Frühchen Oktopusse
Katharina Meyeram 24.07.2018

In einem englischen Krankenhaus bekommen Frühchen von den Krankenschwestern und Pflegern Plüsch-Oktopusse geschenkt – und der Grund dahinter ist sowohl niedlich als auch wissenschaftlich erwiesen!

Wer auf die Frühchen-Station im Poole Hospital in Dorset, England kommt, fragt sich sicherlich, warum in jedem Babybett ein gehäkelter kleiner Oktopus liegt. Wie die Lokalzeitung Bournemouth Echo berichtet, soll in jedem kleinen Bettchen sehr früh geborener Babys ein solches Kuscheltier zu finden sein – denn für Frühchen hat dieses besondere Tier als Plüschbegleiter eine wichtige Funktion.

Die spiralförmigen Tentakeln sollen die Kleinen an die Nabelschnur erinnern, mit der sie noch kurz zuvor im Mutterleib spielen konnten. Nun greifen die Babys stattdessen nach den langen, dünnen Ärmchen ihres Oktupusses.

Nutzen wissenschaftlich bestätigt

Die Idee zu der Häkelaktion kommt aus Dänemark. Eine dortige Studie hat gezeigt, dass die Plüsch-Oktopusse Frühchen beruhigen, wenn sie die Arme der Stofftiere greifen. Außerdem hilft es ihnen dabei, gleichmäßiger zu atmen, regt die Herzfrequenz an und zirkuliert mehr Sauerstoff durchs Blut. Sie verhindert auch, dass die Babys an den Kabeln und Schläuchen ziehen, mit denen sie an Monitore und Geräte angeschlossen sind.

Freiwillige häkeln für Frühchen

Als verschiedene Krankenhäuser die Oktopusse aufgrund dieser Erkenntnisse bei ihren Frühchen austesten, stellen sie einen Anstieg der allgemeinen Gesundheitszustände ihrer kleinen Patienten fest. Daraufhin bilden sich Organisationen wie „Octopus for a Preemie“, die Freiwillige dazu aufrufen, die kleinen Stofftierchen zu häkeln und an die Krankenhäuser zu spenden. Sie stellen Anleitungen zur Verfügung und leiten die eingeschickten Plüsch-Kraken an die Krankenhäuser weiter.

Ist das nicht süß? Hast du auch Lust bekommen, jetzt einen Oktopus für die kleinen Frühchen zu häkeln? In Deutschland wurde die Aktion einer engagierten Bloggerin zufolge wegen der hohen Auflagen für Frühchen-Stationen wieder eingestellt. In der Schweiz und in Österreich, sowie nach wie vor in Dorset und Dänemark, werden dennoch weiterhin Plüsch-Oktopusse gesammelt.

Bildquelle:

Getty Images/MychkoAlezander


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