silhouette of romantic lovers with eiffel tower in Paris with sunset

Du siehst ein älteres Pärchen Händchen haltend durch den Park spazieren und fragst Dich unweigerlich: „Wie haben die es wohl geschafft so lange eine glückliche Beziehung zu führen?“. Gibt es ein Geheimrezept für eine glückliche Beziehung oder kommt es doch einfach darauf an, den Richtigen zu finden?

Glückliche Beziehung

Die meisten wünschen sie sich, nicht alle bekommen sie und selbst, wenn man sie hat, bedeutet sie immer noch eine Menge Arbeit: Eine glückliche Beziehung. Was aber macht eine glückliche Beziehung aus und was sind die typischen Beziehungskiller?

Gibt es ein Geheimrezept für eine glückliche Beziehung?

Das eine Geheimrezept, das eine glückliche Beziehung garantiert ein Leben lang bestehen lässt, gibt es wohl nicht. Es gibt aber durchaus ein paar wichtige Voraussetzungen, damit eine glückliche Beziehung überhaupt wachsen kann. So kann eine glückliche Beziehung nur dann entstehen, wenn die beiden Partner sich wirklich füreinander entscheiden. Das klingt vielleicht banal, aber genau daran scheitern viele Beziehungen. Jeder der Partner muss bereit sein, Verantwortung für die Beziehung zu übernehmen und sich voll und ganz auf die Partnerschaft einlassen. Natürlich kann es sein, dass man sich mal in den Falschen verliebt und eben einfach nicht zueinander passt. Menschen, deren Beziehungen aber immer wieder auf die gleiche Art und Weise unglücklich verlaufen, haben meist starke Bindungsängste und boykottieren ihre Beziehungen aus diesem Grund unbewusst selbst. Ehrlichkeit mit sich selbst und mit dem Partner ist genauso entscheidend für eine glückliche Beziehung wie gute Kommunikation, Vertrauen und Kompromissbereitschaft.

Glückliche Beziehung – Was willst Du?

Bevor Du Dich voll und ganz auf einen Partner einlassen und eine dauerhaft glückliche Beziehung führen kannst, musst Du Dich selbst kennen und Dir Deine Wünsche und Erwartungen bewusst machen. Wahrscheinlich gibt es den perfekten Mann, der alle Punkte erfüllt, nicht, aber mach Dir klar, was für Dich ganz persönlich die Grundpfeiler für eine glückliche Beziehung sind und sprich offen mit Deinem Partner darüber. Schwimmt Ihr in den elementaren Dingen auf einer Wellenlänge, ist das schon mal die halbe Miete. Einfach wird es wohl trotzdem nicht immer sein, denn eine glückliche Beziehung bedeutet eben auch immer die gemeinsame Arbeit an der Beziehung und auch die Arbeit an sich selbst – und keins von beiden kann immer nur einer leisten.

Glückliche Beziehung: Liebe, Sex und Zärtlichkeit

Sex ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Beziehungen. Oft ist es aber so, dass die Häufigkeit von Sex im Schnitt nach zwei bis fünf Jahren deutlich nachlässt. Andere verbindende Dinge, wie ein gemeinsames Zuhause oder auch Kinder, treten dann in den Vordergrund. Sex als Bindeglied zwischen den Partnern verliert seine zentrale Position. Das ist aber überhaupt nicht schlimm, da es Emotionen sind, die eine Beziehung zusammenhalten und Sex nur eines der vielen Ausdrucksmittel für diese Emotionen ist. Trotzdem ist Sex natürlich wichtig, für den einen mehr, für den anderen weniger. Solltest Du das Gefühl haben, dass das Sexleben zu kurz kommt, solltest Du mit ihm darüber sprechen. Auch ein paar sexy Dessous oder kleine Rollenspiele können neuen Pep in die Beziehung bringen. Überlegt Euch gemeinsam, was Ihr schon immer mal ausprobieren wolltet. Kommt Ihr nicht auf einen gemeinsamen Nenner, macht das auch nichts: In der einen Woche ist dann eben seine ausgefallene Sexfantasie dran und in der nächsten Woche bestimmst Du, wie Ihr euch gegenseitig auf Touren bringt.

Woran die glückliche Beziehung oft scheitert

Woran scheitern viele Beziehungen und bedeutet das wirklich immer automatisch, dass er eben einfach nicht der Richtige war? Natürlich kannst Du Dich auch mal in den Falschen verlieben, wiederholt sich dieses Muster aber immer wieder, solltest Du Dich fragen, ob nicht eigene Blockaden und Ängste der Grund für das Scheitern der Beziehung sind und ob eine glückliche Beziehung nicht mit ein bisschen Selbstreflexion und Arbeit an den eigenen Schwächen möglich wäre. Doch was sind eigentlich typische Beziehungskiller?

1. Die Langeweile

Du bist schon länger mit Deinem Partner zusammen und irgendwie ist die Spannung raus. Immer die gleichen öden DVD-Abende und immer dieselben Geschichten. Du denkst Dir unweigerlich: „War das schon alles?“, „Hat er mir denn nicht mehr zu bieten?“. So nimmst Du, oft ohne es selbst zu merken, die Position eines Außenstehenden ein. Damit ziehst Du Dich selbst ein bisschen aus der Verantwortung. Du bist aber Teil der Beziehung und genauso wie Dein Partner dafür verantwortlich, daran zu arbeiten. Um etwas an der Situation zu ändern ist es wichtig, erst einmal Verantwortung für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu übernehmen. Frage Dich, was Du von Deinem Leben erwartest. Sei ehrlich zu Dir und überlege, welche Dinge in Deinem Leben Du gerne ändern würdest und was davon in der Macht Deines Partners liegt und um was Du Dich selbst kümmern musst. Oft ist es die eigene Unzufriedenheit zum Beispiel im Job, die Du unterbewusst auf den Partner projizierst.

2. Keine Zeit füreinander

Nicht nur in einer Fernbeziehung kann man seinen Partner auf Abstand halten. Viele Paare schaffen sich diese Distanz unbemerkt im alltäglichen Leben. Job, Hobbys, Kinder oder andere Verpflichtungen können Paare davon abhalten, genügend Zeit miteinander zu verbringen, da ist es ganz klar, dass man das Gefühl hat, sich auseinander zu leben, denn genau das tut man ja auch. Frage Dich in so einer Situation, ob es wirklich der Alltag ist, der Dich von Deinem Partner fernhält. Ist das der Fall, solltet Ihr darüber sprechen und Euch konsequent mehr Zeit füreinander nehmen. Stellst Du aber fest, dass Du Dich selbst von Deinem Partner distanzierst, weil Dir diese Kontrolle Sicherheit vermittelt, dann solltest Du darüber nachdenken warum Du Dich so verhältst. Hast Du Angst, Dein Partner könnte sehen, wer Du wirklich bist? Hast Du Angst nicht spannend genug für ihn zu sein? Oder willst Du Deinen Partner einfach nicht um Dich haben, weil Du ihn und seine Eigenarten nur schwer erträgst? Dann solltest Du Dir die Frage stellen, wie viel Sinn diese Beziehung noch macht. Sei ehrlich zu Dir selbst und sprich mit Deinem Partner über Deine Ängste und Sorgen.

3. Unterschiedliche Vorstellungen von Liebe

Du meinst, wenn er Dich wirklich lieben würde, dann würde er Dir viel mehr Aufmerksamkeit schenken, Dir vielleicht Rosen mitbringen oder Dir zumindest regelmäßig sagen, was er für Dich empfindet? Er denkt aber, dass Ihr eine so innige, vertraute und glückliche Beziehung führt, dass es gar keiner Äußerlichkeiten wie Blumen und Pralinen bedarf? Ein typisches Problem und der Grund, warum bei vielen eine eigentlich glückliche Beziehung scheitert, ist, dass die Partner unterschiedliche Vorstellungen von Liebe haben. Sprecht miteinander und macht Euch gegenseitig klar, was Ihr unter Liebe und unter dem Begriff „glückliche Beziehung“ versteht. Möglicherweise entdeckt Ihr ja völlig neue und spannende Seiten aneinander und könnt zukünftig das Verhalten des anderen besser nachvollziehen.

Ein Patentrezept für eine glückliche Beziehung gibt es nicht, wohl aber einige Voraussetzungen, die es leichter machen, eine dauerhaft glückliche Beziehung zu führen. Ehrlichkeit, Vertrauen und eine gute Kommunikation gehören genauso zu einer glücklichen Beziehung, wie Selbstreflexion und die Bereitschaft, sich voll und ganz auf den anderen einzulassen.

Bildquelle: iStock/RyanKing999

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