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Wie aus dem Holzofen

Flammkuchen-Teig: Mit diesem Rezept gelingt der perfekte Boden

Flammkuchen-Teig: Mit diesem Rezept gelingt der perfekte Boden

Flammkuchen passt perfekt zu jeder Jahreszeit, da du für den Belag sowohl deftige als auch leichte Zutaten wählen kannst. Für ein perfektes Ergebnis ist der Teig entscheidend: Wir zeigen dir, mit welchem Hilfsmittel du die nötige Temperatur in einem handelsüblichen Backofen erreichst und wie du ganz einfach authentischen Flammkuchen-Teig zubereiten und belegen kannst.

Rezept für Flammkuchen-Teig

Beim Flammkuchen-Teig handelt es sich wie auch bei Pizza um einen Hefeteig. Im Gegensatz zur italienischen Variante ist er aber noch dünner und wird auch spärlicher belegt, damit der Teig nicht durchweicht. Flammkuchen-Teig unterscheidet sich auch von der ebenfalls französischen Quiche, bei der es sich um einen Mürbeteig handelt.

Flammkuchen Teig dünn
Der ideale Flammkuchen-Teig ist schön dünn und knusprig an den Rändern.

Für den Hefeteig solltest du etwas Zeit einplanen, das Backen geht aber mit einem vorgeheizten Ofen richtig fix. Unser Tipp: Perfekt wird Flammkuchen nur in einem sehr heißen Ofen. Die besten Ergebnisse erzielst du mit einem vorgeheizten Pizza-Stahl, der noch heißer wird als ein Pizza-Stein. Damit du dir nicht die Finger verbrennst, benötigst du außerdem eine Pizzaschaufel, um den belegten Teig vorsichtig auf den heißen Stahl zu transferieren.

Pizzacraft Stahlblech für besonders hohe Temperaturen im Ofen

Pizzacraft Stahlblech für besonders hohe Temperaturen im Ofen

Wie auch für Pizza empfiehlt sich ein helles Weizenmehl mit einem erhöhten Glutengehalt, wie Weizenmehl Typ 550 oder spezielles Pizza-Mehl. Der Teig gelingt aber auch mit herkömmlichen 405er-Mehl oder Dinkelmehl Typ 630.

Teig-Zutaten für 2 Flammkuchen:

  • 300 g Weizenmehl Typ 550
  • 1/4 Würfel frische Hefe oder 1/2 TL Trockenhefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • 3 El Sonnenblumen-, Oliven- oder Rapsöl

Zubereitung:

  1. Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken.
  2. Das lauwarme Wasser in die Mulde geben, die Hefe hineinbröckeln, den Zucker dazugeben, vorsichtig umrühren und 10 Minuten ruhen lassen.
  3. Salz und Öl in die Schüssel geben und alles mit den Händen oder einem Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt 30-60 Minuten gehen lassen und den Belag vorbereiten.
  4. Den Pizza-Stahl (alternativ Pizza-Stein) auf die untere Schiene des Backofens schieben und auf höchster Stufe vorheizen.
  5. Den Teig halbieren und jeweils auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn zu einem Kreis oder Oval ausrollen. Mit Schmand bestreichen, mit Wunschzutaten belegen und mit der Pizza-Schaufel auf den heißen Pizza-Stahl schieben.
  6. Etwa 10 Minuten backen und zügig aus dem Ofen holen, damit der Teig nicht zu trocken wird.

Wenn es schnell gehen muss, kannst du auch aus Fertigteig aus dem Kühlregal zurückgreifen. Bei Rewe bekommst du beispielsweise frischen Flammkuchen-Teig von Tante Fanny schon unter 2 Euro.

Flammkuchen Teig kaufen

Womit kann ich Flammkuchen belegen?

Traditionell wird der Flammkuchen-Teig mit einer Creme aus Sauerrahm, die nur sehr zurückhaltend mit Salz und Pfeffer gewürzt wird, bestrichen und mit rohen Zwiebeln und gewürfeltem Speck belegt. Doch mit der Zeit haben sich schnell zahlreiche Varianten entwickelt. Der Teig und die recht neutrale Creme sind für viele Gourmets, was eine leere Leinwand für einen Künstler ist: die perfekte Grundlage für ausgefallene Kreationen. Erlaubt ist dabei, was schmeckt.

Pizza & Flammkuchen: Heiß begehrte Knusperstücke

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Den Flammkuchen-Boden kannst du außerdem mit den folgenden Zutaten belegen:

  • Creme Vega von Dr. Oetker (vegane Alternative zu Sauerrahm)
  • Frühlingszwiebeln
  • Rote Zwiebeln
  • Lauch
  • Ziegenkäse
  • Cocktailtomaten
  • Schinken
  • Salami
  • Chorizo
  • Lachs
  • Thunfisch
  • Räuchertofu
  • Paprika
  • Radicchio
  • Gebratene Auberginen
  • Gebratene Zucchini
  • Eingelegte Artischocken
  • Eingelegte getrocknete Tomaten
  • Rucola
  • Oliven
  • Walnüsse
  • Saure Äpfel
  • Weintrauben
  • Honig

Woher hat der Flammkuchen seinen Namen?

Bevor er zur Spezialität wurde, war der Flammkuchen eher Mittel zum Zweck: In einer Zeit, in der es noch keinen Backofen mit digitaler Temperaturanzeige gab, testeten Elsässer mit einem dünnen Fladen aus Brotteig, ob der Ofen bereits die richtige Temperatur hat, wenn sie Brot backen wollten. Er benötige in der Regel zwölf bis 15 Minuten, bis er durchgebacken war. Wurde er bereits vor Ablauf dieser Zeit dunkel, war der Ofen zu heiß. Dauerte es länger, musste Holz nachgelegt werden. Das Ofenstück diente quasi als Thermometer. Da es in die Hitze geschoben wurde, während die Flammen noch loderten, bekam es im elsässischen Dialekt schließlich den Namen Flammekueche – zu Deutsch Flammkuchen. Aus diesem Mittel zum Zweck entwickelte sich im Laufe der Zeit recht schnell ein sehr beliebtes Gericht.

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Geniale Kochbücher für alle, die wirklich nicht kochen können

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Getty Images/Seagull_l, Getty Images/izikMd

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