Rechtsanspruch auf Krippenplatz ab August 2013

Ab dem 1. August hat in Deutschland jedes Kind unter 3 Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Der Deutsche Städtetag schätzt jedoch, dass immer noch über 100.000 Kita-Plätze fehlen.

Zurzeit wird das Angebot an U3-Betreuung für Kinder deutschlandweit ausgebaut. Auf diese Weise sollen Mütter beim Wiedereinstieg in den Job unterstützt und die Geburtenrate langfristig erhöht werden. Der Deutsche Städtetag – Spitzenverband aller kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte – schätzt, dass drei Wochen bevor der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz eingeführt wird, immer noch über 100.000 Kita-Plätze fehlen.

Rechtsanspruch auf Kita-Platz durch Personalmangel gefährdet

Das Hauptproblem bei der Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren ist der Personalmangel an Erzieherinnen und Erziehern. Die Bertelsmann Stiftung, die in einer Studie die Kita-Situation in Deutschland untersucht hat, kommt zu dem Ergebnis, dass in Sachsen-Anhalt die meisten Kita-Plätze fehlen. Das Betreuungsverhältnis liegt hier bei 6,5 Kindern pro Erzieherin. Zum Vergleich: In Bremen betreut eine Erzieherin im Durchschnitt nur 3,1 Ganztagskinder. Um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz zu sichern, müssen also langfristig gesehen neue Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden.

Spielende Kleinkinder

Ab August hat jedes Kind unter 3 Jahren einen Rechtsanspruch auf Betreuung.


Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Eltern können klagen

Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, geht trotz der großen Anzahl an fehlenden Plätzen nicht davon aus, dass viele Eltern klagen werden. Wenn es in Einzelfällen dennoch zur Klage komme, würden die Jugendämter versuchen, sich mit den Eltern zu einigen – beispielsweise durch Alternativangebote wie Krabbelgruppen. Articus nimmt die Kommunen beim Thema Rechtsanspruch auf Krippenplatz in Schutz: In Großstädten müsse zum Teil eine Lücke von über 40 Prozent Versorgungsanteil geschlossen werden.

Kita-Plätze fehlen: Tagesmütter als Alternative

Articus gibt hingegen zu, dass der Städtetag das Interesse an Tagespflege falsch eingeschätzt hat. Tagesmütter werden immer beliebter. Sie stellen eine flexiblere und persönlichere Alternative zur Krippenbetreuung dar und können dabei helfen, den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz zu garantieren.

Am 1. August tritt deutschlandweit der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder unter 3 Jahren in Kraft. Nach Schätzungen des Deutschen Städtetags fehlen jedoch immer noch mehr als 100.000 Krippenplätze. Hauptgrund ist der Personalmangel an Erzieherinnen.

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