Nutella

Eine US-amerikanische Mutter hat erfolgreich gegen den Hersteller von Nutella geklagt, so morgenpost.de. Der Firma „Ferrero USA“ wurde vor Gericht vorgeworfen, dass die Anpreisung des beliebten Schokoaufstrichs als „gesundes und nahrhaftes Frühstück“ nicht der Wahrheit entspreche. Dafür müsste Nutella weniger Fett und Zucker enthalten als ein herkömmlicher Schokoriegel, und das sei laut Gericht nicht der Fall.

Dass jemand vor Gericht behauptet, in Kinderschokolade stecke gar nicht das „Beste aus der Milch“, kann man sich hierzulande kaum vorstellen. In den USA gehen so manch hanebüchene Anklagen gegen Lebensmittelhersteller gerne mal erfolgreich aus. So auch der Fall einer Mutter aus dem kalifornischen San Diego.

Athena Hohenberg war laut eigener Angaben „schockiert“, als sie feststellte, dass der Schokoaufstrich Nutella für ihren Sprössling einen „gefährlich“ hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren habe. Daraufhin entschloss sie sich, den Nutella-Hersteller Ferrero USA zu verklagen. Denn in der Werbung werde Nutella als viel gesünder angepriesen, als es das Gericht erlaubt.

Nutella: “ein gesundes und nahrhaftes Frühstück”?

Zunächst bezogen die US-Ableger der italienische Firma Ferrero keine Stellung zu dem Vorwurf. Nach monatelangen Gerichtsverhandlungen verkündeten sie jedoch, dass sie „gewisse Aussagen“ über Nutella „modifizieren“ wollen und auch die Zutaten der Schokocreme in Zukunft „detaillierter“ angeben wollen.

Eine US-amerikanische Mutter hat erfolgreich gegen den Hersteller von Nutella geklagt.

Nutella wird in mehr als 100 Ländern weltweit verkauft. Die Schokocreme enthält vor allem Zucker, Kakao, Haselnüsse, Palmöl und fettarme Milche.


Athena Hohenberg hatte in ihrer Klageschrift argumentiert, dass Nutella in der US-Werbung fälschlicherweise als „gesundes und nahrhaftes Frühstück“ bezeichnet werde. Schließlich enthalte es nicht weniger Zucker oder Fett als ein herkömmlicher Schokoriegel. Das Gericht gab der Mutter Recht.

20 Dollar für jeden Nutella-Konsumenten

Außerdem stimmte Ferrero USA einem finanziellen Ausgleich für alle betroffenen Nutella-Konsumenten zu. Nun darf jeder, der in den letzten drei bis vier Jahren Nutella in den USA gekauft hat, bis zum 5. Juli dieses Jahres 20 Dollar einfordern. Die Unkosten für den Marketingpatzer betragen insgesamt ca. 3 Mio. Dollar, so morgenpost.de.

Nutella wurde 1944 von Pietro Ferrero in Italien erfunden. Das Süßwaren-Unternehmen macht mittlerweile einen Jahresumsatz von 7,2 Mio. Dollar (2011). Neben Nutella vertreibt Ferrero auch die beliebten Schokoladenprodukte Kinderschokolade, Duplo und Hanuta.

Bildquelle: Ewa Rejmer/dreamstime.com


Für dich: Täglich die besten News & Tipps per WhatsApp

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Öffne WhatsApp mit Klick auf den Button und schicke die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als desired, um den Newsletter zu erhalten.
WhatsApp öffnen
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?

  • linda2444 am 31.08.2012 um 09:49 Uhr

    In den USA ist auch alles möglich! Ein Nutella-Prozess ist wirklich unnötig! Einigen scheint wirklich langweilig zu sein. Nutella esse ich selbst auch sehr gerne. Man kann es ja essen, wenn man sparsam damit umgeht und nicht noch 10 cm Butter auf das Brot macht.

    Antworten
  • oemellie am 09.05.2012 um 11:23 Uhr

    Da kann man nur den Kopf schütteln. Die Leute in den USA sind entweder total dumm oder einfach nur gelangweilt und prozesssüchtig!

    Antworten
  • muckelsmama am 04.05.2012 um 11:49 Uhr

    Überraschung: Schokoaufstrich ist NICHT gesund!!! Man, manchmal zweifle ich echt an der Intelligenz einiger Verbraucher...

    Antworten
  • lilli2012 am 03.05.2012 um 10:57 Uhr

    Was bringen einem denn die 20 Dollar, die sollen lieber die Rezeptur verbessern! Aber ich würde es meinem kind auch nicht geben, man muss doch wissen das schokolade zum frühstück nicht ausgewogen sein kann!

    Antworten