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Körperwärme der Eltern hilft

Frühchen brauchen Hautkontakt

Frühchen brauchen Hautkontakt

Eine kanadische Studie konnte nun belegen, dass die Kangaroo Mother Care (KMC) Methode die Entwicklung von Frühchen beschleunigt. Bei der Känguru-Methode wird das Kind nackt auf den nackten Oberkörper der Mutter oder des Vaters gelegt und zugedeckt. Die körperliche Nähe hilft dem Frühchen, den Entwicklungsverzug aufzuholen und besser mit Stresssituationen umzugehen.

Schon lange wird die Kangaroo Mother Care Methode, zu Deutsch auch „Kanguruhen“ bei Frühchen durchgeführt. Das Baby steht dabei in engem Hautkontakt mit Mutter oder Vater, im Idealfall zugedeckt und nackt auf dem nackten Oberkörper eines Elternteils. Die Körperwärme und der Herzschlag der Eltern imitieren dabei die Empfindungen eines Babys im Mutterleib. Eine kanadische Untersuchung konnte nun bestätigen, dass die Känguru-Technik Frühchen hilft, sich besser zu entwickeln. Auch die Eltern profitieren von Frühchen von der KMC-Methode, da sie eine enge Bindung zu ihrem Baby aufbauen können.

Frühchen entwickeln sich besser

In der Studie zeigten 15-jährige Teenager, die als Frühchen auf die Welt gekommen waren und an denen die KMC-Methode angewendet wurde, ähnliche Gehirnströmungen wie Kinder, die zum errechneten Termin geboren wurden. Frühchen, die ohne die Känguru-Methode behandelt wurden, zeigten einen leichten Entwicklungsverzug in der Bewegungssteuerung und der Koordination zwischen linker und rechter Körperhälfte. Laut Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln haben Frühchen, die vor der 33. Woche geboren werden, „oft Schwierigkeiten, mit der Entwicklung von zeitgerecht Geborenen mitzuhalten“. Die kanadische Studie unterstreicht die These, dass die Känguru-Methode dieser Tendenz entgegenwirken kann und die Entwicklung von Frühchen beschleunigt.

Frühchen über Webcam verfolgen

Frühchen sind oft entwicklungsverzögert.
Frühchen entwickeln sich besser durch Körperkontakt und -wärme.

Und noch etwas hat sich getan, um Eltern von Frühchen die Zeit des Bangens zu erleichtern. Die Passauer Kinderklinik Dritter Orden führte eine Neuerung ein: Über eine am Kinderbett befestigte Kamera werden Bilder des Frühchens an den Computer oder das Handy der Eltern übertragen. Das virtuelle Besuchssystem soll Eltern die Möglichkeit geben, ihr Frühchen auch dann zu sehen, wenn sie selbst nicht im Krankenhaus sein können. Das so genannte „Frühchen TV“ ermöglicht es außerdem, das Frühchen den Großeltern und Geschwisterkindern zu zeigen, die noch nicht zu ihm ins Krankenhaus dürfen. Neben den Videodaten werden Informationen zum aktuellen Gesundheitszustand des Frühchens an die Eltern weitergegeben.

Ob Känguru-Methode oder „Frühchen TV“: Ärzte und Wissenschaftler bemühen sich, Frühchen und ihren Eltern die ersten Lebenswochen so erträglich wie möglich zu gestalten und dabei die Entwicklung des Frühchens zu fördern. Eine kanadische Studie konnte nun belegen, dass die KMC Technik Frühchen zu einer normalen Entwicklung verhelfen kann.

Bildquelle: Themapics/ Dreamstime.com

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