Psychopathen lieben diese Songs
Katharina Meyer am 04.10.2017

Ist dein neuer Kollege ein Psychopath? Mit einem Blick in seine Musik-Playlist könntest du es – wenn es nach dieser Studie geht – ganz schnell herausfinden.

Wie „The Guardian“ berichtet, liegen Filme wie „Das Schweigen der Lämmer“ falsch. Während Hannibal Lecter am liebsten klassische Musik hört, will eine neue Studie der New York University herausgefunden haben, dass Psychopathen vor allem zwei Songs gerne mögen.

Hätte Hannibal Lecter eigentlich gar keine klassische Musik lieben dürfen?

In der Studie mit 200 Teilnehmern, die insgesamt 260 Lieder hörten und ihre Präferenzen zu ihnen bekanntgaben, zeigte sich, dass Menschen, die auf der Psychopathen-Skala weiter fortgeschritten sind, die Lieder „No Diggity“ (Blackstreet) und „Lose Yourself“ (Eminem) besonders gut fanden. Insgesamt hörten Psychopathen am liebsten Rap oder Heavy Metal.

Studie noch im Anfangsstadium

Noch sind die Ergebnisse der Studie sehr vorläufig. Der Zusammenhang wurde auch nicht vorsätzlich untersucht. Vielmehr zeigte sich bei einer Untersuchung des Musikgeschmacks, dass viele der Teilnehmer bereits an einer Studie zur Levenson Psychopathie-Skala teilgenommen hatten. Die Ergebnisse beider Studien wurden miteinander verglichen und es zeigte sich, dass die genannten Songs bei Menschen mit höherer Psychopathie-Tendenz höher im Kurs standen. Die Lieder „My Sharona“ (The Knack’s) und „Titanium“ (Sia) hingegen wiesen auf eine niedrige psychopathische Ausprägung hin.

Studienleiter Pascal Wallisch beschreibt die Erkenntnisse als noch „sehr vorläufig“. Dennoch freut der Forscher sich über die möglichen Vorteile, den ein erwiesener Zusammenhang zwischen Musikgeschmack und Psychopathie bieten könnte. „Die Medien stellen Psychopathen als Axt-Mörder und Serienkiller dar, aber die Realität ist, dass sie nicht so offensichtlich sind; sie sind nicht wie der Joker in Batman. Sie arbeiten vielleicht direkt neben dir. Sie passen sich an. Sie sind wie psychologische Dunkle Marterie“, wird Wallisch von „The Guardian“ zitiert. „Du wirst nicht wollen, dass diese Menschen in Positionen arbeiten, in denen sie eine Menge Schaden anrichten können. Wir brauchen ein Werkzeug, sie zu identifizieren, ohne dass sie mitmachen oder zustimmen.“

Die Polizei oder das FBI, so die Überlegungen der Wissenschaftler, könnten also die Online-Musikbibliotheken von Verdächtigen auf Lieder hin untersuchen, die für eine psychopathische Ausprägung stehen.

Wenn du demnächst beim Eignungstest also Fragen zu deinem Musikgeschmack beantworten musst, solltest du dich hüten, „Lose Yourself“ oder „No Diggity“ als deine Lieblingslieder anzugeben. Es soll übrigens noch weitere Psychopathen-Songs geben, doch im Hinblick auf die weiteren Untersuchungen zu dem Thema wollten die Forscher diese bisher noch nicht veröffentlichen.

Bildquelle:

iStock/artursfoto

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