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Man muss Two and a Half Men mit seinen liebenswert schrulligen Figuren einfach irgendwie gern haben: den dauerbetrunkenen Jingle-Komponisten Charlie Harper, der einfach ungerecht gut aussieht und unverschämt viel Glück hat: Die Frauen schleppt er teilweise sogar in Gruppen nach hause und Geldnot kennt der Gustav Gans aus Two and a Half Men trotz beträchtlicher Ausgaben für Glücksspiel, Drinks und Prostituierte nicht. Dann gibt es noch seinen moralisch möchtegernkorrekten, aber stets glücklosen Bruder Alan, der in der Serie Two and a Half Men das komplette Gegenteil von Charlie ist: Obwohl er Tag für Tag fleißig zur Arbeit in seine Rückenpraxis geht, bringt er es auf keinen grünen Zweig. All sein Geld landet in Form von Alimenten bei seiner frustrierten Exfrau Judith. Diese wirft ihn zu allem Überfluss zu Beginn der Geschichte aus dem gemeinsamen Haus – weshalb Alan seinen Bruder Charlie um Asyl bitten muss und es überhaupt erst zur Wohngemeinschaft der „Two and a Half Men“ kommt.

Der Alltag bei Two and a Half Men

Der halbe Mann im Bunde ist Alans verfressener Sohnemann Jake mit der Wunderverdauung, mit deren Auswirkungen er zum Running Gag in Two and a Half Men wird und regelmäßig alle in seiner Umgebung zum Wahnsinn treibt. Jake ist immer wieder für einen Witz gut, den er selber nicht versteht. Und dann ist da natürlich noch Haushälterin Berta, ohne die in Two and a Half Men alles nichts wäre: Mit ihrer bärbeißigen Art und einer offenbar eher zwielichtigen Vergangenheit kommt sie Tag für Tag aus einem der zahlreichen Vororte von Los Angeles nach Malibu Beach, um das Strandhaus in Ordnung zu halten und den Two and a Half Men die Leviten zu lesen. Über den Einzug von Charlies Bruder Alan, den sie herablassend auch gerne „Zippy“ nennt, ist Berta nicht besonders begeistert: Während sie vorher nur mit Charlie und seinen Eskapaden umgehen musst, empfindet sie den mäkeligen Alan und seinen hygienisch fragwürdigen Nachwuchs als Störenfriede – an die Konstellation der Two and a Half Men muss sich Berta erst gewöhnen.

Die Nebenrollen in Two and a Half Men machen den Charme aus

Vor allem die detailliert ausgearbeiteten Nebenrollen machen einen Großteil des Charmes von Two and a Half Men aus. So liefert die Figur der Evelyn Harper, die Mutter von Charlie und Alan, mit ihrer extrem dominanten und herabwürdigenden Art immer wieder einleuchtende Erklärungen für das ziemlich gestörte Verhältnis zu Frauen, das die beiden Hauptcharaktere von Two and a Half Men auf die eine oder andere Weise zeigen. Auch Alans Exfrau Judith taucht in Two and a Half Men immer wieder auf: Trotzdem sie sich im Laufe der Serie neu verheiratet, bleibt sie nach wie vor für jede Menge Unheil in Alans Leben verantwortlich. Die frühere Ehe mit Judith stellt für Alan eine Verpflichtung dar, der er nie entkommt und die ihn finanziell ruiniert. Ein weiterer Charakter, der sich in der Two and a Half Men Fangemeinde besonderer Beliebtheit erfreut ist Rose, Charlies Nachbarin und Stalkerin. Rose liebt Charlie, egal wie oft und deutlich er ihr sein Desinteresse erklärt, und beschreitet jeden denkbaren Weg, um Charlie für sich zu gewinnen. Dabei überschreitet sie häufig die Grenze der Legalität und legt nur in begrenztem Maße Wert auf Charlies Einverständnis. Sie betritt und verlässt das Haus der Two and a Half Men zwar zumeist ungebeten, aber grundsätzlich nur über den Balkon.

Two and a Half Men: Der wahre Charlie Harper

Two and a Half Men wäre ganz sicher nicht was es heute ist ohne seinen wichtigsten Hauptdarsteller: Charlie Sheen. Charlie Sheen und seine Rolle in Two and a Half Men verbindet nicht nur die Gleichheit des Vornamens. Vielmehr könnte man sogar sagen, dass Sheens Charlie Harper vor allem deswegen so gut ist, weil er sich im Wesentlichen selbst spielt. So machte Charlie Sheen auch jenseits des Two and a Half Men Sets mit wilden Hotelzimmerparties, rüpelhaften Alkoholexzessen und der Gesellschaft von Pornosternchen und Prostituierten von sich reden. Da grenzt es fast an Ironie, dass es bedingt durch diesen Lebenswandel schließlich zum Ende von Charlie Harper bei Two and a Half Men kam: Nachdem Sheen mit Auszeiten zur Behandlung seiner Suchterkrankung die Produktion von Two and a Half Men bereits verzögert hatte, brachte er schließlich mit beleidigenden Äußerungen sowohl den Sender als auch das Produktionsteam von Two and a Half Men gegen sich auf. So fand Charlie Harper am Ende der achten Staffel sein Ende durch den Serientod – nachdem die Rolle in Two and a Half Men Charlie Sheen zum bestbezahlten Schauspieler im amerikanischen Fernsehen gemacht hatte: Zuletzt verdiente er 1,25 Millionen Dollar pro Folge Two and a Half Men.

Der Neue bei Two and a Half Men

Der Ausstieg von Charlie Sheen bedeutete jedoch keinesfalls das Ende der kultigen Serie. Chuck Lorre, der die Serie entwickelte und produziert und sich mit Sheen zuletzt überworfen hatte, ersetzte ihn kurzerhand mit dem deutlich jüngeren Ashton Kutcher. Dieser macht seit Beginn der neunten Staffel als gut aussehender und etwas naiver Internetmilliardär Walden Schmidt Malibu unsicher. Ashton Kutchers Einstieg bei Two and a Half Men wurde von den Fans mit Spannung, aber auch mit gemischten Gefühlen erwartet, da ihm zunächst keiner zutraute, die Charlie Harper Rolle adäquat auszufüllen. Gerade deswegen war es sicher ein weiser Schachzug des Produktionsteams, Ashton Kutcher nicht als neuen Charlie Harper auftreten zu lassen, sondern ihn mit einer ganz eigenen Rolle ins Rennen bei Two and a Half Men zu schicken – in vielerlei Hinsicht ist Walden Schmidt sogar das komplette Gegenteil von Charlie Harper. So spielte sich Walden Schmidt als völlig neuer Charakter inzwischen Folge für Folge mehr in die Herzen der eingefleischten Two and a Half Men Fangemeinde. Sicher ist jetzt schon, dass es auch eine zehnte Staffel mit den neuen Two and a Half Men geben wird.