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Jennifer Lawrence hat in den letzten Jahren einen Karrieresprung hingelegt, den ihr in Hollywood – oder sonst irgendwo auf der Welt – erstmal jemand nachmachen muss. Obwohl sie noch immer sehr jung ist und bisher in vergleichsweise wenigen Filmen mitgespielt hat, war Jennifer Lawrence bereits zwei Mal für den Oscar nominiert – und hat 2013 für ihre Rolle in der hochgelobten Tragikkomödie „Silver Linings“ einen der begehrten Goldjungs mit nach Hause nehmen dürfen. Doch was ist es, das Jennifer Lawrence auf der ganzen Welt so beliebt und erfolgreich gemacht hat?

Jennifer Lawrence: Jung und ehrgeizig

Jennifer Lawrence kommt als Jennifer Shrader Lawrence am 15. August 1990 in Louisville, Kentucky zur Welt. Nachdem sie bereits als Kind in einigen lokalen Theaterproduktionen zu sehen ist, beschließt Jennifer Lawrence, dass sie genau das ihr ganzes Leben lang machen möchte: Schauspielern. Im Alter von 14 Jahren überzeugt sie ihre Eltern, die alle Ambitionen ihrer Tochter mit Hingabe unterstützen, sie nach New York zu bringen, wo die Jungschauspielerin einen Agenten zu finden hofft. Ihr Wunsch, eine professionelle Schauspielerin zu werden, ist in dieser Zeit so stark, dass Jennifer Lawrence sogar ihren Highschoolabschluss vorzieht – sie macht ihn schließlich zwei Jahre früher, als es in den USA eigentlich üblich ist. Ihre erste Rolle ergattert Jennifer Lawrence, die trotz ihres Ehrgeizes, es als Schauspielerin zu schaffen, nie eine Schauspielschule besucht, allerdings nicht im Theater, sondern im Fernsehen. 2007, mit gerade einmal 16 Jahren, wird sie für die Sitcom „The Bill Engvall Show“ gecastet, wo sie die Rolle der Lauren Pearson, der aufmüpfigen Tochter eines vom amerikanischen Comedian Bill Engvall dargestellten Familientherapeuten, spielt. Die Show wird 2009 nach nur drei Staffeln abgesetzt – bringt Jennifer Lawrence aber immerhin ihren ersten Preis ein: den „Young Artist Award for Outstanding Young Performer in a TV Series“.

Jennifer Lawrence gelingt der große Durchbruch

Noch während der „The Bill Engvall Show“ nimmt Jennifer Lawrence an zahlreichen Castings für Hollywood-Produktionen teil – und hat damit Erfolg. 2008 steht sie gemeinsam mit Charlize Theron und Kim Basinger für Guillermo Arriagas Regiedebüt „The Burning Plain“ vor der Kamera und kann auch neben diesen hochkarätigen Charakterdarstellerinnen überzeugen: Die Jury des Filmfestivals in Venedig verleiht Jennifer Lawrence daher 2008 den Preis als „Beste Nachwuchsschauspielerin“. Obwohl sie in der Zwischenzeit in weiteren Independentproduktionen mitspielt, ist 2010 das Jahr, in dem die bis dato nur wenigen TV-Zuschauern und Programmkinogängern bekannte Jennifer Lawrence auf einen Schlag weltberühmt wird. Ihre Darstellung der 17-jährigen Ree Dolly in Debra Graniks Drama „Winter’s Bone“ überzeugt Filmkritiker auf der ganzen Welt: Jennifer Lawrence wird für ihre Rolle für sage und schreibe 34 verschiedene Preise nominiert, wobei der bekannteste und prestigeträchtigste unter ihnen eindeutig der „Academy Award“ alias Oscar sein dürfte. Sie gewinnt zwölf von ihnen – der Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ geht 2011 aber vorerst an eine Kollegin: Natalie Portman räumt den Preis für „Black Swan“ ab. Doch auch beim Publikum bleibt „Winter’s Bone“, auch vom Preisregen für Jennifer Lawrence beeinflusst, nicht unbeachtet: Weltweit spielt das tiefgründige US-Drama etwa 14 Millionen Dollar ein.

Jennifer Lawrence als Actionheldin

In der Folge hat Jennifer Lawrence hat wenig Zeit, sich von den Anstrengungen der Award-Season 2011 zu erholen. Bereits im Mai 2011 wurde ihr die weibliche Hauptrolle in der Verfilmung des Weltbestsellers „Die Tribute von Panem“, die in drei Teilen inszeniert soll, angeboten – eine Rolle, nach der sich viele andere Jungstars verzehrt haben. Jennifer Lawrence hingegen bittet sich eine Bedenkzeit aus, ehe sie die endgültige Zusage für die Rolle der Katniss Everdeen erteilt. Später sagt sie dazu, dass diese Bedenkzeit mehr als nötig gewesen sei: Es sei ihr überaus klar gewesen, dass dieser Film nicht nur ihre Karriere, sondern ihre gesamte Zukunft komplett verändern würde. Jennifer Lawrence soll damit Recht behalten: Allein in den USA spielt „Die Tribute von Panem“ in den drei Tagen nach seiner Veröffentlichung über 150 Millionen Dollar ein und macht Jennifer Lawrence zum erfolgreichsten weiblichen Actionstar aller Zeiten. Dass sie dies zu Recht ist, beweist die wandlungsfähige Schauspielerin bereits 2011 im Fantasyprequel „X-Men: First Class“, in dem sie an der Seite von James McAvoy und Michael Fassbender vor der Kamera in die Rolle der gestaltwandelnden Schurkin Mystique schlüpft, erneut.

Jennifer Lawrence: Magisches Händchen bei der Rollenauswahl

Im Herbst 2012 feiert David O. Russells Tragikomödie „Silver Linings“ mit Bradley Cooper und Jennifer Lawrence in den Hauptrollen auf dem Toronto Film Festival Premiere. Dabei wird schnell deutlich, dass Jennifer Lawrence auch bei diesem Streifen, in dem sie eine ehemalige Sexsüchtige spielt, nicht daneben gegriffen hat. Wieder einmal wird sie mit Nominierungen überschüttet: diesmal sind es sogar 44. Sie gewinnt für ihre Darstellung schließlich 26 Preise, unter anderem einen Golden Globe, einen Screen Actor’s Guild Award, den Independent Spirit Award – und den Oscar. Jennifer Lawrence lässt sich ihren großen Triumph aber nicht zu Kopf steigen und ist auch weiterhin fleißig. So steht für sie schon bald der zweite Teil der „Die Tribute von Panem“-Saga auf dem Plan und auch die Dreharbeiten zur Fortsetzung des „X-Men“-Prequels sollen schon bald beginnen.

Jennifer Lawrence: Privates bleibt privat

Bei so viel Arbeit bleibt der Schauspielerin nur wenig Zeit für die Liebe: Anfang 2013 trennt sich die in ihrem Privatleben überaus öffentlichkeitsscheue Oscar-Gewinnerin nach zwei Jahren von ihrem Freund und „X-Men“-Co-Star Nicholas Hoult. Trotz der vielen Interviews, in denen Jennifer Lawrence sich stets offen und lustig zeigt, schweigt sie zu ihrem Liebesleben beharrlich – was sie für viele noch sympathischer macht.

Jennifer Lawrence ist in nur sechs Jahren das gelungen, wovon manche Schauspieler ihr ganzes Leben lang vergeblich träumen. Sie ist nicht nur zu einer anspruchsvollen Charakterdarstellerin avanciert – auch als Actionstar begeistert sie sowohl das Publikum als auch die Kritiker. Dabei versteht sie es – auch abseits der Filmsets –, mit ihrer Schönheit und Natürlichkeit zu überzeugen – bei uns hat es jedenfalls geklappt!