So sollten Eltern bei einem Wutanfall handeln

Auch Eltern kann hin und wieder der Geduldsfaden reißen. Bei einem Wutanfall ist es wichtig, von vorneherein richtig zu reagieren und die Situation zu entschärfen.

Der Alltag mit Kind ist nicht immer einfach. Die Aufgaben von Eltern sind zahlreich und fordernd. Als Erziehungsperson muss der Akku immer voll sein und man muss sich jederzeit auf die verschiedensten anspruchsvollen Situationen einstellen können. Dass die Gelassenheit dabei nicht immer ganz leicht zu wahren ist, ist kein Wunder. Im täglichen Umgang mit Kindern kann auch Eltern schon einmal der Kragen platzen. Das richtige Verhalten in angespannten Situationen ist deshalb besonders wichtig, um Auseinandersetzungen friedlich regeln zu können. Darauf macht der deutsche Kinderschutzbund aufmerksam. Wenn Eltern merken, dass sich ein Wutanfall anbahnt, sollten Eltern nach Meinung der Experten lieber für einen Moment den Raum verlassen, um die Konfrontation zu entschärfen. Sind die Kinder bereits im Schulalter, sollten Eltern dies auch mit einer Erklärung untermauern: „Ich gehe eben in die Küche, um mich zu beruhigen. Aber ich komme gleich wieder, dann reden wir friedlich über die Sache“, ist ein möglicher Ansatz, um mit einer angespannten Situation umzugehen. Die Auszeit sollten Eltern möglichst gewinnbringend nutzen und einige Minuten auf etwas verwenden, was ihnen gut tut. So können sie zum Beispiel einige Minuten auf dem Balkon frische Luft schnappen, eine Tasse Kaffee trinken oder ein kurzes Telefonat mit einer vertrauten Person führen. So kann die erste Wut verrauchen und der Konflikt kann entspannter ausgetragen werden.

Auch Eltern kann einmal der Geduldsfaden reißen.

Bei einem Wutanfall sollten Eltern immer versuchen, die Situation zu entschärfen.


Auch Eltern dürfen wütend werden

Kommt es zu einer angespannten Situation mit einem Baby oder Kleinkind, können Eltern zwar nicht den Raum verlassen und das Kind für eine Auszeit allein lassen, sie können aber andere Personen mit einbeziehen. Ist beispielsweise der andere Elternteil anwesend, sollten gestresste Eltern um Hilfe bitten: „Übernimm du mal!“ So entsteht der notwendige Freiraum, um kurz zu verschnaufen und du Situation zu entschärfen. Trotz aller guten Vorsätze ist es aber auch möglich, dass es zu Situationen kommt, in denen Eltern ihre Wut nicht zügeln können und ihren Kindern gegenüber laut werden. Dies ist völlig normal und kein Grund zur Sorge, wie der Deutsche Kinderschutzbund erklärt. Wichtig sei es, dass sich die Eltern nach dem Wutausbruch bei ihrem Kind dafür entschuldigen, dass sie laut geworden sind. Eine Erklärung, wie es zu der heftigen Situation gekommen ist, kann helfen, das Verständnis des Kindes zu gewinnen und es gleichzeitig für künftige Situationen zu sensibilisieren. Gelegentliches lautes Schimpfen ist für Kinder in der Regel kein Problem, wissen die Experten. Ein Kind ist bestens in der Lage, damit fertig zu werden, wenn die Situation anschließend geklärt werden kann. Was Eltern allerdings unbedingt vermeiden sollten, sind persönliche Angriffe und Beschimpfungen wie „Du bist blöd!“. Durch solche Aussagen wird das Kind persönlich angegriffen und beleidigt und kann deutlich schlechter damit umgehen.

In täglichen Auseinandersetzungen mit Kindern kann es passieren, dass Eltern die Geduld verlieren. Dann ist es wichtig, die Situation zu entschärfen und sich nach Möglichkeit kurz aus dem Konflikt herauszuziehen. Sollte trotzdem einmal zu einer heftigen Situation kommen, sollten Eltern sich bei ihrem Kind entschuldigen und die Situation im Nachhinein friedlich klären

Bildquelle: Thinkstock/Design Pics

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