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Beziehungsratgeber

5 Tipps: So bekämpfst du deine Angst, verlassen zu werden

© Unsplash / Lauren Pelesky
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Dein Schatz macht in letzter Zeit viele Überstunden, meldet sich seltener und ihr streitet oft? Da können schnell negative Gedanken aufkommen. Was ist, wenn er oder sie jemand anderes gefunden hat und schon mit dem Gedanken spielt, Schluss zu machen? Für deine Beziehung können solche Sorgen schnell zu einer echten Belastungsprobe werden. Mit unseren Tipps kannst du deine Angst, verlassen zu werden, überwinden.

Was ist Verlustangst?

Menschen mit sogenannten Verlustängsten neigen leider oft dazu, sich selbst und ihrem Glück im Weg zu stehen. Sie besitzen bestimmte Verhaltens- und Denkmuster, mit denen sie ihre eigenen Beziehungen in Gefahr bringen oder sogar zerstören können. Ihnen fällt es schwer, mit ihren Gefühlen und Gedanken umzugehen und sie fangen schnell an, ihren Mitmenschen zu misstrauen – auch in Partnerschaften. Dieses Misstrauen ist am Ende nicht selten der Grund für das Beziehungs-Aus. Die Angst, verlassen zu werden, hat ihren Ursprung häufig in der Kindheit und kann verschiedene Auslöser haben.

Wie Verlust deine Beziehung zerstören kann

Zuerst einmal vorweg: Hin und wieder kommt jeder mal ins Grübeln und fragt sich, ob die eigene Beziehung wirklich für die Ewigkeit gemacht ist. Kleine Zweifel sind menschlich und sind nicht automatisch ein schlechtes Zeichen. Wenn dich der Gedanke aber ständig zu beschäftigen scheint, ist die Angst, verlassen zu werden, sicher belastend für deine Partnerschaft. So folgt Streit auf Streit und irgendwann kommt es vielleicht sogar zur Trennung. Nicht, weil dein Partner oder deine Partnerin von vornherein unglücklich mit dir gewesen wäre, sondern nur, weil deine Angst, ihn oder sie zu verlieren den Beziehungsalltag überlagert hat. Dadurch können deine Sorgen sozusagen zur selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Allein deshalb lohnt es sich, deine Verhaltensweisen zu hinterfragen und etwas gegen deine Angst zu unternehmen.

Angst, den Partner zu verlieren
Die Angst, den Partner zu verlieren, ist oft unbegründet.

5 Tipps, um deine Angst zu überwinden

Die gute Nachricht für dich: Mit ein paar einfachen Tricks kannst du dich selbst austricksen, gelassener werden und so deine Angst, verlassen zu werden über Bord werfen:

#1 Arbeite an deinem Selbstbewusstsein

Ein geringes Selbstbewusstsein ist eine häufige Ursache für Eifersucht. Wenn du das Gefühl hast, nicht gut genug für dein Gegenüber zu sein, wirst du jeden unverzüglich als Konkurrenz sehen. Solche Gedanken hast du aber gar nicht nötig! Führ dir vor Augen, was dich besonders macht, was du erreicht hast und worauf du stolz sein kannst. Wenn dir selbst nicht sofort eine konkrete Eigenschaft oder ein Erfolg einfällt, kannst du auch deine Freunde fragen, was sie an dir schätzen. Du wirst schnell merken, dass du mit dir selbst viel härter ins Gericht gehst, als dein Umfeld.

#2 Rede ohne Vorwürfe über deine Sorgen

Zuerst einmal musst du erkennen, dass deine Sorgen vor allem in deinem Kopf stattfinden. Dein Schatz hat damit nur wenig zu tun. Wenn du also zum Beispiel ein komisches Bauchgefühl hast, weil du glaubst, dass er oder sie fremdgeht, sprich vor allem aus deiner Perspektive – und verzichte darauf, direkt mit unberechtigten Vorwürfen um dich zu werfen. „Ich habe das Gefühl, dass ...“ oder „Ich habe Angst dich zu verlieren, weil ...“ sind bessere Einstiege in ein ehrliches Gespräch als „Wo warst du gestern Abend?“ und „Du betrügst mich doch mit deiner neuen Arbeitskollegin.“ So wird es deinem Partner oder deiner Partnerin leichter fallen, deine Ängste zu verstehen und nicht in eine defensive Haltung zu fliehen.

#3 Vergleiche dich nicht mit anderen

Wenn du dich ständig mit anderen vergleichst, machst du dir nur selbst das Leben schwer. Sicherlich gibt es auch andere Menschen, die deinem Schatz optisch oder charakterlich gefallen könnten, aber nur du bist mit ihm zusammen – und das ist doch ein Grund zur Freude und nicht zur Eifersucht, oder? Genauso solltest du nicht andere Paare als viel glücklicher bewerten. Oft bekommt man vom Beziehungsalltag befreundeter Pärchen nur wenig mit bzw. nur die Sonnenseiten präsentiert. Hinter den Kulissen fliegen aber auch sicher bei Mister und Misses (scheinbar) Perfect mal die Fetzen.

#4 Kümmere dich mehr um dich selbst

Verlassen zu werden ist sicher keine schöne Vorstellung. Aber warum genau bereitet dir dieses Szenario so viel Angst? Glaubst du, dein Leben wäre ohne deinen Freund oder deine Freundin nicht erfüllt? Wenn du mehr darauf achtest, dass du selbst glücklich bist, wird eine Trennung nicht mehr so große Panik bei dir auslösen. Versuche deshalb mehr Zeit auch ohne deine*n Liebste*n zu verbringen, eigene Hobbys zu finden und deine Freundschaften zu pflegen. So wirst du unabhängiger und deine Verlustängste rücken in den Hintergrund.

#5 Lass deinem Herzensmenschen Freiräume

Wer Angst davor hat, verlassen zu werden, neigt dazu, sein Gegenüber einzuengen und zu klammern. Achte also darauf, dass du deinem Schatz auch genügend Zeit für seine Hobbys und Interessen lässt. Wenn ihr beide auch unabhängig voneinander ein erfülltes Leben habt, ist die Aussicht auf eine Trennung nicht mehr so Angst einflößend.

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Mach dir nicht so viele Gedanken!

Als Fazit kann ich dir nur den persönlichen Rat geben, dir nicht so viele Sorgen zu machen. Ich habe früher viel zu viel Zeit damit verschwendet, mir Gedanken darüber zu machen, was mein Liebster mit anderen Frauen treiben könnte. Es wurde schon fast zum Dauerstreitthema. Mittlerweile habe ich erkannt, dass meine Beziehung nur glücklich verläuft, wenn ich sie nicht ständig mit meinen Ängsten und Sorgen strapaziere. So fördere ich nämlich nur unfreiwillig, was ich eigentlich unbedingt verhindern will.

Über die Jahre habe ich gelernt, meinem Partner zu vertrauen und uns beiden mehr Freiräume zu geben. Wir unternehmen beide viel auch unabhängig voneinander und wissen die gemeinsame Zeit dadurch noch mehr zu schätzen. Auch wenn ich eine Trennung nach nun fast 10 gemeinsamen Jahren ganz furchtbar finden würde, habe ich keine Angst, von ihm verlassen zu werden. Einfach, weil ich weiß, dass ich auch ohne ihn nicht verloren wäre. Hätte ich Liebeskummer? Ganz klar. Würde ich ihn vermissen? Bestimmt. Ist mein Leben ohne ihn vorbei? Auf keinen Fall!