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Italienisch Kochen: Die besten Tipps für wirklich authentische Gerichte

Mehr als nur Pizza

Italienisch Kochen: Die besten Tipps für wirklich authentische Gerichte

Spaghetti, Lasagne, Pizza, Gnocchi oder die eine oder andere Spezialität aus dem Italienurlaub: Jeder in Deutschland kennt die italienische Küche. Mindestens einmal pro Woche kochen die Deutschen im Schnitt sogar fertige Pasta zu Hause! Doch unser Nachbarland hat kulinarisch noch so viel mehr zu bieten: Wir zeigen dir die besten italienischen Kochbücher mit Original-Rezepten aus allen Regionen und was du in deiner Küche benötigst, um wirklich authentisch italienisch zu kochen.

Welche Gerichte sind authentisch italienisch?

Werden in Italien überhaupt die Gerichte gegessen, die hierzulande in Restaurants angeboten werden? Oftmals ja, teilweise werden sie aber auf eine andere Art zubereitet und auch zusammen mit anderen Speisen serviert, die hierzulande weniger bekannt sind. Nichtsdestotrotz sind Pizza und Pasta-Varianten durchaus ein fester Bestandteil der traditionell italienischen Küche. Genauso wie in Deutschland auch unterscheiden sich die Spezialitäten und Zubereitungsarten nochmal regional. Insbesondere zwischen dem Süden und dem Norden werden aufgrund der klimatischen Unterschiede ganz andere Zutaten verwendet. Hier ist eine kleine Auswahl für authentisch italienische Gerichte:

  • Ragù alla Bolognese: Außerhalb Italiens als „Bolognese-Sauce“ bekannt, wird die Tomatensauce mit Hackfleisch in ihrer norditalienischen Heimat meist mit frischer Tagliatelle als Zwischengang vor der der eigentlichen Hauptspeise serviert.
  • Ragù alla Napoletana: Weniger bekannt als die Pastasauce aus Bologna ist diese Variante, die zusätzlich mit Basilikum, mehr Zwiebeln und Knoblauch und wahlweise auch mit Pinienkernen und Rosinen verfeinert wird.
Polenta Salsiccia
Wer norditalienisch kochen will, komm an Polenta nicht vorbei!
  • Polenta con Salsiccia: Maisgrießbrei mit Tomatensauce und italienischen Würstchen – ein beliebtes Gericht in Norditalien
  • Gattò die Patate: Herzhafter Kartoffelkuchen mit Parmesan, Salami und Mozzarella
  • Melanzane alla Parmigiana: Gebackene Auberginen in Tomatensauce mit Parmesan und Mozzarella
  • Carciofi Aglio e Olio: Gegarte Artischocken mit Knoblauch und Olivenöl
  • Zuppa di Castagne: Gemüsesuppe mit Maronen, Linsen und Bohnen
  • Panzanella
  • Minestrone alla Toscana: Gemüsesuppe mit Schwarzkohl
  • Frittelle di Ricotta: Zarte, frittierte Bällchen aus Ricotta-Teig

Außer Gelato, Tiramisu und Panna Cotta sind hierzulande viele süße italienische Spezialtäten relativ unbekannt. In diesem Kochbuch lernst du alle wichtigen italienischen Desserts kennen:

Eataly - La Dolce Vita: Regionale Italienische Desserts und süße Traditionen
Eataly - La Dolce Vita: Regionale Italienische Desserts und süße Traditionen

Italienisch Kochen: Die besten Zutaten

Du hast bereits eine Reihe an italienischen Rezepten, auf die du immer wieder zurückgreifst? Um gut italienisch zu kochen, musst du kein Profi sein, es hilft aber, auf bestimmte Zutaten zurückzugreifen, die deine Gerichte gleich viel authentischer schmecken lassen:

  • Verwende Pizzamehl mit einem erhöhten Glutengehalt anstelle von Weizenmehl Typ 405 (alternativ liefert auch backstarkes Weizenmehl Typ 550 gute Ergebnisse).
  • Verwende für frische Pasta spezielles Pastamehl statt herkömmlichem Weizenmehl.
  • Tausche Mozzarella mit Büffelmozzarella aus.
  • Statt Dosentomaten vom Discounter schmecken San Marzano-Dosentomaten deutlich aromatischer.
  • Wähle aromatische italienische Olivenöle, insbesondere zum Verfeinern.
  • Bereite Gerichte mit frischen Tomaten vorwiegend im Sommer zu, wenn es hierzulande auch regionale aromatische Tomaten gibt.
  • Verwende keinen getrockneten oder tiefgefrorenen Basilikum: Anders als Oregano verliert Basilikum seinen Geschmack durch Konservierung drastisch.
  • Tausche fertig geriebenen Parmesan mit hochwertigem Parmigiano Reggiano aus.

Original italienische Rezepte: Die besten italienischen Kochbücher

Wer lernen will, wie man richtig gut italienisch kocht, sollte sich auf bewährte alte Rezepte verlassen, die von Generationen zu Generationen weitergetragen wurden. Anstelle von Rezepten aus dem Internet empfehlen wir dir daher in mindestens eines der folgenden Kochbücher zu investieren, die ausschließlich Original-Rezepte aus den unterschiedlichen Regionen Italiens enthalten.

#1 „Der Silberlöffel“

Wenn du dir nur ein italienisches Kochbuch zulegen willst, dann muss es dieses sein! „Der Silberlöffel“ gilt völlig zurecht als Bibel der authentischen italienischen Küche und erschien bereits 1950. Mit über 2.000 Rezepten findest du hier dank des Zutatenregisters schnell ein passendes Gericht, von ganz einfachen Gemüsebeilagen bis hin zu üppigen Fleisch-, Fisch- und Pastagerichten. Anders als die Originalversion enthält die aktuell komplett überarbeitete Auflage auch jede Menge Farbfotos.

Der Silberlöffel: Die Bibel der italienischen Küche
Der Silberlöffel: Die Bibel der italienischen Küche

#2 „La Cucina: Die originale Küche Italiens“

„La Cucina“ ist mit 2.000 Rezepten ein ähnlicher Schinken, der von der italienischen Kochakademie herausgegeben wurde. Dieser umfassende Rezepteband, erklärt ausführlich die regionalen Zubereitungsarten und wie man die Gerichte jeweils so serviert wie in Italien. Ein Must-have, das auch richtig schön im Bücherregal aussieht.

La Cucina – Die originale Küche Italiens: Das einzigartige Kochbuch mit 2.000 Rezepten aus allen Regionen
La Cucina – Die originale Küche Italiens: Das einzigartige Kochbuch mit 2.000 Rezepten aus allen Regionen

#3 „Toskana: Eine kulinarische Liebeserklärung“

Du hast dich im Toskana-Urlaub in die regionale Küche verliebt? Dann ist dieses Kochbuch ein Muss! Die erfolgreiche italienische Kochbuchautorin Csaba dalla Zorza hat in ihrem toskanischen Kochbuch sowohl traditionelle Rezepte, als auch moderne Interpretationen vereint. Die wunderschönen Fotos machen auf jeden Fall Lust, alles sofort nachzukochen!

Toskana: Eine kulinarische Liebeserklärung
Toskana: Eine kulinarische Liebeserklärung

#4 „Neapel und die Amalfiküste: Das Kochbuch“

Neapel ist das Heimatland der original italienischen Pizza, hat aber noch weitaus mehr zu bieten, wie dieses wunderschön designte Kochbuch beweist. Wer das Aroma frischer Zitronen, Tomaten, Büffelmozzarella und Meeresfrüchte liebt, ist hier genau richtig. Neben dem Rezept für neapolitanische Pizza lernst du hier auch andere Varianten kennen, wie etwa Pizzelle Fritte: Kleine frittierte Mini-Pizzen aus der Pfanne.

Neapel und Amalfiküste: Das Kochbuch
Neapel und Amalfiküste: Das Kochbuch

#5 „Echt sizilianisch kochen“

Eine ganz besondere Mischung bietet die Küche Siziliens, die auch von griechischen, arabischen und nordafrikanischen Zutaten beeinflusst wurde. Das Kochbuch der bekannten sizilianischen Köchin Marinella Sammarco enthält viele authentische Rezepte mit Couscous, Pistazien, Artischocken und Feigen, die garantiert deinen kulinarischen Horizont erweitern:

Echt sizilianisch kochen: Ich zeig' euch, wie!
Echt sizilianisch kochen: Ich zeig' euch, wie!

#6 „Pizza, Pane, Panettone: Italienisch backen mit Gennaro Contaldo”

Der berühmte italienische Koch Gennaro Contaldo hat schon mit Jamie Oliver und Tim Mälzer zusammengearbeitet. In diesem neuen Buch versammelt er erstmals alle wichtigen italienischen Backwaren, von Pizza, Calzone, Focaccia und Grissini bis hin zu süßem Espresso-Marmorkuchen, Pistazien-Cantuccini und Limoncello-Tarte. Neben Rezepten erhälts du auch Informationen zu den richtigen Mehlsorten sowie Ideen für glutenfreie Varianten:

Gennaros Pizza, Pane, Panettone: Italienisch backen mit Gennaro Contaldo
Gennaros Pizza, Pane, Panettone: Italienisch backen mit Gennaro Contaldo

Italienisch kochen für Gäste: Die besten Gerichte

Die italienische Küche ist eine gute Wahl, wenn du Gäste hast, denn auf die bekannten Gerichte können sich die meisten einigen. Im Sommer sind leichte mediterrane Speisen zudem meist eine bessere Wahl als schere deutsche Hausmannskost und auch für Vegetarier*innen und Veganer*innen, sowie für Kinder gibt es hier reichlich Optionen. Wenn du für viele Gäste italienisch kochen willst, raten wir dir davon ab, aufwendige handgeformte Pasta aufzutischen. In diesem Fall kannst du ruhig zu getrockneter Pasta greifen, wenn du unsere Tipps unten beachtest.

Für Gäste eignen sich einfache italienische Gerichte aus preiswerten Zutaten, die dennoch Eindruck machen, wie etwa:

  • Panzanella: Toskanischer Brotsalat aus Brot vom Vortag (perfekt, um altbackenes Brot weiterzuverarbeiten)
  • Bruschetta: Das geröstete italienische Weißbrot oder Baguette mit Knoblauch, Olivenöl und Tomaten ist schnell zubereitet und kann kalt serviert werden.
  • Caprese: Tomaten-Mozzarella-Salat (Verwenden hochwertigen Büffelmozzarella, reife Tomaten und frischen Basilikum)
  • Pizzelle Fritte: Die in Olivenöl ausgebackenen Mini-Pizzen sind das perfekte Fingerfood auf Partys und eine Abwechslung zu klassischer Pizza.
  • Minestrone: Einfache Gemüsesuppe, die sich je nach Saison variieren lässt. Eine gute Vorspeise für Vegetarier*innen und Veganer*nnen.
  • Pasta e Fagioli: Sättigende Suppe mit Pasta und Bohnen, wahlweise vegetarisch oder mit Speck – perfekt für Herbst und Winter!
  • Große Pizzen mit unterschiedlichem Belag: Um für Gäste Pizzen zu backen, empfehlen wir dir, den Teig am Vortag zuzubereiten und dir einen Pizzastein, oder noch besser ein Pizzastahl zuzulegen. Letzterer kann die Hitze sehr gut speichern und erzeugt in einem handelsüblichen Ofen eine hohe Unterhitze, durch die die vorbereiteten Pizzen in wenigen Minuten gebacken sind.

Italienische Pasta richtig kochen

Pasta ist die alltagstauglichste Option, weil sie nicht nur einfach zuzubereiten ist, sondern auch günstig und sättigend ist. Dabei muss es nicht zwingend frische Pasta sein: Im Süden Italiens wird traditionell getrocknete Pasta aus Hartweizengrieß gegessen. Damit es so schmeckt wie in Italien, solltest du die folgenden Regeln beachten:

  • Gib kein Öl ins Kochwasser: Dass Öl das Zusammenkleben der Pasta verhindert, ist falsch. Das Öl schwimmt nur auf der Oberfläche und legt sich beim Abgießen auf der Pasta ab, wodurch die Sauce schlechter an ihr haftet.
  • Verwende reichlich Wasser: Als Faustregel gilt: 1 Liter Wasser pro 100 g Pasta. Verwendest du zu wenig Wasser, klebt die Pasta aneinander!
  • Pasta erst ins kochende Wasser geben: Solange du nicht Energie sparen musst, wie etwa beim Campingkocher, kommt die Pasta erst ins sprudelnd kochende Wasser, um al dente und nicht matschig zu werden.
  • Spaghetti nicht zerbrechen: Lieber vorsichtig ins Wasser schieben, um die Länge zu erhalten und beim Essen mit einer Gabel aufrollen.
  • Abgegossenes Kochwasser auffangen: Das mit Stärke versetzte Wasser eignet sich perfekt zum Andicken der Pastasauce.

Selbstgemachte frische Pasta hingegen ist ein besonderer Genuss. Teige mit Eiern sind typisch norditalienisch, während süditalienische Pasta meist nur aus Hartweizengrieß, Wasser und Salz besteht. Das Formen von Hand ist eine hohe Kunst, wie der sehr empfehlenswerte Instagram-Account „Pasta Grannies“ beweist. Hier zeigen italienische Großmütter, wie es richtig geht:

Die Bandbreite an Formen ist wirklich riesig. Für alle notwendigen Teigrezepte und Saucenvarianten empfehlen wir dir das klassische Pasta-Kochbuch des italienischen Gastronom Vincenzo Buonassisi: Mit über 1.000 Pasta-Rezepten wird dir so schnell nicht langweilig:

Der Pasta-Codex: 1001 Rezepte
Der Pasta-Codex: 1001 Rezepte

Während du für die handgeformten Varianten meist nur jede Menge Geduld und Arbeitsfläche benötigst, empfiehlt sich für gefüllte Pasta, Lasagne, Pappardelle und Canneloni eine Nudelmaschine, die den Teig hauchdünn walzen kann:

FACKELMANN Pastamaschine aus Edelstahl mit 3 verschiedenen Walzen für Spaghetti, Bandnudeln, Lasagne
FACKELMANN Pastamaschine aus Edelstahl mit 3 verschiedenen Walzen für Spaghetti, Bandnudeln, Lasagne

Du möchtest dir nicht jeden Tag Pizza, Pasta und Co. gönnen? Diese Kochbücher liefern dir wirklich alltagstaugliche gesunde Rezepte, die auch nach der Arbeit schnell zubereitet werden können:

Die besten gesunden Kochbücher mit alltagstauglichen Rezepten

Die besten gesunden Kochbücher mit alltagstauglichen Rezepten
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Bildquelle:

Unsplash/Alex Loup, Getty Images/Simona Balconi

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