du nichts wegwerfen musst. Wie das genau geht, entnimmst Du am besten der Anleitung beziehungsweise solltest Du Deinen Arzt fragen.

Die Lagerung von Puregon®

Neben der Anwendung spielt natürlich auch die Lagerung von Puregon® eine entscheidende Rolle. Am besten ist es, wenn Du das Medikament im Kühlschrank lagerst und auch die Patrone, die gerade im Pen steckt, wieder zurück in den Kühlschrank legst. Grundsätzlich ist es jedoch nicht weiter schlimm, wenn Du Puregon® für eine Zeit von maximal drei Monaten bei Zimmertemperatur lagerst. Sobald die Patrone jedoch einmal durchstochen wurde, ist eine Lagerung generell nur noch maximal 28 Tage unbedenklich. Damit Du Dir auch immer sicher sein kannst, dass es noch nicht zu lange ungekühlt gelagert wurde oder die Patronen noch nicht zu lange offen sind, solltest Du immer ein Anwendungstagebuch führen und Dir alles genauestens notieren.

Nebenwirkungen von Puregon®

Eine schwere Nebenwirkung von Puregon® ist OHSS beziehungsweise eine Überstimulation der Eierstöcke. Dies kann vorkommen, wenn die Menge des FSH für Dich einfach zu viel ist und Deine Eierstöcke, wie der Name eben schon sagt, zu stark stimuliert werden. Um dies zu verhindern, wird Dein Frauenarzt Dich während der Behandlung mit Puregon® gut überwachen. Solltest Du trotzdem einmal plötzlich unter starken Schmerzen im Bauchbereich leiden, suche sofort einen Arzt auf, der Dich auf OHSS hin untersucht. Weitere häufige Nebenwirkungen, die in Tests bei einer bis zehn von einhundert Frauen auftraten, sind Kopfschmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle, Schmerzen im Beckenbereich und Bauchschmerzen beziehungsweise ein Völlegefühl. Bei Männern können außerdem noch Akne, Hautausschlaf, Hodenzysten und eine Größenzunahme der Brüste hinzukommen.

Risiken bei der Anwendung von Puregon®

Neben den direkten Nebenwirkungen von Puregon® gibt es auch noch einige spezielle Risiken, die im Zusammenhang mit dem Medikament auftreten können. So ist zum Beispiel das Risiko für Mehrlingsschwangerschaften grundsätzlich erhöht. Dies liegt einerseits daran, dass bei der anschließenden In-vitro-Fertilisation meist mehrere befruchtete Embryonen eingesetzt werden, andererseits ist die Wahrscheinlichkeit durch die Stimulationsbehandlung generell noch einmal erhöht. Auch ist die Häufigkeit von Fehlgeburten und Aborten nach einer Behandlung mit Puregon® im Vergleich zu normalen Schwangerschaften leicht erhöht. Im Vergleich zu den Schwangerschaften von Frauen mit Fertilitätsproblemen generell hält es sich allerdings vollkommen im Rahmen.

Sollte eine Behandlung mit Clomifen bei Dir bereits gescheitert sein, kann es sein, dass Dein Arzt Dir im nächsten Schritt Puregon® empfiehlt. Das Medikament stimuliert Deine Follikel, damit diese anschließend für eine IVF-Behandlung entnommen werden können.

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