Kita-Streik geht weiter

Schon seit Ostern wird in kommunalen Kindertagesstätten bundesweit gestreikt. Immer wieder bleiben Betreuungseinrichtungen für einen Tag geschlossen, um so den Forderungen der Erzieher und Erzieherinnen Nachdruck zu verleihen. Morgen gehen die Verhandlungen im Tarifkampf in die nächste Runde. Verlaufen diese jedoch nicht wie von Ver.di und GEW gewünscht, könnte der Kita-Streik noch bis Mai andauern.

Kita-Streik: Viele Kindertagesstätten bleiben heute geschlossen

Im Kita-Streik geht es in dieser Woche in eine heiße Phase. Die Gewerkschaft Ver.di, der Beamtenbund und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rufen heute zu bundesweiten Warnstreiks in deutschen Kitas auf. Viele kommunale Einrichtungen legen bereits seit Montag die Arbeit nieder und finden sich zu Kundgebungen zusammen. Eine der größten findet nun in Dortmund in Anwesenheit von Ver.di-Chef Frank Bsirske statt. In den bisherigen Verhandlungen mit dem Verband Kommunaler Arbeitgeber forderten Kinderpfleger, Erzieher und Sozialarbeiter wegen der gestiegenen Anforderungen an ihren Beruf eine höhere Eingruppierung, die eine Lohnsteigerung von durchschnittlich zehn Prozent mit sich bringen würde. Eine pauschale Gehaltserhöhung in diesem Umfang lehnte der VKA jedoch ab. Schließlich kämen dadurch geschätzte Mehrkosten von etwa 1,2 Milliarden Euro auf die Kommunen zu. Sollten sich auch die morgigen Verhandlungen in der bereits vierten Runde weiterhin als erfolglos erweisen, geht der Kita-Streik weiter. Ob und wann in der Einrichtung Deines Kindes gestreikt wird, erfährst Du rechtzeitig von der Kindertagesstätte.

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Kita-Streik: Was kannst Du tun, wenn der Kindergarten zu hat?

Auch wenn Du als Mami natürlich Tag für Tag siehst, was die Erzieherinnen und Erzieher alles leisten und daher die Forderungen absolut unterstützen kannst, ist oftmals ein ganz schöner Balance-Akt erforderlich, um Dein Kind trotz Kita-Streik gut betreut zu wissen. Gerade berufstätige Mütter müssen sich etwas einfallen lassen, wenn der Kindergarten zu hat. Am besten ist es natürlich, wenn Du für die Zeit des Warnstreiks mit Deinem Kind zu Hause bleiben kannst. Dennoch ist es erforderlich, dass Du dies mit Deinem Arbeitgeber absprichst. Auch wenn bestimmt viele Chefs Verständnis zeigen, wenn Du vom Kita-Streik betroffen bist, darfst Du nicht einfach so der Arbeit fern bleiben. Ob Du für die Fehlzeit einen Urlaubstag geltend machen musst, Du vielleicht einfach von zu Hause aus arbeiten oder Dein Kind zur Arbeit mitbringen kannst – je früher Du Deinem Arbeitgeber Bescheid gibst, desto eher könnt Ihr eine gute und faire Lösung für alle finden. Eine weitere Alternative, wenn die Kindertagesstätte wegen des Tarifstreiks geschlossen bleibt, ist, sich mit anderen Eltern zusammenzuschließen und eine Notbetreuung zu organisieren.

Notbetreuungen beim Kita-Streik

Falls Du berufstätig bist und Dein Kind nicht selbst betreuen kannst, wenn es in den nächsten Wochen wieder zu Warnstreiks kommt, kannst Du auf verschiedene Notbetreuungen zurückgreifen. Schließlich sind Du und Dein Kind wahrscheinlich nicht die einzigen, die vom Kita-Streik betroffen sind. In einigen Fällen werden Notbetreuungen von der Gemeinde organisiert und auch private Anbieter nehmen für diese Zeit Kinder – allerdings gegen Bezahlung – zur Betreuung auf. Da Du als Mami Dein Kind jedoch natürlich am liebsten nicht in fremde Hände geben möchtest, empfiehlt der Verband berufstätiger Mütter, dass vom Kita-Streik betroffene Eltern sich zu Notfallgruppen mit wechselnder Betreuung zusammenzuschließen. Vielleicht hat ja eine andere Mutter sich bereits Urlaub genommen und hat nichts dagegen, auch auf Deinen Schatz für ein paar Stunden aufzupassen. Dafür kannst Du beim nächsten Streik die Rasselbande übernehmen. Der Verband berufstätiger Mütter zeigte sich übrigens solidarisch mit den Streikenden: „Erzieherinnen und Erzieher haben in den letzten Jahren immer mehr Aufgaben auch im Hinblick auf frühkindliche Bildung übernommen und müssen hohe Anforderungen und Erwartungen erfüllen“. Dies, so teilte auch NRW-Familienministerin Ute Schäfer (SPD) mit, drücke sich üblicherweise auch im Gehalt aus. Weiter könne sie sich aber nicht zu laufenden Tarifverhandlungen auf Kommunalebene äußern.

Der Kita-Streik verlangt von Müttern einiges ab. Auch wenn Du die Erzieherinnen und Erzieher Deines Kindes im Grunde genommen in ihren Forderungen unterstützt, kann die Organisation einer anderweitigen Betreuungsmöglichkeit Dich vor Herausforderungen stellen. Wenn Du jedoch der Überzeugung bist, dass die Angestellten im Erziehungs- und Betreuungssektor gute und wichtige Arbeit leisten und daher das Recht auf mehr Gehalt haben, hilfst Du der Sache am meisten, indem Du Dein Kind während dieser Zeit durch Notbetreuungen oder selbst zu Hause versorgst, damit die Streikenden ihren Forderungen für die nächste Verhandlung auf Kundgebungen Nachdruck verleihen können.

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