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Einfach & schnell

Kartoffeln kochen wie die Profis!

Zugegeben, Kartoffeln kochen hört sich im ersten Moment genauso simpel an wie Nudeln kochen. Doch dahinter kann viel mehr stecken – je nach Kartoffelsorte, nach Rezept und nach Mahlzeit gibt es nämlich viele Tücken, die Kartoffeln kochen zur Herausforderung machen können. Aber nicht müssen – denn mit dem richtigen Knollen-Know-How ist das Kochen genauso easy, wie es sich anhört.

Mit dem Kochen von Kartoffeln ist es wie mit vielem, das auf den ersten Blick ganz einfach wirkt: Der Teufel steckt im Detail. Denn Kartoffeln kochen ist etwas mehr als Wasser in den Topf, Kartoffel rein, Deckel zu, kochen lassen. Schon alleine die Wahl der Kartoffelsorte kann entscheidend sein, denn jede Kartoffel hat ihre Eigenheiten – nicht nur in Sachen Geschmack und Einsatzgebiet, sondern auch in Sachen Kochen. Bevor die Kartoffeln also in den Topf kommen, steht erstmal die Qual der Wahl ins Haus: vorwiegend festkochend, festkochend, mehligkochend – was darf’s denn sein?

Kartoffeln kochen: Die Sorte macht den Unterschied

Linda, Selma, Annabelle – Kartoffeln tragen gerne klangvolle Namen, doch in der Regel nützen diese nicht viel, denn für die Kaufentscheidung sorgt eine andere Eigenschaft: das Kochverhalten. Kartoffeln werden in drei Kategorien unterteilt: mehligkochend, festkochend und vorwiegend festkochend. Und in diesem Fall ist der Name auch Programm, denn so wie sie heißen, verhalten sich die Kartoffelsorten dann auch im Topf.

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Kartoffeln kochen ist mit diesen Tipps kein Hexenwerk

Mehligkochende Kartoffeln sind eher trocken und werden durch die Hitze noch mehliger, sie eignen sich dadurch ganz wunderbar, um Püree, Stampf oder einen Kloßteig herzustellen. Für Gratins oder gar Pellkartoffeln sollten sie dagegen nicht der Knollenfavorit sein, da sie auf dem Teller eine eher trockene Angelegenheit sind. Dafür eignen sich dagegen die vorwiegend festkochenden Kartoffeln, da sie ihre Form und Konsistenz weitgehend behalten, obwohl ihre Schale beim Kochen auch mal aufspringen kann. Festkochende Kartoffel sind wiederum vor allem für Ofenkartoffeln, aber auch für Salz- und Pellkartoffeln gut einsetzbar, ihr Fleisch ist noch feuchter als das der vorwiegend festkochenden Kartoffeln, dadurch sind sie nicht zu trocken. Dennoch dürfte Platz 1 in den Kartoffel-Verkaufscharts nach wie vor an die vorwiegend festkochende Kartoffel gehen – sie ist im Prinzip für jedes Kartoffelgericht einsetzbar (mal mehr, mal weniger) und ist in Sachen Kartoffeln kochen verhältnismäßig anspruchslos. Im Gegensatz zu ihren Knollenschwestern verliert sie nämlich weder ihre Form noch wird sie trocken – Topf, Wasser und Salz reichen also aus, um sie weich werden zu lassen.

Kartoffeln kochen – so geht’s

Für klassische Pell- oder Salzkartoffeln aus vorwiegend festkochenden Kartoffeln braucht es nicht viel mehr als einen großen Topf, die Kartoffeln, Salz, Wasser, einen Kartoffelschäler oder ein Messer und ein bisschen Zeit. Ernährungsexperten empfehlen, die Kartoffeln zu kochen, wenn sie noch in der Schale sind, sie also erst nach dem Kochen zu pellen, denn so bleiben mehr Mineralstoffe und Vitamine erhalten, die bekanntermaßen direkt unter der Schale sitzen. Viele empfinden das Schälen der heißen Kartoffeln aber als unangenehm – um sie nicht fallen zu lassen wie eben jene, wird vorher zum Sparschäler oder zum Messer gegriffen. Auch dann steckt die Knolle aber zum Glück noch voller guter Inhaltsstoffe, sie macht satt und ist gesund – beherzt schälen bevor die Kartoffeln kochen dürfen ist also kein Problem. Wichtig ist, dass alle dunklen Stellen entfernt und Augen ausgehoben werden. Wenn sich unter der Schale schon eine grüne Schicht gebildet hat und das Fleisch einen leichten Grünstich aufweist, ist die Kartoffel in der Regel ein Fall für den Biomüll oder ganz penible Schäler. Denn die grüne Farbe ist ein Indiz dafür, dass sich Solanin gebildet hat, ein Gift, das durch zu viel Licht entsteht und die Kartoffel zur Gefahr machen kann, da der Stoff giftig ist. Aus diesem Grund gehören Kartoffeln in einen dunklen Schrank oder in den Keller. Sind alle Erdreste, Augen und Schalen entfernt, kommen die Kartoffeln in einen großen Topf, zusammen mit gerade so viel Wasser, dass alle Knollen leicht bedeckt sind. Ein bis zwei Teelöffel Salz dazu und Deckel drauf – die Kartoffel kochen nun so lange, bis sie weich sind. Das dauert in der Regel etwa 20 Minuten, ab einer Kochzeit von 15 Minuten solltest Du immer mal wieder mit der Gabel in ein besonders großes Exemplar stechen und so testen, ob die Kartoffeln bereits weich sind. Die Temperatur muss dabei nicht allzu hoch sein, köcheln, und damit eine mittlere Hitze, reicht völlig aus. Dann nur noch abschütten und genießen – gar nicht so schwer, Kartoffeln zu kochen. Wenn ungeschälte Kartoffeln kochen sollen, lohnt es sich, mehr Salz dazuzugeben, denn durch die Schale gelangen die Geschmacksstoffe schwerer ins Fleisch. Damit es nicht zu fad wird, also einfach mal kräftig nachsalzen. Wenn statt Salz- oder Pellkartoffeln allerdings ein Eintopf mit Kartoffeleinlage oder ein leckerer Kartoffelsalat auf dem Teller landen soll, ist es hilfreich, die Kartoffeln vor dem Kochen in kleine Stücke oder Würfel zu schneiden, so dauert es nicht so lange, bis sie gar sind. Bei Suppen oder Püree dürfen Kartoffeln auch mal verkochen – je weicher sie sind, desto weniger Muskelkraft ist nötig, um sie weiterzuverarbeiten.

Kartoffeln kochen mit Omas Geheimtipp

Wasser ist nicht gerade als Geschmacksträger bekannt, im Gegenteil, ist es eher ziemlich geschmacksneutral. Kein Wunder also, dass Salz nie fehlen darf, wenn Nudeln, Reis oder eben Kartoffeln kochen. Doch wenn auch das noch nicht für den ultimativen Taste sorgt, dann kann ein Schwung Gemüsebrühe helfen: Sie sorgt für leckeren, kräftigen Geschmack, nicht nur in der Suppe, sondern auch bei Kartoffeln. Die Knollen nehmen die Geschmacksstoffe auf und schmecken im Anschluss noch intensiver – ohne, dass sie ihren Eigengeschmack und ihre Eigenschaften verlieren. Einfach zwei bis drei Teelöffel Gemüsebrühe statt Salz ins Kochwasser geben und die Kartoffeln kochen. So sind sie einfach der perfekte Begleiter zu Braten, Soßen und Eintöpfen, denn sie unterstreichen den Geschmack jedes Gerichts, lassen aber genug Raum für andere Aromen.

Kartoffeln kochen ist keine Wissenschaft, doch Stolperfallen gibt es genug: Zu lange gewartet, zu kurz gekocht, zu viel oder zu wenig Salz, die falsche Sorte und so weiter und so fort. Doch wenn Du schon im Supermarkt ein Auge aufs Etikett wirfst und Dir bewusst machst, wofür Du die Kartoffeln kochen willst (ein Sack Kartoffeln auf Vorrat für alle Fälle ist eher kontraproduktiv!) ist das schon mal die halbe Miete. Mit der richtigen Kochanleitung kann dann nichts mehr schief gehen. Auf die Knollen, fertig, los!

Bildquelle: Thinkstock / schulzie

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