Susanne Falleram 28.12.2017

Es sind blutige, traurige Bilder, wie man sie leider schon oft gesehen hat: Ein Jäger posiert mit breitem Grinsen vor einem majestätischen, wilden Tier, das er gerade getötet hat. Das Bild stellt er ins Netz, um mit seinem Können und seiner Errungenschaft zu prahlen – und erntet dafür in der Regel wenig Anerkennung, dafür einen gehörigen Shitstorm. So auch im Fall des kanadischen Moderators Steve Ecklund. Was vielen Kritikern bitter aufstoßen dürfte: Ecklund hat in völlig legalem Rahmen gehandelt.

Sicher kocht es in dir auch hoch, wenn du solche Bilder wie das oben von Steve Ecklund siehst. Dieses hat der begeisterte Jäger, der seit mehr als 20 Jahren aktiv ist, auf seiner Facebook-Seite geteilt. Ihn selbst sieht man übrigens in der kanadischen TV-Jagdshow „The Edge“ regelmäßig, wie er Tipps zum richtigen Jagen gibt und vor laufender Kamera Tiere tötet.

Nach seiner erfolgreichen Puma-Jagd stellte Ecklund nicht nur ein Bild von ihm mit dem toten Tier ein, sondern ging noch weiter. Stolz präsentiert er das entnommene Fleisch:

Und zeigt dann auch noch, wie er den Puma schlussendlich mit Reis und Gemüse zubereitet hat:

Wie die „Bild“ berichtet, stellte Ecklund sogar ein Bild vom Herzen des Tieres auf seiner privaten Facebook-Seite online, das jedoch mittlerweile nicht mehr zu finden ist. Warum es gelöscht wurde, kannst du dir sicher vorstellen: Die Reaktionen auf seine blutigen „Trophäen“-Bilder waren alles andere als positiv. „Schäm dich“, „Ich werde nie verstehen, wie man es toll finden kann, ein solch wunderschönes Tier zu töten“ und „Die nächste Kugel fängst du dir ein“ sind nur einige der Kommentare, die man unter dem Bild von Steve Ecklund und dem toten Puma findet.

Doch viele Anhänger loben ihn auch. Sein Schuss sei sauber gewesen und überhaupt: Er handele völlig ethisch und legal.

Darum handelte Steve Ecklund völlig legal

So sehr es einen selbst vielleicht ärgert: In diesem letzten Punkt haben die Jagd-Befürworter recht. Denn in Alberta, Kanada, wo Ecklund unterwegs war, ist die Puma-Jagd laut „CBC News“ zwischen September und Februar für Anwohner und von Dezember bis Februar für alle anderen Jägern freigegeben. Laut „The Globe and Mail“ werde die Puma-Population so unter Kontrolle gehalten. Zudem benötige es eine explizite Jagd-Genehmigung, die Steve Ecklund gehabt haben soll. Kurz gesagt: Er hat sich an alle Regeln gehalten, als er den Puma erschoss.

Trotzdem bleibt die Kritik bestehen. Denn auch, wenn Ecklund völlig legal gehandelt hat, bleibt immer noch die Frage nach der moralischen Verwerflichkeit und ob es wirklich notwendig ist, dass der Mensch gesunde, wilde Tiere wirklich erschießen muss, statt sie in ihrem natürlichen Umfeld in Frieden leben zu lassen.

Wie siehst du das: Findest du die Hetze gegen den Moderator absolut richtig oder völlig übertrieben? Denn wenn man mal ehrlich ist, dann möchte man sich über die Herstellung von Hackfleisch und Co. im Supermarkt doch auch keinere genaueren Gedanken machen…

 

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/Evgeny555


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?